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Acer Aspire 5738DG im Test

25.02.2010 | 09:30 Uhr |

Das Acer Aspire 5738DG bietet echtes 3D: Es liefert dank Spezial-Display und -Brille Spiele, Filme und Fotos in stereoskopischen Bildern. Die PC-WELT hatte das Notebook mit 15,6-Zoll-Display im Test.

3D ist der Trend des Jahres - nicht nur im Kino mit Publikumsrennern wie "Avatar". Auch PC-Monitore und Notebooks wollen dem Anwender mit stereoskopischen Bildern eine neue Dimension erschließen.
Das Acer Aspire 5738DG ist eines der ersten Notebooks mit einem speziellen 3D-Display. Darauf lassen sich passende Inhalte - zum Beispiel auf 3D-DVDs - stereoskopisch betrachten, wenn man die mitgelieferte Polfilterbrille aufsetzt. Einige - teilweise sehr eindrucksvolle - Beispiel-Filme und -Fotos hat Acer vorinstalliert.
Die Software Tridef 3D übernimmt die Wiedergabe der Stereoskopie-Inhalte. Sie kann außerdem 2D-Filme, Spiele und Bilder in dreidimensionale Inhalte umwandeln. Dazu startet man die Dateien mit der Tridef-Software. Bei umgewandeltem Material beeindruckte der 3D-Effekt des Acer Aspire 5738DG aber meist deutlich weniger. Einige Spiele und Filme bekamen tatsächlich eine deutlich wahrnehmbare Raumtiefe. Bei vielen Filmen wirkte der 3D-Effekte aber sehr aufgesetzt: Objekte im Vordergrund wirkten wie auf den Hintergrund aufgeklebt.

Display
Ohne Brille und 3D-Inhalte lässt sich das 15,6 Zoll große Display im Acer Aspire 5738DG ganz normal nutzen: Dank der intensiven Farbwiedergabe und der gleichmäßigen Ausleuchtung eignet es sich gut zum Anschauen von Filmen und Fotos. Dazu dunkelt man aber idealerweise das Umgebungslicht ab, denn das Display im Acer-Notebook spiegelt deutlich und die Helligkeit liegt nicht besonders hoch.
Wenn das Notebook mit voller Kraft arbeitete, hörte man den Lüfter mit bis zu 1,2 Sone. Das ist deutlich wahrnehmbar, stört aber nicht.

Tempo
Das Acer Aspire 5738DG bringt eine sehr ordentliche Rechenleistung bei Standard-Anwendungen wie Office, Bild- und Videobearbeitung. Aktuelle 3D-Spiele - besonders, wenn sie DirectX-10-Effekte nutzen - bewältigt die Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD4570 dagegen nicht ruckelfrei in der maximalen Auflösung von 1366 x 768. Die meisten DX9-Spiele laufen aber flüssig.

Ausstattung
Das AcerAspire 5738DG bietet eine rundum ordentliche Ausstattung: 500-GB-Festaplatte und DVD-Brenner sind zwar auch bei günstigeren Notebooks inzwischen Standard. Nicht dagegen aber ein schneller Netzwerkchip mit Gigabit-Tempo oder Bluetooth. WLAN unterstützt das Acer Aspire 5738DG nach dem aktuellen Standard 802.11n.
Ein e-SATA-Anschluss hat das Acer Aspire 5738DG nicht. Er lässt sich auch nicht über eine Expresscard nachrüsten, denn dem Notebook fehlt ein passender Einschub. Es unter anderem bietet vier USB-Anschlüsse, drei Audiobuchsen sowie einen Fingerabdruckleser.

Akkulaufzeit
Im Akkubetrieb schnitt das Acer Aspire 5738DG ganz passabel ab: Es hielt knapp 3,5 Stunden durch - das geht angesichts der Ausstattung noch in Ordnung. Allerdings wiegt es 2,86 Kilogramm: Die meisten Notebooks mit 15,6-Zoll-Display sind etwas leichter.

Handhabung
Die Tastatur im Acer Aspire 5738DG ist sehr stabil und federt beim Tippen kaum. Die Tasten besitzen einen angenehm klaren Druckpunkt. Sie liegen oberhalb der Tastaturfläche und scheinen daher über ihr zu schweben. Ein schöner optischer Effekt - aber im Alltag auch eine böse Staub- und Bröselfalle, denn die Kleinteile sammeln sich unter den Tastenkappen.

Fazit: Mit dem Acer-Notebook steigt man günstig in die 3D-Technik ein - und bekommt außerdem ein recht schnelles und gut ausgestattetes Allround-Notebook. Eine leistungsfähigere Grafikkarte würde aber besser zum Aspire 5738DG passen.

Varianten: Acer Aspire 5738DG-744G50MN: getestet
Acer Aspire 5738DG-884G64MN: Intel Core 2 Duo P8800 (2,66 GHz), 640 GB Festplatte

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