20.01.2009, 09:26

Hans-Christian Dirscherl

AVM-Test

Home Office mit Fritz!Fon 7150

All-in-One: DSL-Router, Wlan-Access-Point, USB-Hub, Anrufbeantworter und DECT-Telefon ist das Anfang 2007 erschienene, chic aussehende und günstig erhältliche AVM Fritz!Fon 7150. Für Home-Office-Arbeiter ist das Fritz!Fon 7150 besonders interessant, vermeidet es doch preiswert allzu viel Kabelgewirr am heimischen Schreibtisch. Da stellt sich die Frage: Eignet sich solch ein etwas älteres Produkt noch für den professionellen Einsatz?
Wenn man ein AVM-Produkt das erste Mal in Betrieb nimmt, hat man das Gefühl, einen alten Bekannten wieder zu treffen. So auch beim Fritz!Fon 7150 - die Inbetriebnahme der DSL-Funktionalität geht ruckzuck: Einfach das Fritz!Fon an die Steckdose anschließen und mit dem Splitter sowie dem PC respektive Notebook verbinden. Danach im Browser http://fritz.box eingeben. Schon öffnet der Browser das Fenster für die Konfigurationssoftware. Wie gehabt geben Sie hier die Zugangsdaten für Ihren Provider ein, konfigurieren alle Einstellungen nach Ihren Wünschen (beispielsweise kann man das übertragene Datenvolumen aufzeichnen lassen. Das ist wichtig, wenn man einen Volumentarif nutzt, was bei professionellen Anwender aber kaum der Fall sein dürfte) und sichern Ihre Konfiguration dann mit einem Passwort.
So weit unterscheidet sich die Einrichtung des Fritz!Fon 7150 nicht von der einer sonstigen Fritzbox. Die auf der CD mitgelieferte umfangreiche, 155 Seite starke Dokumentation im PDF-Format sowie die gedruckte Kurzanleitung für den Schnelleinstieg sorgen dafür, dass auch weniger technikversierte Anwender das Fritz!Fon baldmöglichst produktiv nutzen können. Wer sich bei der Einrichtung des Fritz!Fon 7150 lieber bei der Hand nehmen lassen möchte, kann natürlich auch die mitgeliefert Installationssoftware für Windows nutzen.
Computer lassen sich über LAN und Wlan (802.11b, 802.11g und 802.11g++ - letzteres ist eine proprietäre Erweiterung von Texas Instruments) anschließen. Was das Fritz!Fon 7150 aber so besonders macht: In dem Gerät steckt eben mehr als nur ein DSL-Router (mit Features wie NAT, DHCP-Server, DNS-Server, DDNS-Client, UpnP; bis ADSL2+) samt Wlan Access Point (mit interner WLAN-Antenne in der Basisstation). Diese beiden Funktionen haben komplett in der Basisstation des Fritz!Fon Platz gefunden, außerdem beherbergt die Basisstation aber auch noch die DECT-Funktion des schnurlosen Telefons, die VoIP-Telefonanlage und einen USB-Hub.
An den USB-Port der Basisstation kann man jederzeit eine externe Festplatte, einen USB-Stick und einen Drucker anschließen. Auf die Daten auf der Festplatte oder auf dem Stick greift man dann via FTP zu: Geben Sie dazu ftp://fritz.box im Browser ein. Der USB-Port dient zudem dazu, die Einstellungen, genauer gesagt die Verschlüsselungseinstellungen des Fritz!Fon mit einem eventuell vorhandenen Fritz!Wlan USB-Stick abzugleichen. Dazu stecken Sie den AVM-Stick in den USB-Port.
Die schmucke silberfarbene Basisstation dient aber auch noch wie bei jedem anderen normalen DECT-Telefon zur Aufnahme eines Mobilfunk-Teils, das AVM in diesem Fall übrigens nicht selbst herstellt, sondern von einem Drittanbieter eingekauft hat.
Wenn es um das Telefonieren geht, lässt das Fritz!Fon dem Benutzer die Entscheidung frei, ob er über einen klassischen Festnetzanschluss oder via VoIP die Kommunikation sucht. Die Telefon-Funktion (analog, ISDN, VoIP) des Fritz!Fon samt Anrufbeantworter steht selbstverständlich auch bei ausgeschaltetem PC zur Verfügung. Typische Telefonfunktionen wie Rufumleitung, Makeln, Halten und Dreierkonferenz sowie Freisprechen und Stummschalten werden unterstützt. Auch mehrere VoIP-Nummer lassen sich einrichten, mit speziellen Wahlregeln können Sie festlegen, wann über Festnetz und wann über das Internet telefoniert werden soll, sofern Sie überhaupt die Wahlmöglichkeit haben.
Am Handteil gibt es nichts zu mäkeln, das Telefon liegt gut in der Hand, besitzt ein gut ablesbares mehrfarbiges Display und überzeugt durch eine intuitive Benutzeroberfläche. Alle wichtigen Funktionen wie beispielsweise das Adressbuch sind leicht erreichbar. Ein kabelloses Handgerät mit Farbdisplay befindet sich im Lieferumfang, insgesamt können bis zu sechs Schnurlostelefone angeschlossen werden. Das Fritz!Fon 7150 besitzt zudem einen digitalen Anrufbeantworter und ein Telefonbuch für 200 Einträge. Die maximale Gesprächszeit gibt AVM mit 17 Stunden an, bis zu fünf Tage beträgt laut Hersteller die Stand-by-Zeit. Im mehrere Wochen langen Test machte sich der Akku nie bemerkbar, das Telefon funktioniert immer einwandfrei.
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