31.10.2012, 10:01

Thomas Rau

Discounter-Angebot

Neues Aldi-Notebook Medion Akoya E6232 im Test

Aldi-Notebook mit Windows 8: Medion Akoya E6232

Premiere bei Aldi: Zum ersten Mal gibt es ein Notebook mit Windows 8 beim Discounter. Das Medion Akoya E6232 kostet 499 Euro - günstig. Ob außer dem neuen Betriebssystem noch mehr für den Aldi-Laptop spricht, zeigt der Test.
Das neue Betriebssystem ist das Highlight am neuen Aldi-Notebook. Außerdem ist es mit 499 Euro wirklich ausgesprochen günstig: Dafür müssen Sie auf eine spieltaugliche Grafikkarte verzichten und mit der internen Prozessor-Grafik HD Graphics 4000 vorlieb nehmen. Außerdem setzt Medion mit dem Core i3-3110M (2,4 GHz) den langsamsten Core-Prozessor aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Familie im Akoya E6232 ein.

Kaum Tempo-Vorteile durch Windows 8

Windows 8 macht das Aldi-Notebook nicht schneller: Die Rechenleistung beeindruckt nicht, genügt aber andererseits für die meisten Anwendungen. Nur wenn Sie mehrere rechenintensive Programme gleichzeitig aufs Aldi-Notebook loslassen, macht sich das Fehlen des Turbo Boost bemerkbar - in diesen Tests schneiden Notebooks mit einem Core i5 deutlich besser ab. Außerdem ist das Akoya natürlich in allen Tests, in denen die Festplatte gefordert wird, einem Notebook mit SSD deutlich unterlegen. Dafür bietet die Seagate-Festplatte im Medion-Notebook enorm viel Speicherplatz - knapp 1 Terabyte.
Nur beim Windows-Start vermisst man eine SSD nicht mehr unbedingt: Windows 8 legt sich hier sehr ins Zeug und ist in 32 Sekunden beim Metro-Bildschirm angekommen: Unter Windows 7 dauert es mit einer Standard-Festplatte meist rund doppelt so lange.
Aktuelle oder auch nur halbwegs aktuelle Spiele überfordern das Aldi-Notebook. Wenn es tatsächlich ein grafikprächtiger Shooter sein muss, dann höchstens auf niedriger Auflösung. Im Test lieferte das Akoya E6232 beim schon angetagten Far Cry in maximaler Auflösung (1366 x 768, hohe Detailsstufe) nur läppische 17 Bilder pro Sekunde. Dass der Arbeitsspeicher keinen Dual-Channel-Modus nutzt, bremst die 3D-Leistung zusätzlich aus, da die Prozessor-Grafik keinen eigenen Speicher besitzt, sondern aufs Notebook-RAM zurückgreifen muss.
Die übersichtliche Leistung hat aber auch ihr Gutes: Das Aldi-Notebook wird auch unter Last nicht besonders laut und das Gehäuse erwärmt sich kaum.

Alles Kachel, oder was?

Windows 8 bringt die neue Kachel-Oberfläche mit, auf der viele Apps automatisch aktuelle Inhalte anzeigen - zum Beispiel empfangene Mails, Wettervorhersagen oder Nachrichten. Auch viele Programme, die Medion regelmäßig auf Aldi-Notebooks vorinstalliert, kommen nun unter Windows 8 zu aufgefrischten Kachel-Ehren: Zum Beispiel das Multimedia-Programm Cyberlink Power DVD, das Webcam-Programm YouCam oder die Tool-Sammlung von Ashampoo, die Medion im Mediapack zusammenfasst. Inhaltlich ist das nichts Neues, aber jetzt halt schön in die Metro-Oberfläche verpackt. Auf der fehlen selbst die Werbe-Links zur Aldi-Seite oder dem Medion-Shop nicht. Was fehlt ist eine Anti-Viren-Software: Die braucht's aber unter Windows 8 nicht mehr, da Microsoft mit dem Defender sein eigenes Schutzprogramm im Betriebssystem untergebracht hat.

Das große Touchpad hilft

Die Kachel-Oberfläche lässt sich am besten mit dem Finger steuern - was beim Aldi-Notebook nicht geht, denn ein Touch-Display hat es nicht. Immerhin ist das Touchpad mit integrierten Tasten ausreichend groß für die wichtigsten Steuergesten, sodass Sie durchaus auch die Metro-Apps in den Griff bekommen - oder Sie wechseln gleich zum gewohnten Desktop. Wer  - wie ich - in den ersten Windows-8-Wochen immer wieder verzweifelt nach unten links auf die Task-Leiste schaut und dort den Start-Button vermisst, kann sich beim Akoya E6232 mit dem Programm Quick Launch behelfen, das einen schnellen Weg in die Systemsteuerung und andere wichtige Untermenüs bietet.

Aldi-Notebook in neuem Gewand

Auch abgesehen von Windows 8 bietet das Medion Akoya E6232 ein paar Neuigkeiten: Dazu zählt das neue Gehäuse-Design. Das Kunststoffgehäuse besitzt einen matten, hellgrauen Deckel, der ebenso wie die Handballenablage eine feiner Maserung ausweist, die wohl entfernt als Brushed-Aluminium erinnern soll. Ein Plastikbomber ist das Aldi-Notebook also nicht mehr, eine Schönheit aber trotzdem nicht - auch in der Einsteigerklasse gibt es feinere Notebooks.
Wenig aufsehenerregend ist auch der Bildschirm: Das 15,6-Zoll-Display zeigt 1366 x 768 Bildpunkte. Es ist zwar entspiegelt, aber nicht besonders hell - im Sonnenlicht unter freiem Himmel hat es daher kaum Vorteile gegenüber einem sehr hellen Spiegel-Display. Für drinnen reichts's aber, wenngleich Farben eher mau dargestellt werden.

DVD-Brenner lässt sich ausbauen

Mehr Aufmerksamkeit verdient die Funktion Connect XL: Der eingebaute DVD-Brenner lässt sich gegen eine zweite Festplatte, einen zusätzlichen Akku oder einen Subwoofer austauschen. Diese Komponenten können Sie im Medion-Shop erwerben: Eine Festplatten-Modul mit 1 TB kostet 100 Euro, das Subwoofer-Modul 30 Euro. Im Inneren hat das Aldi-Notebook außerdem einen Steckplatz für eine mSATA-SSD: Wenn Sie den schnellen Flash-Speicher einbauen, können Sie beispielsweise Windows und Programme darauf installieren und so die Rechenleistung nach oben treiben. Der Steckplatz ist allerdings nicht bequem erreichbar: Statt nur einen Deckel zu öffnen, müssen Sie die ganze Unterseite des Notebooks abnehmen.
Die Tastatur besitzt ebenfalls einen neuen Look: Die Tastenkappen sind unten leicht gebogen und in der Mitte vertieft - das kennt man von den Notebooks der Medion-Mutter Lenovo. Dadurch lassen sie sich gut treffen. Trotzdem hätte ihnen ein deutlicherer Druckpunkt gut getan - für Dauertipper ist das Aldi-Notebook nicht ideal.

Viel Ausstattung fürs Geld

Absolut nichts zu mäkeln gibt es - fast wie immer - an der Ausstattung des Aldi-Notebooks: Neben der großen Festplatte gilt das Lob den zahlreichen Anschlüssen, darunter vier USB-Ports (2x 3.0, 2x 2.0), HDMI und VGA. Der Netzwerk-Chip arbeitet mit Gigabit-Tempo, das 11n-WLAN mit bis zu 300 Mbit/s - aber nur auf der überfüllten 2,4-GHz-Frequenz - und auch Bluetooth ist in der aktuellen Veriosn 4.0 mit an Bord. Dazu kommen noch die lange Garantie von drei Jahren, die beigelegten Datenträger für die Wiederherstellung des Betriebssystems und der installieren Software sowie das Handbuch - ein bequemes Allround-Paket für Windows-8-Ein- und Umsteiger.

Aldi-Notebook Medion Akoya E6232 im Test: Fazit

Am Trend zu Touch, zu auffallendem Design oder flacher Bauweise geht das Aldi-Notebook vorbei. Es bringt Windows 8 mit - doch das neue Betriebssystem hat außer der kürzeren Startzeit keine unmittelbaren Vorteile.
Das Medion Akoya E6232 ist allerdings ausgesprochen günstig - und trotzdem gut ausgestattet. Wer schon jetzt auf Windows 8 umsteigen will und keine hohen Ansprüche an Rechen- und Grafikleistung oder Design hat, dafür aber eine große Festplatte und viele Anschlüsse benötigt, darf zugreifen.
Medion Akoya E6232 Technische Daten
Preis 499 Euro
Prozessor Intel Core i3-3110 (2,4 GHz)
Arbeitsspeicher 4 GB DDR3-1333 (3,87 GB nutzbar)
Festplatte Seagate Momentus 5400; 931,39 GB
DVD-Brenner TSST SU-208BB
Grafik Intel HD Graphics 4000 (im Prozessor)
Bildschirm 15,6 Zoll / 1366 x 768 Bildpunkte
Kommunikation Gigabit-LAN, 11n-WLAN (300 Mbit/s; 2,4 GHz), Bluetooth 4.0
Betriebssystem Windows 8
Anschlüsse Links: VGA, HDMI, 2 USB 3.0, LAN, Kensington; Rechts: 2 USB 2.0, Audioausgang (analog/digital), Audioeingang; Vorne: SD-Kartenleser; Web-Kamera
Medion Akoya E6232 Testergebnisse
Rechenleistung (PC Mark 07) 2302 Punkte
3D-Leistung (3D Mark 11 / 3D Mark Vantage / Far Cry 2) 525 Punkte / 2433 Punkte / 17 Bilder pro Sekunde
Cinebench 10.5 8835 Punkte
Startzeit 32 Sekunden
Betriebsgeräusch: Idle / Last 0,6 / 1,0 Sone
Temperatur: Last 41 Grad
Bildschirm: Helligkeit (über 9 Messpunkte) 165 cd/qm
Bildschirm: Kontrast 806:1
Bildschirm: Ausleuchtung 76 %
Gewicht: Notebook / Netzteil 2506 Gramm (345 Gramm)
Akkulaufzeit 5:28 Stunden
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