Fazit: Der AMD Phenom II X3 720 Black Edition Die CPU ist schnell genug für gängige Software, für semiprofessionelle Aufgaben sind die drei Rechenkerne jedoch zu wenig. Zu tadeln ist zudem die geringe Energieeffizienz. Der Preis für die CPU ist angemessen - ein Schnäppchen ist der AMD Phenom II X3 720 Black Edition nicht.
AMD hat den Phenom II X3 720 Black Edition für den neuen AM3-Steckplatz konzipiert. Die Dreikern-CPU lässt sich aber auch in den meisten AM2+-Hauptplatinen verbauen - sofern der Hersteller ein Bios-Update für die AM3-CPU anbietet. Der X3 720 arbeitet mit schon recht hohen 2,8 GHz. Da bei dem Black-Edition-Modell der Multiplikator nicht gesperrt ist, können Sie die CPU zudem unkompliziert übertakten, ohne den Referenztakt außerhalb der Spezifikation betreiben zu müssen. Auch dies setzt aber entsprechende Einstellmöglichkeiten im Hauptplatinen-Bios voraus.
Bis auf den deaktivierten vierten Rechenkern trägt der X3 720 alle Ausstattungsmerkmale, die eigentlich der Top- Phenom-II-Baureihe 900 vorbehalten sind. Dazu gehören die vollen 6 MB L3-Cache, der 2 GHz schnelle Hypertransport-Link sowie der komplette Funktionsumfang von AMD64 bis hin zur SSE4-Befehlssatzerweiterung.
Stromverbrauch: Unter voller Auslastung aller Rechenkerne verbrauchte die Test-Plattform des AMD Phenom II X3 720 Black Edition 196 Watt - keine andere AMD-CPU im Test war bisher sparsamer. Ganz im Gegensatz dazu steht die Energieeffizienz der 2,8-GHz-CPU. Mit 36,2 Punkten pro Watt münzte der AMD Phenom II X4 810 knapp 13 Prozent effizienter Energie in Rechenleistung um. Gegenüber dem Spitzenmodell der Phenom-II-Familie sah der X3 720 noch schlechter aus: Der AMD Phenom II X4 955 Black Edition holte gut 25 Prozent mehr Rechenleistung pro Watt aus seinen Schaltkreisen.
Rechenleistung: Der AMD Phenom II X3 720 Black Edition machte beim Umwandeln von Musik und Videos in andere Kompressionsstufen und Dateiformate eine sehr gute Figur. Dabei konnte der Dreikerner nicht nur alle Modelle der ersten Phenom-Generation hinter sich lassen, sondern dank seiner höheren Taktrate auch die Vierkern-CPU AMD Phenom II X4 810. Bei Programmen, die vier oder mehr CPU-Kerne parallel auslasten können, musste sich der AMD Phenom II X3 720 Black Edition allen Quad Cores geschlagen geben. Im Rendering-Test von Cinebench 10 etwa, war der 2,8-GHz-Dreikerner rund 16 Prozent langsamer als der 2,6-GHz-Quad-Core AMD Phenom II X4 810.
Ausführlicher Testbericht: AMD Phenom II X3 720 Black Edition im Test
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