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ACME CamOne infinity-Sportkamera im Praxistest

07.03.2014 | 15:35 Uhr |

Mit der ACME CamOne infinity 1080p Mini-HD-Sportkamera auf dem Helm stürzen Sie sich auf Skiern den Steilhang hinunter. Oder gehen damit baden. Denn die Action-Cam zeichnet Ihre Erlebnisse auf. Ein Praxis-Test auf der Piste zeigt, was die Kamera leistet.

Action-Cam für Sportbegeisterte …die Theorie

ELV verkauft die ACME CamOne infinity 1080p Mini-HD-Sportkamera für 142,95 Euro als idealen Begleiter für ambitionierte Freizeitsportler, die ihre Erlebnisse auf der Skipiste oder beim Wassersport als Video festhalten und zu Hause in Ruhe Revue passieren lassen wollen. Dafür hat ACME die Kamera in ein stabiles Gehäuse gepackt, das sich mit einem speziellen Zusatz-Case sogar gegen eindringendes Wasser schützen lässt.

Technische Daten

Die Action-Cam besitzt eine 5-Megapixel-Mini-HD-Video-Kamera mit 170-Grad-Linse, wobei sich der Aufnahmewinkel allerdings auf 127 Grad reduziert, wenn man die Videos mit 1080p aufzeichnet. Diese Full-HD-Aufnahmen in 1080p sind mit 30 Bildern pro Sekunde möglich. Videos können in den Formaten MPEG4, AVI oder MOV aufgezeichnet werden.

Gembird DCAM-005 Überwachungskamera im Test

Das aktuell aufgenommene Bild wird auf dem Kamera-Display angezeigt (3,8 cm Bildschirm-Diagonale/1,49 Zoll), das Sie aber während des Einsatzes als Helmkamera natürlich nicht sehen können. Das TFT dient eher dazu vor Fahrtbeginn die Funktion zu prüfen. Der Bildschirm ist im Vergleich beispielsweise mit Dashcams wie der Gembird 1873606 eher klein, für seine Aufgabe sollte er aber ausreichend sein.

Ein eingebautes Mikrofon zeichnet während der Fahrt den Ton auf. Die Aufnahmen lassen sich via USB 2.0 und über die HDMI-Schnittstelle zum PC übertragen, ohne dass man die microSD ausbauen muss. Apropos Speicherkarte: Es sind zwei Kartenslots für je eine Micro-SD/SDHC-Karte ab Class 4 bis 32 GB vorhanden. Einen Selbstauslöser gibt es jedoch nicht. Für die Stromversorgung dienen LiPo-Akkus. Die Kamera ist 49 x 42 x 34 mm (B x H x T) groß und wiegt 77 Gramm.

Viel Zubehör

Durchaus umfangreich ist der Lieferumfang der Kamera. So liegt beispielsweise ein wasserdichtes Gehäuse für den Einsatz in nassen Gefilden bei. Laut Hersteller soll dieses Gehäuse die Kamera bis zu 30 Meter Wassertiefe schützen. Außerdem packt ACME USB-Kabel, USB-AV-Kabel und verschiedene Adapter sowie Halterungen in das Paket. Und eine gedruckte Anleitung.

Die ACME CamOne infinity-Sportkamera auf einem Helm
Vergrößern Die ACME CamOne infinity-Sportkamera auf einem Helm
© ELV

Darüber hinaus bietet der Hersteller weiteres kostenpflichtiges Zubehör wie ein GPS-Modul (zur Anzeige von verschiedenen GPS-Daten im Kamerabild), einen externen Bildschirm (zum Betrachten des Kamerabildes, z.B. fixiert am Handgelenk), ein 5,8-GHz-Transmission-Set (überträgt das Videobild per Funk auf einen externen Bildschirm oder auf die V-Eyes-Videobrille) und die V-Eyes-Videobrille an. Standardmäßig gibt es nämlich keine Funkschnittstellen und Apps, man kann die Kamera deshalb auch nicht von einem Smartphone aus bedienen. Eine Fernbedienung fehlt ebenfalls.

Und die Praxis… CamOne infinity auf der Piste

Soweit die Theorie. Doch wie gut schlägt sich die ACME CamOne infinity 1080p Mini-HD-Sportkamera im Praxis-Einsatz? Das wollten wir wissen und ließen die CamOne infinity von einer Gruppe erfahrener Ski-Fahrer aus dem Bayerischen Wald ausprobieren. In dem idyllischen Bergdorf Waldhäuser nahe dem 0xa1d25a6760f1a30:Lusen, dem zweihöchsten Berg des Nationalparks Bayerischer Wald, lag selbst in diesem schneearmen Winter noch ausreichend von der weißen Pracht, um einen Praxistest durchführen zu können. Dabei wurde die Kamera nicht nur von Erwachsenen, sondern auch von Kindern erprobt, also auf deren Ski-Helmen befestigt.

Gute Bildqualität, Schwächen bei der Bedienbarkeit

Die Kamera ließ sich mit dem mitgelieferten Zubehör problemlos an den Helmen befestigen. Mit der Kamera können Sie nicht nur Videos, sondern auch Einzelbilder aufnehmen. Diese verwackelten im Test jedoch leicht, bei Videos beurteilten die Tester die Verwacklungsgefahr dagegen als weniger gravierend. Mit der Bildqualität zeigten sich die Probanden insgesamt durchaus zufrieden.

Es stellte sich heraus, dass man die Einzelfotos nicht auslösen kann, wenn die Kamera am Helm befestigt ist. Weil die Auslösetaste zu klein ist, als dass man sie zuverlässig blind ertasten könnte. Insbesondere, wenn man Handschuhe trägt. Wer mit der Kamera hantieren will, muss also die Handschuhe ausziehen. Darüber hinaus waren die Tester der Meinung, dass die Bedienung der Kamera insgesamt zu umständlich ist.

Die ACME CamOne infinity-Sportkamera besitzt einen relativ kleinen Bildschirm
Vergrößern Die ACME CamOne infinity-Sportkamera besitzt einen relativ kleinen Bildschirm
© ELV

Die Kamera ist gut gegen Außeneinwirkungen, Feuchtigkeit und Unfallschäden geschützt. Zudem zeichnete sie im Praxistest zuverlässig auf, was bei Action-Cams nicht immer selbstverständlich ist. Die Akku-Laufzeit empfanden die Tester bei niedrigen Außentemperaturen aber als zu kurz: So zwischen 60 und 80 Minuten hielt die Kamera mit einer Akku-Ladung durch. Für eine längere Ski-Tour ist das etwas arg knapp.

Positiv, gerade wenn die Kamera von Kindern verwendet wird: Alle Probanden empfanden die Kamera als leicht und handlich. Sie belastet also den Benutzer während der Abfahrt auf dem Steilhang nicht.

Die aufgezeichnete Strecke kann man nicht am PC auf Google Maps nachfahren. Weil die Kamera in der Grundausstattung keine GPS-Daten aufzeichnet.

Fazit: Licht und Schatten

Alles in allem kamen die Skifahrer aus dem Bayerischen Wald mit der Kamera durchaus zurecht und machten damit passable Aufnahmen. Den Preis für die Kamera empfinden die Probanden aber als zu hoch. Insbesondere wegen der als schwierig empfundenen Bedienbarkeit.

Wie unser Preisvergleich zeigt, ist die Preisspanne bei Action-Cams sehr groß. Achten Sie beim Kauf genau auf die Spezifikationen der Kameras und prüfen Sie, ob die von Ihnen ins Auge gefasste Kamera alle Funktionen bietet, die Ihnen wichtig sind. Beispielsweise ob die Kamera GPS-Daten aufzeichnet, ob sie wasserfest ist, oder ob sie sich besonders leicht bedienen lässt.

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