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8 Schutzlösungen für Unternehmen unter Windows 7

25.03.2014 | 08:27 Uhr |

AV-Test hat 8 Antivirusprogramme für Unternehmen unter Windows 7 gegen Microsofts Gratislösung antreten lassen. Bei den Zertifizierungstests über mehrere Wochen haben alle Produkte die Mindestanforderungen erfüllt, doch es gibt deutliche Leistungsunterschiede.

Beim seinem neuesten Zertifizierungstest hat das Magdeburger AV-Test Institut acht Antiviruslösungen für Arbeitsplatzrechner unter Windows 7 (64 Bit) geprüft. Als untere Messlatte haben die Tester Microsoft Security Essentials (MSE) außer Wertung mitlaufen lassen. Beim vorherigen Test unter Windows 8 war noch System Center Endpoint Protection 2012 mit am Start. Ein ernst zu nehmender Konkurrent ist MSE allerdings nicht – der gebotene Schutz ist schlicht ungenügend.

Getestet haben die Magdeburger in den drei Kategorien Schutzwirkung , Systembelastung und Benutzbarkeit (Fehlalarme). In jeder Kategorie sind sechs Punkte erreichbar, insgesamt also maximal 18. Produkte, die in jeder Kategorie wenigstens einen Punkt und insgesamt mindestens zehn Punkte erzielt haben, erhalten ein Zertifikat. Das haben alle acht Kandidaten recht mühelos geschafft, nur Microsoft hätte kein Zertifikat erhalten.

Real World Test
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Zum Nachweis der Schutzwirkung müssen Schädlinge erkannt werden, die nicht älter als vier Wochen sind. Bei dieser Prüfung sowie beim "Real World Test" mit aktuellen Bedrohungen dürfen die Schutzprogramme alle Register ziehen, über die sie verfügen. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine Momentaufnahme, denn AV-Test hat die Prüfläufe im Januar und Februar nahezu täglich wiederholt – mit frischer Malware. Die Systembelastung ergibt sich aus dem Ausbremsen üblicher Dateioperationen wie Kopieren, der Installation und Benutzung von Programmen, des Besuchs verschiedener Websites und von Downloads. Fehlalarme werden beim Besuch harmloser Websites sowie bei der Installation und Benutzung legitimer Software ermittelt.

Die durchschnittliche Erkennungsrate über alle Produkte und den gesamten Testzeitraum liegt bei 97 Prozent – allerdings nur, wenn man MSE mitrechnet. Andernfalls beträgt der Durchschnitt etwa 99 Prozent, mit 97 Prozent als niedrigstem Wert. Fünf Produkte haben hier volle Punktzahl erhalten, Kaspersky und Symantec liegen mit 5,5 Punkten dichtauf. Sophos hängt mit 4,5 Punkten etwas hinterher, Microsoft würde bei der Schutzwirkung ohne Punkte bleiben.

Ergebnistabelle
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Beim Test der Systembelastung räumt nur Trend Micro die volle Punktzahl ab, die Bremswirkung ist kaum wahrnehmbar. McAfee und Symantec haben sich verglichen damit als Systembremsen gezeigt, die Systembelastung ist jedoch noch im für Büroarbeiten vertretbaren Bereich. Erfreulich niedrig ist die Zahl der Fehlalarme: vier Produkte sind ganz ohne ausgekommen, F-Secure markiert mit fünfmal falschem Alarm bei über 850.000 Dateien bereits den Höchstwert.

In der Gesamtwertung liegt Trend Micro OfficeScan erstmals vor allen anderen. Es ist wegen seiner hier nicht geprüften Eignung zur zentralen Verwaltung in größeren Unternehmen traditionell recht beliebt. Trend Micro hat seine Erkennungsraten in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und ist nun auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern. Zum ersten Mal mit dabei ist G Data Antivirus Business, das sich mit Bitdefender punktgleich den zweiten Platz in diesem Test teilt. Das übrige Testfeld hat vor allem in der Kategorie Systembelastung Punkte liegen lassen.

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