27.06.2005, 06:01

Michael Schmelzle

AMD Athlon 64 FX-57

Mehr als 1000 Euro verlangt AMD für den FX-57. Zu viel? Wir lassen die 2,8-GHz-CPU gegen die schnellsten Ein- und Zweikern-Variante von AMD und Intel antreten, die in der selben Preisklasse spielen.
Runderneuert schickt AMD seine aktuell taktstärkste CPU Athlon 64 FX-57 ins Rennen:
Der 2,8-GHz-Prozessor basiert auf dem „San Diego“-CPU-Kern und beherrscht jetzt auch die von Intel lizenzierte SSE3-Befehlssatzerweiterung. AMD fertigt den FX-57 im 90-Nanometer-Verfahren in Dresden und kann so auf knapp 155 Quadratmillimetern 114 Millionen Schaltkreise unterbringen.
Erwähnenswert ist noch die bei der Fertigung genutzte Technik SOI (Silicon-on-Insulator): Mit Hilfe einer Oxid-Schicht bekommt jedes einzelne Bauelement eines Schaltkreises eine vollständige dielektrische Isolation verpasst. So reduziert SOI die gefürchteten Leckströme und sorgt für eine geringere Verlustleistung. Grau ist alle Theorie, denn trotz kleinerer Strukturen (90 statt 130 Nanometer) sowie SOI hat der FX-57 eine deutlich höhere maximale Verlustleistung als sein Vorgänger FX-55: sie steigt um fast 17 Prozent auf ungesunde 104 Watt. Allerdings verbraten alle anderen 1000-Euro-Prozessoren noch mehr Strom (siehe Tabelle)
Maximale Verlustleistung der 1000-Euro-Prozessoren
Prozessor MTP/TDP 1)
Athlon 64 FX-57 104 Watt
Pentium 4 3,73 EE 115 Watt
Athlon 64 X2 4800+ 110 Watt
Pentium EE 840 130 Watt

1) MTP: Maximal Thermal Power (AMD), TDP: Thermal Design Power (Intel)
Ansonsten bleibt technisch alles wie gehabt: Der Athlon 64 FX-57 greift auf 128 KB L1- sowie 1024 KB L2-Cache zurück. Der Sockel-939-Prozessor unterstützt dank des integrierten 128 bit breiten RAM-Controllers Arbeitsspeicher im Zweikanal-Modus. Die Hypertransport-Schnittstelle arbeitet mit 250 MHz. Da sie jedoch sowohl bei steigender als auch fallender Flanke eines Taktsignals jeweils zwei Datenpakete überträgt, und das zudem noch in beide Richtungen, beträgt der effektive „Front Side Bus“ theoretisch 2000 MHz. Ebenfalls serienmäßig ist die 32-/64-Bit-Unterstützung, der Energiesparmodus sowie der Schutz vor Buffer-Overflows – sofern das Betriebssystem mitspielt.
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