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Razer Megalodon

21.07.2009 | 12:30 Uhr |

Acht virtuelle Lautsprecher, üppige Ausstattung, super Klang - das Razer-Megalodon-Headset ist der Traum vieler Gamer, aber nicht perfekt.

Test: Die Kontrolleinheit des Razor Megalodon.
Vergrößern Test: Die Kontrolleinheit des Razor Megalodon.
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Razer Megalodon im Test
Razer tauft sein Surround-Headset Megalodon - die gleichnamige ausgestorbene Haiart war mit bis zu 18 Meter Länge gewaltig. Ob auch der Sound gewaltig ist, zeigt unser Test. Für den Klang verantwortlich sind nicht nur die Lautsprecher in den Ohrmuscheln, sondern auch die mitgelieferte Soundkarte in der externen Kontrolleinheit. Diese hängt am Headset und findet über ein USB-Kabel Anschluss an den PC - mehr als einen freien USB-Port brauchen Sie also nicht.

Ausstattung
Das Auspack-Erlebnis des Razer Megalodon beeindruckt: Aus der schwarzen Pappschachtel schälen wir eine stabile Transporttasche, zahlreiche Anleitungsheftchen und natürlich das Razer Megalodon inklusive Kontrolleinheit. Ein Treiber liegt nicht bei - den braucht das Razer Megalodon aber auch nicht, da es ein Plug-and-Play-Gerät ist. Das Surround-Headset berechnet den virtuellen 7.1-Sound in der Kontrolleinheit und simuliert die acht Lautsprecher in den Ohrmuscheln.

Test Handhabung
Die Kabellänge des Razer Megalodon ist vorbildlich, selbst die rückseitigen USB-Anschlüsse an einem Desktop-PC waren im Test kein Problem. Die Kontrolleinheit wiegt nicht zuviel und nicht zuwenig, sie liegt sicher auf dem Tisch und erleichtert mit blauer Beleuchtung die Bedienung im Dunkeln. Der kreisförmige Lautstärkeregler ist etwas rutschig, sonst gibt es nichts zu Meckern. Bei Druck auf die "Maelstrom"-Taste schaltet das Razer Megalodon zwischen Stereo- und Surround-Sound hin und her, die mittige Taste erlaubt das Anpassen der einzelnen Sound-Kanäle wie Bass oder Front-Speaker. Das Mikrofon schalten Sie mit "Mic Mute" stumm, mit "Mic Sens" drehen Sie an der Mikro-Sensibilität und mit "Mic Level" an der Lautstärke. Der Kopfhörer ist angenehm leicht und sitzt gut, die Größenverstellung ist denkbar einfach und erfolgt über zwei seitlich angebrachte Schienen. Wegen der fehlenden Rasterung verstellt sich das Razer Megalodon leider vor allem auf kleinen Köpfen relativ leicht.

Test Klangqualität
Beim Filmgucken überzeugt uns das Razer Megalodon mit klaren Höhen und Tiefen und dank 7.1 einem runden Mittendrinn-Gefühl. Für die Musikwiedergabe schalten wir in den geeigneten Stereo-Modus per Maelstrom-Taste, 7.1 klang im Test bei MP3s entfernt und dumpf. Der Stereo-Modus muss sich nicht verstecken, könnte beim MP3-Spielen aber etwas klarer sein. Seine volle Klangkraft entfaltet das Razer Megalodon beim Spielen: Der Shooter Crysis weiß schon mit seiner Grafikpracht zu beeindrucken, im Gespann mit dem Razer-Headset sorgte er im Test für herunterklappende Kinnladen. Ein Rascheln, Schritte hinten rechts, Rufe - mehr als einmal rettet uns das Megalodon im Test das virtuelle Leben und verschafft uns einen klaren Vorteil gegenüber Stereo-Spielern.

Test-Fazit & Alternative
Spieler kommen mit dem Razer Megalodon voll auf ihre Kosten und kritisieren höchstens die etwas rutschige Bedienung oder den saftigen Preis von 150 Euro. Filmfreunde, Musikfans und alle mit kleinerem Budget - aber trotzdem hohen Ansprüchen - sollten sich das Roccat Kave 5.1 ansehen. Wer keine Surround-Buchsen am PC hat - dazu zählen die meisten Notebooks - schätzt den USB-Anschluss des Razer Megalodon besonders.

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