3D Printer

PC-WELT-Test

09.07.2012 | 09:26 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Materialzufuhr per Rolle: Überkreuzte Plastikfäden mag der
Up! nicht.
Vergrößern Materialzufuhr per Rolle: Überkreuzte Plastikfäden mag der Up! nicht.

Im Test des UP! hat der 3D-Drucker Probleme mit der Zuführung des Kunststoff-Rohmaterials. Sobald sich die Fäden auf der Rolle überkreuzen, stockt bald darauf die Zufuhr zur Düse. Der Drucker gibt zuerst nur auf der Stelle Material aus, später erhält er gar keinen Kunststoff mehr, bewegt den Druckkopf aber weiter. Manko: Das Steuerungsprogramm des Druckers gibt keine Fehlermeldung aus. Es bleibt im Endeffekt nichts anderes übrig, als den Druck ganz abzubrechen oder zumindest so lange zu stoppen, bis die Materialversorgung wieder sichergestellt ist. Unser Rat: Bleiben Sie auf jeden Fall in der Nähe des 3D-Druckers, so lange er arbeitet. Dann haben Sie eine Chance, die Rolle mit dem Kunststoff im Auge zu behalten. Mit locker aufgewickeltem ABS kommt das Gerät im Test ohne Probleme zurecht.

Fertiges Objekt schnell nachbearbeiten

Tasse mit Stützmaterial, das entfernt werden
muss.
Vergrößern Tasse mit Stützmaterial, das entfernt werden muss.

Mit dem Nachbearbeiten des fertigen Gegenstands sollte man schnell sein. Der Grund: Je härter der Kunststoff, desto schwieriger lässt er sich entfernen. Die mitgelieferten Werkzeuge wie der Heber und die Holzschnitzinstrumente sind für grobe Arbeiten gut geeignet. Filigrane Tätigkeiten übernehmen besser Feilen und Schleifpapier. Ohne Nachbearbeiten geht es jedoch auf keinen Fall.

Testfazit zum Up!: solides Gerät trotz kleiner Schwächen

Für einen 3D-Drucker ist der UP! Personal Portable 3D Printer kompakt gebaut. Er findet damit leicht ein Plätzchen auf dem Schreibtisch oder im Hobbyraum. Gleichzeitig beschränkt die schmale Bauweise zwangsläufig die Größe der Objekte (maximal 14 x 14 x 13,5 Zentimeter (Breite x Tiefe x Höhe)). Im Test arbeitet der Up! solide und unermüdlich. Allerdings sollte er nicht allein gelassen werden, um zu verhindern, dass sich die Plastikfäden verheddern und damit die Zuführung zur Düse unterbrochen wird. Gut beraten ist man, die Plattform, auf der das 3D-Objekt gebaut wird, vorzuheizen. Ist sie zu kalt, haftet der Kunststoff nicht auf der Oberfläche und der Druck geht im schlimmsten Fall schief. Auch die Tatsache, dass der Up! keine Fehlermeldungen an den angeschlossenen Rechner sendet, finden wir etwas gewöhnungsbedürftig. Sonst hat der Up! in der Redaktion helle Begeisterung ausgelöst. Jeder Kollege, der den Up! sieht, hat sofort eine Idee, was er drucken könnte – vom Logo der PC-WELT bis zum Verbindungsstück für den Gartenschlauch. Das 3D-Drucken ist jetzt schon eine super Sache für Tüftler und Bastelfreunde. Um es im Massenmarkt zu etablieren, wird jedoch noch eine Weile vergehen.

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