AV-Test

Trend Micro Titanium Maximum Security 2012 auf dem Prüfstand

Mittwoch, 17.08.2011 | 15:05 von Frank Ziemann
Der Antivirushersteller Trend Micro schickt seine neue Produktgeneration unter dem großspurig wirkenden Namen Titanium Maximum Security 2012 ins Rennen. Ein erster Test zeigt, dass Trend Micros neues Sicherheitspaket nicht allen Prüfpunkten überzeugen kann.
Mehr noch als bei manch anderem Antivirushersteller liegt der Schwerpunkt bei Trend Micro auf Unternehmenskunden. Doch auch für Privatanwender oder Kleinbetriebe hat Trend Micro etwas im Portfolio. So bietet der Hersteller mit seinem brandneuen Produkt Titanium Maximum Security 2012 ein umfassendes Sicherheitspaket an. Auf dem Prüfstand von AV-Test ist die englische Version gelandet, da die deutsche Fassung erst in Kürze erscheinen wird.

Im Magdeburger Testlabor ist Titanium 2012 zunächst mit einer Sammlung aus mehr als 105.000 Schädlingen der letzten Monate konfrontiert worden. Trend Micros Antivirusprogramm hat ausgezeichnete 99,25 Prozent der Schädlinge erkannt. Das Resultat liegt deutlich über dem Durchschnitt aller im Juli bei AV-Test geprüften Produkte (96,14 Prozent).

Die Beseitigung aktiver Malware hat Titanium 2012 vor mehr Probleme gestellt. Von 31 installierten Schädlingen hat Trend Micros neues Flaggschiff zwar 30 erkannt, jedoch nur 20 auch entfernen können. Liegt die Erkennung noch auf Höhe des Industriedurchschnitts, ist das Desinfektionsergebnis mit 64,5 Prozent deutlich unter dem Schnitt von 80,7 Prozent.

Beim Aufspüren und Entfernen von Rootkits und anderen getarnten Schädlingen liegt Titanium 2012 wiederum gleichauf mit dem Durchschnitt. Es hat neun von zehn aktiven Rootkits erkannt und acht beseitigt. Im so genannten Real-World-Test gegen neue, Web-basierte Malware-Infektionen hat Titanium 2012 hingegen sehr gut abgeschnitten und 26 von 28 Angriffen (92,9 Prozent) abgewehrt. Fehlalarme bei harmlosen Dateien sind im Test nicht aufgefallen.

Trend Micros Scan-Modul geht recht flott zu Werke, doch die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen gehen, wie auch bei anderen Sicherheitspaketen, zu Lasten der nutzbaren Systemleistung. Beschleunigungstechniken wie Datei-Caching bei wiederholten Scans sind nicht festzustellen.

Insgesamt erzielt Trend Micro Titanium Maximum Security 2012 zwar ein gutes Ergebnis, hinterlässt jedoch einen gemischten Eindruck. Zukünftige, ausführlichere Tests müssen zeigen, ob Trend Micro bei der Desinfektionsleistung noch zulegen kann. Die vorherige Generation 2011 hat bei den ausgiebigen Zertifizierungstests unter Windows XP immerhin knapp bestanden, während einige Mitbewerber durchgefallen sind.

Mittwoch, 17.08.2011 | 15:05 von Frank Ziemann
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • Nilrem 09:55 | 17.03.2012
  • rheinwer 17:55 | 10.11.2011

    Dann sollte mein Kommentar auch zu dieser Mundpropaganda beitragen. rheinwer

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  • deoroller 17:36 | 10.11.2011

    Trend Micro bietet keine Demo-Version an
    Dann verkaufen sich deren Produkte durch Mundpropaganda.

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  • rheinwer 17:17 | 10.11.2011

    Trend Micro Internet Security 2012

    Trend Micro bietet keine Demo-Version an, sondern arbeitet mit Geld-zurück-Garantie. Da ich starke Interferenzen mit meiner The Bat! mailbox vermutete, habe ich das Programm deinstalliert und durch ein anderes Programm ersetzt, das keinerlei Probleme schuf. Bei der Geld-zurück-Garantie sieht es sehr ärgerlich aus. Trend Micro erklärt sich als nicht zuständig, da Digital River ihr Verkäufer sei. Bei Digital River erfahre ich, dass meine eingegebenen Einkaufdaten in deren Datenbank nicht aufzufinden seien. Eine alternativ eingesetzte Email-Adresse führt zu Null-Reaktion bei Digital River.

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