02.06.2010, 09:30

Thomas Rau

Aldi-Netbook im Test

Medion Akoya E1222 im Test

Mach's noch mal Aldi: In den Nord-Filialen gibt es morgen das Netbook Medion Akoya E1222 für 299 Euro. Das Mini-Notebook verkaufte der Discounter schon einmal im März. Wir hatten es im Test.
Die Begeisterung, die letztes Jahr um Netbooks herrschte, scheint sich etwas gelegt zu haben. Das mag zum einen daran liegen, dass die neue Netbook-Generation mit Intels Pine-Trail-Komponenten weder bei der Geschwindigkeit noch bei der Akkulaufzeit deutlich bessere Ergebnisse liefert als die Vorgänger. Zum anderen sorgte auch Windows 7 auf den Netbooks nicht für Euphorie: Meist ist auf den Mini-Notebooks die funktionsreduzierte Starter-Edition installiert. Zwar fehlt ihr nicht wirklich viel, was man auf einem Netbook vermissen würde. Allerdings fühlt sich das Arbeiten etwas zäher an als auf einem Windows-XP-Netbook.
Zum zweiten Mal bei Aldi
Auch bei Aldi scheinen die Netbook-Geschäfte nicht mehr so gut zu gehen: Denn in den Nord-Filialen verkauft der Discounter nun das Medion Akoya E1222 für 299 Euro, das er schon einmal Anfang März im Angebot hatte. Bei Ausstattung und Preis hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert.
Besonderheiten
Wie von Aldi gewohnt, bietet das Medion Akoya E1222 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum Beispiel finden Sie zum Preis von 300 Euro kaum ein Netbook, das Bluetooth mitbringt. Auch die lange Garantiezeit von 36 Monaten ist eine Besonderheit der Aldi-Geräte.
Akkulaufzeit
Allerdings macht das Aldi-Netbook nicht rundum glücklich: Bei der Akkulaufzeit lieferte es im Test nämlich nur mäßige Ergebnisse. Beim Internet-Surfen über eine WLAN-Verbindung hielt es mit einer Akkuladung knapp sechs Stunden durch. Ein Video von der Festplatte spielte es knapp über vier Stunden ab, bevor es wieder an die Steckdose musste. Die besten Netbooks schaffen in diesen Disziplinen deutlich mehr - rund acht bis zehn Stunden beim WLAN-Test beziehungsweise sechs bis sieben Stunden bei der Video-Wiedergabe.
Gewicht
Der 6-Zellen-Akku im Medion Akoya E1222 fasst nämlich nur 4,4 Amperestunden (Ah), während in den ausdauernden Netbooks Akkus mit 5,2 oder 5,9 Amperestunden sitzen. Dafür ist das Medion-Netbook verhältnismäßig leicht: Es wiegt 1180 Gramm, rund 100 bis 150 Gramm weniger als die meisten Mini-Notebooks. Ohne Akku wirkt das Netbook recht schlank. Wenn der Akku aber im Gerät sitzt, wird das Netbook aufgebockt und steht hinten 4,7 Zentimeter hoch.
Bildschirm
Das Display im Medion Akoya E1222 ist 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) groß und zeigt 1024 x 600 Bildpunkte - das ist bei den meisten Netbooks so. Vor allem die geringe vertikale Auflösung zwingt beim Surfen häufig zum Scrollen. Das kann man beim Aldi-Netbook mit einer Zweifinger-Geste auf dem Touchpad erledigen.
Der Bildschirm strahlt angenehm hell, besitzt aber keinen besonders hohen Kontrast. Medion hat ihn mit einer spiegelnden Oberfläche versehen: Deshalb lässt sich auf ihm zum Beispiel unter freiem Himmel nur sehr schwer etwas erkennen. Hier wäre ein Bildschirm mit matter Oberfläche, wie ihn Medion beispielsweise in den Aldi-Notebooks einsetzt, die bessere Wahl gewesen.
Tastatur
Im Akoya E1222 hat Medion eine sogenannte Chicklet- oder Island-Tastatur eingebaut: Die Tasten sitzen nicht direkt nebeneinander, sondern haben einen kleinen Zwischenraum. Sie sind mit einem 17,5-Millimeter-Raster etwas kleiner als bei einem Notebook. Außerdem fallen die beiden Umschalt-Tasten schmaler aus als bei den meisten Netbooks. Die Tastatur gab beim Tippen etwas nach, die Druckrückmeldung der Tasten war aber ordentlich: Insgesamt lässt sich recht bequem auf dem Medion Akoya E1222 tippen.
Ergonomie
Der Lüfter im Medion Akoya E1222 ist häufig in Betrieb, war aber meistens sehr leise. Nur wenn das Netbook viel arbeiten musste, konnte man ihn bei einem Laufgeräusch von 1,2 Sone deutlich hören. Die Leistungsaufnahme des Medion-Netbooks liegt auf dem üblichen Niveau für Mini-Notebooks. Das Netzteil des Aldi-Netbooks besitzt einen Ausschalter: Man kann es also komplett vom Stromnetz trennen.
Ausstattung
Bei der Ausstattung ähneln sich die meisten Netbooks - das Medion Akoya E1222 ist da keine Ausnahme: Die Festplatte bietet 232 GB Platz. Medion teilt sie in eine rund 200 GB große Partition fürs Betriebssystem und eine 30-GB-Partition fürs Wiederherstellen von Treibern und Programmen. Wenn sich das Betriebssystem nicht mehr hochfährt, kann man die Wiederherstellung über die Taste F11 anstoßen, wenn man sie kurz nach dem Netbook-Start drückt.
Fürs Netzwerk bringt das Medion-Netbook neben dem erwähnten Bluetooth einen Fast-Ethernet-Anschluss und ein WLAN-Modul mit dem aktuellen Standard 802.11n mit. Auch bei den Anschlüssen gibt's das Netbook-Standardprogramm mit drei USB-Buchsen, einem VGA-Ausgang, zwei Audioanschlüssen sowie einem Speicherkartenleser.
Fazit: Das Medion Akoya E1222 ist ein solides Netbook: Der Bildschirm ist ordentlich, die Tastatur gut und das ganze in ein ansehnliches Gehäuse verpackt. Der Preis stimmt sowieso. Allerdings fehlt es dem Medion Akoya E1222 an einer konkurrenzfähigen Akkulaufzeit. Bei einem Gerät, das man überwiegend mobil nutzen will, spart man hier am falschen Ende.
Alternativen: Eine deutlich längere Akkulaufzeit bietet das Samsung N220-Marvel. Mit einer höheren Bildschirmauflösung kann das Sony VPCW21M2E punkten. Beide sind aber deutlich teurer als das Medion Akoya E1222. Weniger Ausstattung, ein mäßiges Display, aber viel mehr Ausdauer im Akkubetrieb kann der günstige Asus EeePC 1005PE vorweisen.
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