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Aerocool Touch-2100 im Praxis-Test

30.04.2013 | 17:24 Uhr |

Das Touch eine elegante und innovative Art der Bedienung ist, weiß auch Aerocool: Das Touch-2100 steuert bis zu fünf Lüfter Ihres PCs per Fingerwisch und gibt bei kritischen Temperaturen auch lautstark Alarm. Wir haben die Lüftersteuerung im Praxis-Test.

Besitzer von High-End-Computern oder auch Bastler mit selbst zusammengestellten PCs verfügen meist über mehrere Lüfter im System, denn eine stetige Luftzirkulation im Gehäuse bewahrt die verbaute Hardware vor dem Hitzetod. Viele Mainboard-Hersteller bieten deshalb gleich mehrere Anschlüsse auf der Platine selbst an, um die Lüfter anzuschließen, um sie dann unter Windows über eine mitgelieferte Software zu regulieren.

Wer aber selbst aktiv Hand anlegen möchte, der setzt auf Hardware-Lösungen in Form von Lüftersteuerungen. Die Auswahl an solchen Steuerungen ist recht ordentlich, viele Hersteller möchten sich damit in Ihrem Gehäuse einen Platz sichern. Gängige Methode, um die Lüfter in ihrer Drehgeschwindigkeit zu kontrollieren, ist der simple Drehregler, wie wir ihn von der Lautstärkeregelung her kennen.

Touchscreen-Lüftersteuerung: Kontrolle mit dem Finger

Zweimal USB 3.0 und zwei Audio-Buchsen.
Vergrößern Zweimal USB 3.0 und zwei Audio-Buchsen.
© Aerocool

Der taiwanische Hersteller Aerocool geht einen etwas innovativeren Weg und lässt den Nutzer die Lüfter per Finger bedienen. Hierfür steht ein etwa fünf Zoll großes LC-Display zur Verfügung, das festgelegte Bedienelemente vorweist, die berührungsempfindlich sind. Gebürstetes Aluminium umrahmt beim Touch-2100 den kleinen Monitor und vermittelt einen guten haptischen Eindruck.

Unterhalb des Bildschirms verbaut der Hersteller noch je einen Mikrofon- und Kopfhöreranschluss sowie zwei USB-3.0-Buchsen. Beide Anschlussarten lassen sich nur auf dem Mainboard anstöpseln. Wir persönlich finden die Anschlüsse etwas redundant, denn jedes Gehäuse sollte eigentlich die Audio-Anschlüsse an der Vorderseite besitzen - USB 3.0 ist da schon eher seltener. Der Lieferumfang ist recht üppig bestückt. In der Packung liegen genügend Schrauben und Adapter.

Anschluss: selbsterklärender Einbau

Empfehlung des Herstellers.
Vergrößern Empfehlung des Herstellers.
© Aerocool

Für den Einbau der Lüftersteuerung müssen Sie zwei 5,25-Zoll-Schächte opfern. Der Einbau ist dabei recht simpel: Entfernen Sie die zwei Blenden aus dem Front-Panel, schieben die Komponente ein und fixieren Sie sie mit Schrauben. Etwas kniffliger wird es erst im Inneren des PCs. An der Rückseite des Touch-2100 hängt ein ganzer Strang an Kabeln, der auf den ersten Blick einen recht wüsten Eindruck erweckt. Doch auf den zweiten Blick entdecken wir, dass Aerocool die entscheidenden Kabel mit einem Sticker beschriftet hat: die insgesamt zehn Kabel für den Anschluss an die Lüfter sowie die Temperatursensoren. Auf diese Weise lassen sich die Sensoren korrekt zuordnen und am Bildschirm bedienen.

So stellt sich Aerocool den Sensor an der Grafikkarte vor.
Vergrößern So stellt sich Aerocool den Sensor an der Grafikkarte vor.
© Aerocool

Aerocool gibt auf der eigenen Webseite die empfohlenen Positionen an, an denen Sie die Temperaturfühler anbringen sollten. Grundsätzlich sollten die Sensoren möglichst auf oder neben den Stellen Platz finden, an denen die meiste Abwärme enststeht. Die beigelegten Klebstreifen sorgen für den richtigen Halt, die Länge der Kabel ist selbst für unseren Big-Tower, dem Xigmatek Elysium , ausreichend lang bemessen. Für Stromversorgung und Bedienung der Lüfter führen insgesamt fünf 3-Pin-Kabel vom Touch-2100 heraus. Hier stecken Sie Ihre fünf Lüfter an, anstatt ans Mainboard. Das alles klingt ist ziemlich selbsterklärend - was es auch sein sollte. Denn der Hersteller legt keine Bedienungsanleitung bei, was es für Einsteiger schwerer machen dürfte.

Handhabung: Zuverlässige Warnung

Die gute Lesbarkeit können wir bestätigen.
Vergrößern Die gute Lesbarkeit können wir bestätigen.
© Aerocool

Tatsächlich schließen wir in unserem System die maximal fünf möglichen Lüfter an die Steuerung an und verlegen auch die Temperatursensoren. Deshalb schließen wir das Gehäuse wieder und fahren unseren Rechner wieder hoch. Ein hohes Piepsen kommt nun zum Systemstart hinzu, das Bedienfeld des Touch-2100 leuchtet ebenfalls auf. Die Farben sind sehr kräftig, die Bedienelemente und Zahlen sind selbst von schräg oben gut sichtbar. Links sehen wir die grundsätzlichen Bedienfelder: Mit dem obersten wechseln wir zwischen den Einheiten Celsius und Fahrenheit um, die beiden Plus- und Minus-Symbolen darunter sprechen für sich selbst. Mit "Color" dürfen Sie zwischen sieben verschiedenen Farben wählen, in der das Display leuchten soll.

Die Bedienung ist selbsterklärend.
Vergrößern Die Bedienung ist selbsterklärend.
© Aerocool

Rechts befinden sich von oben nach unten die Anzeigen für die fünf Lüfter. Die ersten Zahlen geben die Umdrehungen pro Minute an, dann folgt die Temperatur, darauf der Grenzwert für den akustischen Alarm. Die Umdrehungen passen Sie an, indem Sie auf die jeweilige Umdrehungszahl tippen und links erhöhen oder verringern. So funktioniert auch das setzen des Alarms: Sie bestimmen einen Wert, ab dem die Steuerung Laut geben soll.

Etwas nervig ist die Tatsache, dass das Touch-2100 alle Bedienschritte mit einem lauten Piepsen quittiert, das sich nicht abschalten lässt. Doch recht nützlich ist das nervige Piepsen beim Alarm: Wir haben den Alarm-Wert absichtlich nach unten gedreht und tatsächlich piept die Lüftersteuerung zuverlässig beim Überschreiten der Temperatur - sehr gut! Erwarten Sie aber nicht, das Display mit der Leichtigkeit eines Smartphones bedienen zu können, etwas Druck ist auf jeden Fall erforderlich.

Fazit zum Aerocool Touch-2100

© Aerocool

Das Touch-2100 verrichtet seine Dienste so, wie wir es uns vorstellen. Die Bedienung über das Touch-Display ist innovativ und macht auch vom Design sowie der wechselbaren Beleuchtung ordentlich was her. Der Alarm hält die definierten Grenzen peinlich genau ein und reagiert ohne Umwege. Die Verarbeitung gibt keinen Grund zur Kritik, das gebürstete Alumium auf der Vorderseite ist ebenfalls ein schlichter, aber ansehnlicher Hingucker. Etwas unverständlich ist die Tatsache, dass der Hersteller keine Anleitung beilegt. Die sollte obligatorisch sein, auch wenn das Anschließen selbsterklärend ist. Außerdem hätten wir es schön gefunden, wenn sich das Piepsen bei jedem Tastendruck hätte abschalten lassen. Für einen Preis von rund 55 Euro sind die negativen Aspekte aber zu verschmerzen.

ALLGEMEINE DATEN

Aerocool Touch-2100

Geräte-Kategorie

Komponenten

Hersteller

Aerocool

Internetadresse von Zotac

www.aerocool.com.tw

Preis

55 Euro

Garantie des Herstellers

12 Monate

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