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Sony Vaio P

30.01.2009 | 10:19 Uhr |

Das Sony Vaio P war einer der Stars der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas: Das Mini-Notebook ist nur 600 Gramm schwer und passt in die Jackentasche. In einem kurzen Test nehmen wir ein Vorserienmodell unter die Lupe.

Was ist das Sony P eigentlich? Sony spricht von einem UPPC – einem Ultra-Portable PC. Viele Experten wollen im Vaio P das lang erwartete Netbook von Sony sehen. Doch der Preis von rund 1000 Euro und das installierte Vista rücken es eher in die Nähe eines Subnotebooks.

Auf jeden Fall ist das Sony P ein faszinierendes Stück Technik: Der mobile Winzling wiegt nur 600 Gramm. Das kleine 8-Zoll-Display zeigt die exorbitante Auflösung von 1600 x 768 Bildpunkten – normalerweise eine Auflösung für Notebooks mit 17-Zoll-Display. Als einer der ersten Mobilrechner setzt Sony im Vaio P den Intel Atom Z520 (1,33 GHz Taktrate; 512 KB L2-Cache; FSB 533 MHz) ein: Die Spar-CPU mit dem Silverthorne-Kern soll noch sparsamer arbeiten als der Netbook-Prozessor Atom N270.

Auch die Ausstattung macht das Sony P zum mobilen Allrounder, der Netbook, Smartphone und Navi ersetzen soll: Im Mini-Laptop steckt ein HSDPA-Modem, das Downloadraten von bis zu 7,2 MBit/s schafft. Außerdem verfügt das Sony P über einen GPS-Empfänger: Eine Routing-Software liegt nicht bei. Stattdessen lässt sich beispielsweise Google Maps zur Standortbestimmung nutzen.

Kleines Display, riesige Auflösung
Die hohe Auflösung macht die Darstellung gestochen scharf und erlaubt, Programmfenster auf dem Breitbild-Display übersichtlich zu positionieren. Schrift und Icons erscheinen aber extrem klein: Je nach Sehstärke muss man das Vaio P so nahe wie ein Handy vors Gesicht halten, um Details auf dem Bildschirm erkennen zu können. Selbst bei vergrößerter Windows-Schrift ermüdet das Arbeiten mit dieser Auflösung die Augen schnell. Hinzu kommt, dass Vista aufgrund der größeren Schrift den Text in vielen Menüfenstern abschneidet.

Ein weiterer Nachteil der hohen Auflösung: Das Navigieren per Trackpoint gestaltet sich extrem schwierig, da man sehr genau zielen muss, um einen bestimmten Punkt mit dem Mauszeiger zu treffen. Die Tastatur gefiel uns dagegen uneingeschränkt: Sie ist stabil, die Tasten besitzen einen deutlichen Druckpunkt und sind ausreichend groß. Für Texte ist das Sony P daher besser geeignet als manches Netbook mit Mini-Tastatur und verwirrendem Tasten-Layout.

Multimedia (über)fordert den Zwerg
Als Arbeitsrechner kommt das Vaio P also kaum in Frage. Wie sieht es mit Multimedia aus? Das Display zeigt schöne, neutrale Farben und ist sehr hell – ideal für Fotos. Die Rechenleistung des Vaio P genügt auch, um Divx-Videos in Standardauflösung oder DVDs ruckelfrei abzuspielen – die CPU-Last liegt dann bei rund 50 Prozent. Öffnet man aber während der Wiedergabe das Kontext-Menü der Abspiel-Software, treten Bildruckler auf. Flash-Videos - beispielsweise von You Tube überfordern den Winzling meist – die Darstellung im Vollbildmodus ist unmöglich. Auch beim Abspielen von High-Definition-Videos scheitert das Vaio P: Die CPU-Last liegt konstant bei 100 Prozent, es treten Bildruckler und Tonaussetzer auf.

Beim Abspielen eines Divx-Videos im Akkubetrieb hielt das Sony P 1:45 Stunden durch – das ist okay, für ein mobiles Gerät aber keine echte Glanzleistung.

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