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24 Schutzprogramme für Windows 7 im Dauertest

23.11.2012 | 14:21 Uhr |

Bei den Zertifizierungstests des AV-Test Instituts ist Microsofts Gratislösung als einziges Produkt durchgefallen. Alle anderen Testkandidaten haben den Dauertest mit Erfolg absolviert, wenn auch zum Teil nur knapp.

Die zweimonatigen Langzeittests des Magdeburger AV-Test Instituts haben im September und Oktober unter Windows 7 (32 Bit, Service Pack 1) stattgefunden. Auf den Prüfstand kamen 24 Schutzprogramme für private Anwender, darunter auch kostenlose Lösungen. Wie schon bei vorherigen Test unter Windows 7 (64 Bit) hat Bitdefender das beste Resultat erzielt. Beim letzten Test unter Windows XP hatte Kaspersky Lab knapp die Nase vorn.

Die Produkte wurden täglich mit aktuellen Schädlingen konfrontiert und konnten dabei alle ihnen zur Verfügung stehenden Register ziehen. Sie mussten sich in den drei Kategorien Schutzwirkung (Infektionsversuche erkennen und abwehren), Reparaturleistung (Infektionen beseitigen) und Benutzbarkeit (Fehlalarme, Bremswirkung auf das System) bewähren. In jeder Kategorie sind maximal sechs Punkte erreichbar. Produkte, die in der Summe mindestens 11 Punkte erzielen, erhalten ein Zertifikat.

Gesamtergebnisse mit unterschiedlichen Gewichtungen
Vergrößern Gesamtergebnisse mit unterschiedlichen Gewichtungen

Diese Hürde haben fast alle Produkte genommen, nur Microsofts Gratisprogramm Security Essentials ist wegen mangelnder Schutzwirkung durchgefallen. Dass es auch viel besser geht, zeigen Bitdefender, F-Secure, G Data und Trend Micro, deren Schädlingsabwehr jeweils auf die volle Punktzahl gekommen ist. Bitdefender schneidet mit einer Gesamtpunktzahl von 17 Punkten klar am besten ab, vor F-Secure (15,5), Kaspersky und Norton (je 15). Trend Micros Titanium-Suite (14,5 Punkte) ist insofern einer der Gewinner dieses Tests, als der Hersteller in früheren Vergleichen oft schlechter abgeschnitten hat.

Unter den Gratisprogrammen erreicht Zonealarm (14,5 Punkte) knapp vor Avast (14) das beste Resultat. Panda Cloud Antivirus landet im letzten Viertel der Gesamttabelle und erreicht wie McAfee, Norman und AhnLab nur knapp die nötige Mindestpunktzahl für ein Zertifikat. Nur Microsoft Security Essentials ist mit 10,5 Punkten noch schlechter – trotz Bestwert in der Kategorie Benutzbarkeit reicht es insgesamt nicht für ein Zertifikat.

Wer vor der Entscheidung steht, welchem Produkt er den Schutz seines Rechners anvertrauen soll, findet im oberen Tabellendrittel genug Auswahl für jeden Geschmack und Geldbeutel, um sich nicht mit weniger Schutz zufrieden geben zu müssen.

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