Netbook

Acer Aspire One D255 im Test

Donnerstag, 14.04.2011 | 09:30 von Thomas Rau
Das Acer Aspire One D255 ist ein günstiges Netbook mit Windows 7 – und mit Android. Welche Vorteile das doppelte Betriebssystem bringt, klärt der PC-WELT-Test.
Im Test: Netbook Acer Aspire One D255
Vergrößern Im Test: Netbook Acer Aspire One D255
© 2014

Besonderheit

Wie auf allen aktuellen Netbooks läuft auch auf dem Acer Aspire One D255 Windows 7 Starter. Allerdings ist auf dem Mini-Notebook Android installiert: Im Tool „Configuration Manager for Android“ kann man unter Windows ein Google-Konto einrichten, das man für die Nutzung von Android benötigt. Außerdem kann man dort Android als Start-Betriebssystem einstellen: Das Netbook bootet dann in rund 20 Sekunden immer zuerst Android.
 
Das Netbook-Android bietet drei Home-Screens, durch die man mit den Cursor-Tasten blättern kann. Die Maus arbeitet unter Android langsamer als unter Windows, auch das Surftempo ist mit dem Android-Firefox deutlich lahmer als mit der Windows-Variante. Neben Browser, Mail-Programm, Bildergalerie, Google Talk und weiteren Programmen bietet das Android-System auf dem Acer Aspire One D255 auch einen Datei-Manager: Auf Windows-Dateien kann man nicht zugreifen. Umgekehrt sieht man unter Windows Fotos oder Downloads, die man unter Android gemacht hat: Sie liegen auf einer 4 GB großen FAT32-Partition.
 
Einen Zugang zum Android Market hat das Acer Aspire One D255 nicht: Einige Apps lassen sich aber als APK-Datei installieren und ausführen. Übrigens besteht Android darauf, dass man ein Google-Konto einrichtet – auch wenn man dies schon unter Windows erledigt hatte. 

Acer Aspire One D255-N55DQrr
Acer Aspire One D255-N55DQrr

Mobilität

Echte Vorteile außer der kürzeren Startzeit bringt Android nicht. Das Acer Aspire One D255 arbeitete im Test nämlich auch unter Windows sehr sparsam: Beim WLAN-Surfen hielt es über neun Stunden durch. Mittelmäßig war die Ausdauer beim Video-Abspielen: Hier war nach knapp fünf Stunden Schluss. Pluspunkt: Das Acer Aspire One D255 ist mit 1140 Gramm ein sehr leichtes Netbook.

Mobilität
Testergebnisse
Akkulaufzeit WLAN 9:17 Stiunden
Akkulaufzeit Video 4:59 Stunden
Gewicht Notebook 1140 Gramm
Gewicht Netzteil 220 Gramm

Bildschirm

Das Display hat eine glänzende Oberfläche. Es leuchtet zwar angenehm hell und besitzt auch einen ordentlichen Kontrast. Trotzdem kann man den Bildschirm unter freiem Himmel höchstens im Schatten einigermaßen gut ablesen. Angenehm: Das Display lässt sich weit öffnen. So kann man problemlos den idealen Einblickwinkel einstellen, auch wenn man es auf den Oberschenkeln platziert.

Bildschirm Testergebnisse
Max. Helligkeit 245 cd/m²
Min. Helligkeit 186 cd/m²
Mittlere max. Helligkeit 215 cd/m²
Helligkeitsverteilung 76%
Kontrast 662:1

Geschwindigkeit

Dank Dual-Core-Prozessor Atom N550 (1,5 GHz) war das Acer Aspire One D255 im Test rund 20 Prozent schneller als Standard-Netbooks. Für 3D-Spiele oder Full-HD-Videos ist es dagegen ungeeignet und einem Netbook mit AMDs Ontario-Prozessor deutlich unterlegen: 720p-Videos liefen ruckelfrei, aber bei 1080p ging es nicht mehr flüssig – weder lokal von der Festplatte noch Full-HD-Flash-Video aus dem Internet.

Geschwindigkeit Testergebnisse
PC-Mark 05 1652 Punkte
PC Mark Vantage 1530 Punkte
3D Mark 06 152 Punkte

Ausstattung

Die Ausstattung des Acer Aspire One D255 bietet neben dem Android-Zweitsystem nichts Auffälliges: 11n-WLAN ist an Bord sowie drei USB-2.0-Anschlüsse, Bluetooth fehlt allerdings. Im Test fiel auf, dass der Lüfter fast ständig lief – allerdings blieb er deutlich unter der Nervgrenze. Trotzdem wäre es nicht schlecht gewesen, wenn er sich schneller gedreht hätte, denn das Acer Aspire One D255 erwärmt sich im Dauerbetrieb spürbar und ist daher nicht oberschenkelgeeignet.

Umwelt / Gesundheit Testergebnisse
Betriebsgeräusch in Ruhe 24,4 dB(A) / 0,5 Sone
Betriebsgeräusch unter Last 25,0 dB(A) / 0,6 Sone
Temperatur unter Last 40,8 Grad
Leistungsaufnahme Ruhe 8,5 Watt
Leistungsaufnahme Last 19,2 Watt
Leistungsaufnahme Standby 0,4 Watt
Leistungsaufnahme ausgeschaltet 0,4 Watt
Donnerstag, 14.04.2011 | 09:30 von Thomas Rau
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (3)
  • scanner1979 09:40 | 15.04.2011

    ja nagut, aber worin besteht denn der Vorteil? Android bootet schneller...aber sonst? aber vielleicht kenn ich mich einfach zu wenig aus

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  • magiceye04 09:36 | 15.04.2011

    Mußt Du auch nicht, es reicht, wenn die Käufer den Vorteil sehen...

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  • scanner1979 22:59 | 14.04.2011

    Wozu?

    Wozu 2 Betriebssysteme? Was haben die sich dabei gedacht? Ich sehe keinen Vorteil.

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