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Adobe Photoshop CS3 Beta

13.02.2007 | 08:30 Uhr |

Adobe Photoshop CS3, der Profi in Sachen Bildbearbeitung, kommt mit jeder Menge neuer Werkzeuge. Bis das Programm in den Handel kommt, wird es zwar noch etwas dauern. Wir haben uns daher vorab schon mal die Beta-Version angeschaut.

Mit einem Feuerwerk an Neuheiten erscheint Photoshop CS3. Der Marktstart dürfte ins zweite Quartal fallen, auch Preise stehen noch nicht endgültig fest. Doch bereits die Beta-Version überzeugt: Die sehr stabile Vorserienfassung hat die wichtigen „Smart-Filter“. Scharfzeichner, Bewegungsunschärfe und alle anderen „Filter“-Befehle verändern das Bild nun nicht mehr endgültig. Man kann vielmehr die Effekte jederzeit abschalten oder anders einstellen. Die „Smart Filter“ erhalten automatisch eine Ebenenmaske, so dass man ihre Wirkung auf einzelne Bildbereiche einschränken kann.

Zu den Highlights gehört ein neues Auswahlwerkzeug, das auch komplexe Figuren weit schneller als der Zauberstab erfasst. Auswahlen beliebiger Werkzeuge lassen sich jetzt bequemer verfeinern, denn es gibt eine übersichtliche Echtzeitvorschau für jede Änderung bei Kantenschärfe oder Größe.

Eine andere Neuheit verblüfft: Bildteile, die nicht genau deckungsgleich sind, werden von Photoshop passend zurechtgestaucht, bis sie sich exakt überlappen. Diese Technik braucht man beispielsweise bei Panoramen. Das Programm passt bei Bedarf nicht nur die Konturen mehrerer Bildebenen aneinander an, sondern gleicht auch Helligkeit und Farbstimmung an.

Neue Tools für Pixeltüftler: Die Gradationskurve wurde erweitert und bietet jetzt auch viele Funktionen der „Tonwertkorrektur“ mit Histogrammanzeige. Ein völlig neuer Dialog erstellt maßgeschneiderte Schwarzweiß-Bilder - übersichtlicher und vielseitiger als der bisher meist verwendete „Kanalmixer“.

Massiv ausgebaut hat Adobe das Dialogfeld für Raw-Dateien aus hochwertigen Digitalkameras. Hier gibt es weit mehr Korrekturmöglichkeiten als zuvor, und erstmals verarbeitet die Funktion auch JPEG- oder TIFF-Dateien. Wichtig bei so viel Regelmöglichkeiten: Der Anwender kann nun eigene Profile speichern.

Mehr Übersicht bietet die Bilddatenbank Bridge: In der Vorschau lassen sich jetzt mehrere vergrößerte Bilder nebeneinander vergleichen, eine 100-Prozent-Lupe hilft bei der schnellen Qualitätskontrolle.

Fazit: Adobe hat Photoshop CS3 massiv aufgewertet. Besonders bei Raw-Import, Auswahl- und Filtertechnik bietet das Programm neue Möglichkeiten.

Alternative: Eine direkte Alternative zum Pixelprofi gibt es nicht, aber auch Paint Shop Pro XI bringt gute Ergebnisse (100 Euro, www.corel.de ).

BEWERTUNG

Bildbearbeitung (40%): Note 1,0
Bedienung (30%): Note 1,5
Bildverwaltung (15%): Note 1,5
Online-Auftritt (10%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 1,4

Anbieter:

Adobe

Weblink:

www.adobe.de

Preis:

um die 1.100 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 650 MB

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