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AMD Athlon 64 X2 5200+

18.12.2006 | 17:44 Uhr |

Mit 2,6 GHz bringt AMD den vergleichsweise günstigen Doppelkerner Athlon 64 X2 5200+ ins Spiel. Wir klären, wie sich die AM2-CPU mit 2 MB L2-Cache gegenüber Intels Core 2 Duo schlägt.

AMDs taktstärkster Doppelkerner für den Sockel AM2 greift pro Kern auf 1 MB L2-Cache zurück. Der 2,6-GHz-Prozessor integriert einen DDR2-Speicher-Controller. Wie unsere Messungen belegen, macht das die AM2-Baureihe zwar nicht schneller bei Speicherzugriffen, trägt aber zu einem geringeren Energieverbrauch bei. Apropos Verbrauch: Das Testsystem mit dem Athlon 64 X2 5200+ konsumierte im Bereitschaftszustand mit aktiviertem Energiesparmodus moderate 116 Watt und damit fast 6 Prozent weniger als die von uns getesteten Modelle der Core-2-Duo-Baureihe. Unter Volllast stieg der Systemverbrauch auf noch akzeptable 281 Watt. Zum Vergleich: Die Verbrauchswerte der Core-2-Duo-CPUs liegt zwischen 257 (E6400) und 270 Watt (E6700). Der Athlon 64 X2 5200+ kann auf ein zeitgemäßes Ausstattungspaket verweisen: Dazu gehören unter anderem der Energiesparmodus Cool'n'Quiet, die Virtualisierungstechnik Pacifica, die 32-/64-Bit-Unterstützung, die Befehlssatzerweiterungen SSE, SSE2 und SSE3 sowie der Schutz vor Buffer-Overflows.

Den 5200+ bekommen Sie derzeit ab 230 Euro. Damit liegt der AMD-Prozessor preislich zwischen dem Core 2 Duo E6400 (200 Euro) und dem Core 2 Duo E6600 (280 Euro) und sollte für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zumindest das Rechenniveau des E6400 erreichen. Beim Transcodieren einer Musik-CD vom WAV- ins MP3-Format mit Itunes benötige der Athlon 64 X2 5200+ nur 58 Sekunden. Damit erledigte er die erste Prüfung schon einmal gut 10 Prozent schneller als Intels E6400. Als wir hingegen mit Itunes einen 1080i-Videoclip ins MPEG-4-Format überführten, benötigte der 5200+ 124 Sekunden und war damit knapp 12 Prozent langsamer als sein etwas preisgünstiger Intel-Rivale E6400. Oberwasser behielt die AMD-CPU wiederum beim Cinebench-Test: 706 Punkten im X-Rendering-Benchmark erzielte AMDs 2,4-GHz-CPU und erarbeitete sich damit gegenüber dem E6400 einen Vorsprung von gut 6 Prozent. Deutlich in Front lag der 5200+ auch im Verschlüsselungstest. Mit 150 MB/s war er beachtliche 31 Prozent flotter als der Core 2 Duo E6400.

Bei 3D-Spielen hingegen, erzielte der Athlon 64 X2 5200+ niedrigere Bildraten als der E6400. Unter Quake 4 beispielsweise war die AMD-CPU bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten, mittlerer Bildqualität und aktivierter SMP-Unterstützung rund 7 Prozent langsamer. Bei steigender Auflösung reduzierte sich zwar der Abstand auf 5 (1280 x 1024) beziehungsweise 1 Prozent (1600 x 1200), allerdings verfälscht hier wohl die Grafikkarte als limitierender Faktor bereits die Messergebnisse. Ein ähnliches Bild ergab sich unter dem Shooter F.E.A.R., bei dem wir neun Messreihen durchführen. So betrug der Rückstand des 5200+ gegenüber dem E6400 bei der niedrigsten Qualitätseinstellungen (640x480, Computer Maximum, Grafik Minimum) signifikante 11 Prozent und reduzierte sich sukzessive bis zur höchsten Qualitätseinstellungen (1024x768, Computer Maximum, Grafik Hoch) auf spärliche 2 Prozent.

Fazit: Unterm Strich behält der 5200+ gegenüber Intels E6400 Oberwasser. Seine Stärken liegen in der Audio-Encodierung und Verschlüsselung, während wir Schwächen bei der Video-Transcodierung und bei Spielen konstatieren müssen.

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