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Nintendo 3DS Produkteinschätzung

Freitag den 01.04.2011 um 15:00 Uhr

Nintendo beweist eine glückliche Hand für mobile Spielekonsolen. Nach dem Gameboy und dem Nintendo DS folgt jetzt mit dem Nintendo 3DS eine neue Spielkonsole für unterwegs mit dem Potential die Konkurrenz auf dem Markt weit hinter sich zu lassen.
© Nintendo

Es sind weniger die reinen technischen Daten des Nintendo 3DS, die die Konsole zu einem Senkrechtstarter unter den Handhelds macht. Der ARM11-Prozessor mit 266 MHz und die PICA200-GPU mit 133 MHz Takt reißen zwar keine Bäume aus, in Verbindung mit den beiden relativ niedrig auflösenden Bildschirmen reicht es aber für eine ausreichende Grafikqualität.

Der Clou des Nintendo 3DS jedoch ist die eingebaute 3D-Funktion des oberen Bildschirms. Agiert das untere 3-Zoll-Display wie schon beim DS noch als Touchscreen, zeigt das obere, mit 3,53 Zoll etwas größere, Display den Spielinhalt in stereoskopischem 3D an. Und das dank einer Parallax-Barierre ohne zusätzliche und störende 3D-Brille. Ein Regler an der Seite des Handhelds dient zum Einstellen des 3D-Effektes, auf Wunsch lässt dieser sich auch komplett deaktivieren. Mit dem 3D-Display des Nintendo 3DS lassen sich neben Spielen auch Filme in 3D wiedergeben, ein SD-Kartenleser für eigene Dateien bietet die Konsole. Gerade beim Spielen unterwegs ist es sinnvoll den 3D-Effekt auszuschalten. Der sogenannte Sweet-Spot, also der Punkt, an dem der 3D-Effekt problemlos zu sehen ist, fällt beim Nintendo 3DS leider relativ gering aus. Im fahrenden Bus oder Zug ist es daher fast unmöglich sich auf den 3D-Effekt zu konzentrieren, es erscheinen durch das Wackeln dauernd Geisterbilder. Sitzt oder steht der Nutzer aber bequem überzeugt der räumliche Effekt durch eine beeindruckende Tiefenwirkung.

An der Außenseite der Konsole sind zudem zwei Kameras mit VGA-Auflösung angebracht. Diese können Fotos und Videos aufnehmen, auf Wunsch auch in 3D. Einige Spiele nutzen die Kameras zudem für sogenannte Augmented-Reality-Effekte. So wird beispielsweise eine Spielkarte auf den Tisch gelegt und mit der Kamera des Nintendo 3DS aufgenommen. Auf dem Bildschirm des Nintendo 3DS erscheint jetzt aus der Spielkarte heraus beispielsweise ein Drache, der mit Pfeilen beschossen werden muss. Dabei ist es sogar nötig, um die Karte herumzugehen um mit der Kamera auch die Rückseite des Drachen einfangen zu können. Spannend, innovativ und vielseitig einsetzbar - vor allem in Verbindung mit dem beeindruckenden 3D-Effekt des Nintendo 3DS.

Auch wenn die Akkulaufzeit mit 3 bis 5 Stunden (je nach Bildschirmhelligkeit und Nutzungsweise) etwas enttäuschend ausfällt und der 3D-Effekt etwas Konzentration erfordert, ist das Nintendo 3DS eine beeindruckende mobile Spielkonsole. Den räumlichen Effekt bei 3D-Spielen kann kein Mitbewerber des Nintendo 3DS momentan bieten, da hilft den Konkurrenzkonsolen auch keine hochauflösende Grafik.

Fazit der Fachmedien

CNET : 'Die Nintendo 3DS macht einen sehr vielversprechenden Eindruck. Besonders beeindruckend ist der 3D-Effekt, der komplett ohne lästige Brillen oder andere Hilfsmittel ausgezeichnet funktioniert und sich mittels Schieber in seiner Tiefe einstellen lässt. Diese Technik könnte die dreidimensionale Darstellung zumindest bei Spielen endlich massentauglich machen.' ...

Freitag den 01.04.2011 um 15:00 Uhr

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