Spiele-Notebook vom Discounter

Aldi-Notebook Medion Erazor X6816 im Test

Montag, 18.07.2011 | 10:50 von Thomas Rau
Keine Kompromisse: Das neue Aldi-Notebook Medion Erazor X6816 verspricht hohes Tempo mit 4-Kern-CPU, 6 GB RAM und Top-Grafikkarte. Ob dafür andere Qualitäten auf der Strecke bleiben, zeigt der PC-WELT-Test.

Auch das aktuelle Aldi-Notebook Medion Akoya P6812 vom 27.10.2011 hat die PC-WELT getestet.

Die Aldi-Notebooks von Medion sind für ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Doch diesmal will Medion sich selbst übertreffen: Das Notebook Medion Erazor X6816, das Aldi-Nord verkauft, bietet die Vierkern-CPU Intel Core i7-2630QM, eine starke Nvidia-Grafikkarte, 6 GB Arbeitsspeicher und eine 750 GB große Festplatte – zum Kampfpreis von 699 Euro. Zwar gibt es auch das Acer Aspire 5750G oder das Asus X5MSV zu diesem Preis mit dem Intel-Vierkerner: Doch diese Notebooks haben weniger RAM, eine kleinere Festplatte und eine schwächere Grafikkarte.

Zählt man noch das üppige Software-Paket des Medion Erazor X6816 dazu, plus die dreijährige Garantie, dann erscheint dieses Angebot auf den ersten Blick unschlagbar. Doch im Test zeigte das konsequent auf Tempo und Ausstattung getrimmt Aldi-Notebook auch ein paar Schwächen.

Aktuelle Notebooks im Test

Die Grafikkarte passt perfekt zum Notebook

Mit dem Medion Erazor X6816 hat Aldi vor allem die Spieler im Blick – und die werden nicht enttäuscht. Die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 555M mit 2 GB Speicher macht mächtig Dampf. Sie spielt nicht in der obersten 3D-Liga, doch ihre Leistung passt perfekt zur Bildschirm-Auflösung des Aldi-Notebooks: Bei 1366 x 768 Bildpunkten schulterte sie DirectX10-Spiele lässig - Far Cry 2 lief in hoher Detailstufe mit 61 Bildern pro Sekunde. Ebenso problemlos bewältigte die Geforce GT 555M DX11-Spiele: Dirt 2 blieb selbst in der Detailstufe „Sehr hoch" bei aktivierten 8facher Kantenglättung mit knapp 35 Bildern pro Sekunde spielbar.

Was taugen Discounter-Notebooks?
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Was bringen Vierkern-CPU und 6 GB Arbeitsspeicher?

Ebenfalls für hohe Rechenleistung sorgt der Vierkerner Core i7-2630QM aus Intels aktueller Sandy-Bridge-Familie. Er kann Turbo Boost und damit in Einzelfällen seine Taktrate von 2 auf 2,9 GHz schrauben. Durch Hyper-Threading stehen dem Betriebssystem sogar acht Rechenkerne zur Verfügung. Diese Kernmasse bringt aber nur in Ausnahmefällen mehr Geschwindigkeit: Im CPU-Benchmark Cinebench arbeitet der Core i7-2630QM tatsächlich fast doppelt so schnell wie der Zweikerner Core i5-2410M. Doch in der Praxis werden Sie alle Kerne nur selten auslasten, etwa wenn Sie HD-Videos bearbeiten und nebenher ein anderes HD-Video anschauen. Viele Standard-Anwendungen können aber höchstens zwei Kerne voll beschäftigen, daher hat die Vierkern-CPU keine Vorteile, zumal sie mit einer niedrigeren Taktrate als aktuelle Zweikerner arbeitet.

Im Test lag das Medion Erazor X6816 bei üblicher Multimedia- oder Büro-Software nur rund drei bis acht Prozent vor Notebooks mit dem Core i5-2410M, die es schon ab rund 600 Euro gibt - zum Beispiel das Acer Aspire 5750G oder das Dell Inspiron 15R . Auch die 6 GB Arbeitsspeicher, die im Medion Erazor X6816 stecken, bringen nur in wenigen Szenarien klare Vorteile, etwa beim Bearbeitung großer Fotos. Deutlich mehr Tempo im Arbeitsalltag verspricht nur eine SSD - eine Flash-Festplatte ist für ein Aldi-Notebook aber zu teuer.

Geschwindigkeit Messergebnisse
Startzeit 132 Sekunden
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 122 Punkte
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 154 Punkte
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen 6029 Punkte
Brenndauer CD / DVD / Blu-ray (Minuten) 10:03 / 5:04 /
Kopie von DVD auf Festplatte (Minuten) 10:33
USB-Anschlüsse: Lese- / Schreibrate 154,7 / 103,8 MB/s
Montag, 18.07.2011 | 10:50 von Thomas Rau
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • MisterKraps 15:21 | 03.08.2011

    Ich hab selber ein Notebook aus der Erazer Reihe und ich muss sagen das es sehr gut läuft.Beim Display hab ich schon schlechtere gegeben.Helligkeit finde ich ok,Kontrast könnte aber besser sein.Das es unerträglich laut ist kann ich nicht betätigen allerdings hab ich auch ein Erazer 6811 mit einem i5 und einer GTX 460 kann sein das bei meinem die Kühlung anderes ist. mfg

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  • virrtel 20:25 | 26.07.2011

    Da hätteste Dein Geld auch verbrennen können

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  • - joe - 19:54 | 26.07.2011

    --------------------------- ich hab mir das Teil geholt.hier mein Fazit: pro: - sauschnell - gutes Display - auch das Spiegeln stört nicht weiter - die Riesenfestplatte contra: 1. das Touchpad ist grottenschlecht 2. der Lüfterausgang befindet sich auf der rechten Seite, was zur Folge hat, dass, wenn man eine Maus benutzen will (und bei dem Touchpad will man das) einem ständig ein heisser Luftstrom gegen die Hand weht 3. die beiden Tasten vom Touchpad sind für meinen Geschmack drei, vier Millimeter zu schmal 4. auch die Pfeiltasten sind wie bei fast jedem Notebook zu klein - und das obwohl das für Spieler so ziemlich die wichtigsten Tasten überhaupt sind.. 5. weiterer Kritikpunkt: das 15,6-Zoll Format an sich - im Vergleich zu 15,4-Zollern viel zu breit und von der Höhe her unnötig geschrumpft (-1,5cm) - das stört bei so ziemlich allen Anwendungen, außer beim Filmegucken 6. und der Kopfhörerausgang befindet sich auf der rechten Seite, während fast alle Kopfhörer den Kabelausgang auf der linken Seite haben.. (stört mehr als man denkt) Fazit: allein die ersten beiden Kritikpunkte zusammen reichen aus, dass man das Gerät wieder zurück bringt, Schnelligkeit hin oder her.. :vader:

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  • kingjon 04:13 | 21.07.2011

    Dazu kommt noch:

    Zählt man noch das üppige Software-Paket des Medion Erazor X6816 dazu, plus die dreijährige Garantie, dann erscheint dieses Angebot auf den ersten Blick unschlagbar
    Wie oft habe ich schon dieses Argument gehört...., da habe ich aber noch das und das dabei........ Zusätzlich noch die inakzeptablen Testberichte einer sogenannten PC-Zeitschrift aus dem Springer-Haus.......... Gruß kingjon

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  • Boss im Block 00:51 | 21.07.2011

    Alles eine Frage der persönlichen Leidensfähigkeit. Leider schauen immer noch zu viele auf HDD-Speicher und CPU (hier zusätzlich Grafikkarte), sodass Verarbeitung, Display, Service, etc. seitens der Hersteller vernachlässigt werden.

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