Fazit: AMDs erste Desktop-CPU in 45-Nanometer-Technik zeigt sich gegenüber seinem 65-nm-Vorgänger deutlich verbessert: Bis zu 30 Prozent mehr Rechenleistung bei gleichzeitig spürbar gesunkenem Stromkonsum sind eine reife Leistung! Über alle Benchmarks gemittelt erreicht der Phenom II X4 940 Black Edition die sechstbeste Rechenleistung aller bisher getesteten Prozessoren bis 200 Euro.
Der Phenom II X4 940 trägt den Zusatz "Black Edition" - er kennzeichnet AMD-CPUs mit einem frei wählbaren Multiplikator. Der Phenom II X4 940 setzt noch auf den Prozessorsockel AM2+ und unterstützt damit nur DDR2-Speicher des Typs DDR2-800 (200 MHz) und DDR2-1066 (266 MHz). Sofern der Hauptplatinen-Hersteller ein Bios-Update für die neue Baureihe anbietet, lässt sich ein bestehendes AM2+-System problemlos mit dem Phenom II X4 aufrüsten. Laut AMD gilt das auch für ältere AM2-Hauptplatinen, allerdings mit eingeschränkter Funktionalität: Die dynamische Spannungsversorgung des Speicher-Controllers ist nicht möglich was sich in einem leicht erhöhten Stromverbrauch bemerkbar macht.
Energieeffizienz: Gegenüber dem bisherigen Spitzenmodell Phenom X4 9950 verbessert sich die Energieeffizienz des Phenom II X4 940 Black Edition um fast 38 Prozent auf nunmehr 41,4 Punkte pro Watt - eine ansehnliche Ausbeute! Zudem schließt der Phenom II zum Core i7 auf. Die Energieeffizienz des Intel Core i7 920 ist jetzt nur noch 11 Prozent höher. Deutlich bleibt hingegen der Unterschied des Phenom II gegenüber dem Core-2-Vertreter von Intel: Mit 56,6 Punkten pro Watt setzt der Core 2 Quad Q9450 rund 33 Prozent effizienter die eingespeiste Energie in Rechenleistung um.
Rechenleistung: Gegenüber dem bisherigen Spitzenmodell Phenom X4 9950 erkämpfte sich die 3-GHz-CPU einen Tempovorsprung von durchschnittlich 17 Prozent, in der Spitze sind es sogar bis zu 30 Prozent. Im Vergleich zur direkten Intel-Konkurrenz ergibt sich ein uneinheitliches Bild: Über alle Benchmarks gemittelt war der AMDs Phenom II X4 940 nur einen Tick schneller als der Core 2 Quad Q9450, Intels Core i7 920 hingegen muss sich AMDs Flaggschiff meist klar geschlagen geben. Das gilt beispielsweise für professionelle Anwendungen, bei denen der Core i7 seine acht virtuellen Rechnekerne voll auslasten kann.
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