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ATIs neuer High-End-Grafikchip in der HIS Radeon HD2900XT

14.05.2007 | 12:34 Uhr |

Die erste Serienkarte mit ATIs brandneuem DirectX-10-Grafikchip Radeon HD2900XT. Ob sie flotter als ihre Konkurrenz und zudem leise sowie sparsam ist (ist sie nicht), erfahren Sie in diesem Testbericht.

Grafikchip: Codename R600, Unified Shader Architektur, Shader-Model 4.0, DirectX 10, 320 Stream-Prozessoren, 740 MHz Chiptakt – das sind die Kerndaten des neuen ATI-Grafikchips Radeon HD2900XT. Von der Architektur her ist der neue Chip seiner Konkurrenz meilenweit voraus. Mit unseren Benchmarks prüfen wir, ob dies auch zu hohen Bildraten führt.

3D-Leistung: 11.884 3D-Marks bei 1024 x 768 Bildpunkten und 10.762 3D-Marks bei 1280 x 1024 Pixeln - das ist sehr hoch. Damit liegt die HIS Radeon HD2900XT auf dem Niveau einer gut 150 Euro teureren Nvidia-Geforce-8800-GTX-Karte . Leider sind die ATI-Treiber auf andere Anwendungen hin nicht ganz so stark optimiert worden. Die Bildraten bei den 3D-Spielen Far Cry (60 Bilder/s), Fear (58 Bilder/s), Quake (75 Bilder/s) und X3 (37 Bilder/s) lagen nicht nur bei hoher Auflösung und Bildqualität unterhalb derer einer Grafikkarte mit Nvidia-Geforce-8800-GTS-Chip – zudem sind die Nvidia-Modelle noch rund 120 Euro günstiger. Bei Splinter Cell 3 lag die Bildrate immerhin oberhalb einer GTS-Version, blieb allerdings noch deutlich unter der einer GTX-Karte.

Ausstattung: 512 MB GDDR3-Speicher mit 1650 MHz Effektivtakt und einem 512 Bit breiten Speicherbus - das genügt allen Anwendungen und auch die kommenden 3D-Kracher für DirectX 10 werden bestens damit auskommen. Gut gefallen hat uns das mitgelieferte Adapterangebot: Zwei DVI-VGA-Adapter, um an den beiden DVI-Schnittstellen auch analoge Anzeigegeräte anschließen zu können. Optional können Sie auch den beiliegenden, speziellen DVI-HDMI-Adapter verwenden – bei Grafikkarten mit einem der neuen 2000er-Chips wird hier auch das Tonsignal mit übertragen. Zudem finden Sie einen Vivo- (2x S-Video, 2x Composite) und einen S-RGB-Adapater sowie noch ein internes Crossfire-Kabel. Spitzenmäßig ist das Spiele-Paket dank „The Black Box“ von Valve und Steam – hier können Sie sich die Spiele Half-Life 2 Episode Two, Portal und Team Fortress 2 herunterladen (falls schon verfügbar). Zum gelegentlichen Reinschauen geeignet ist auch das Spiel Dungeon Siege. Die Tools der Videosoftwaresuite Cyberlink DVD Solution (Power Director 4, Power2go 4 und Medi@show 3) sind praktisch und hilfreich.

Handhabung: Die Grafikkarte trieb das Strommessgerät unseres Testrechners auf 295 Watt hoch – die Karte ist somit ein hemmungsloser Stromfresser, der schon laut Hersteller um die 215 Watt verbrät. Auch ist die Karte nicht besonders leise. Während sie sich im Leerlauf kaum bemerkbar macht, heulte der Lüfter unter Last mit einer Lautstärke von 51,2 dB(A) respektive 7,3 Sone auf. Das Testfazit finden Sie auf der nächsten Seite dieses Berichts.

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