3D-Animation

iClone 3

Freitag, 13.02.2009 | 08:30 von Dirk Bongardt
Die Software iClone 3 erstellt Filme mit animierten Objekten in einer virtuellen, dreidimensionalen Umgebung. Im Test gelang das nach kurzer Zeit sehr einfach.

Wie die Erfolge von Filmen wie „Shrek“, „Madagaskar“ oder „Ice Age“ zeigen, liegen Animationsfilme im Trend. Filme mit animierten Objekten in einer virtuellen, dreidimensionalen Umgebung zu erstellen, ist auch die Aufgabe der Software iClone 3. „In Echtzeit“, verspricht gar die Packungsaufschrift. Ganz so schnell gelangen uns die ersten Schritte in unserem Test allerdings nicht. Das lag auch an der Installation: In der Verpackung liegt eine Menge Papier, aber nur auf einem der Blätter sind die erforderlichen Seriennummern aufgedruckt.

Zwei Seriennummern sind erforderlich, weil der Software ein zweites, durchaus wichtiges Programm beiliegt: „3D Xchange 2“ wandelt mit anderer Software erstellte 3D-Objekte in solche um, die von iClone genutzt werden können, unter anderem von Google Sketchup, DAZ Studio, Poser oder Bryce, oder aus dem schier unerschöpflichen Vorrat aus Googles 3D Warehouse. Importieren lassen sich übrigens auch Personenfotos. Deren Gesichter schmücken dann die animierten Charaktere, sodass sowohl die gesamte Verwandt- und Bekanntschaft, als auch „echte“ Stars in den Filmen mitwirken können.

Handhabung: Zunächst testeten wir die Software aber mit den mitgelieferten Objekten und Charakteren. iClone 3 bietet zur Erstellung der Animation zwei Modi: Im Editor-Modus konnten wir zunächst unsere 3D-Welt samt Landschaft, Himmel, Requisiten und Darstellern erschaffen.

Um die dann in Bewegung zu versetzen, wechselten wir in den Regie-Modus. Im Regiemodus konnten wir Requisiten und Darsteller wie in einem 3D-Computerspiel durch die zuvor erstellte 3D-Welt bewegen. Die Entwickler nennen diese Arbeitsweise, durchaus treffend, „Play-to-create“. Es dauerte allerdings eine Weile, bis wir uns an die Steuerung von Charakteren, Requisiten und Kamera gewöhnt hatten und die Szenen wie geplant „im Kasten“ waren. Das gedruckte Benutzerhandbuch ist, gemessen an den Möglichkeiten der Software, leider etwas knapp ausgefallen, während die beiliegenden Beispielanimationen sich als sehr hilfreich erwiesen haben.

Ein Beispiel-Video, das mit iClone erstellt wurde, finden Sie hier .

Fazit: Im Vergleich zu anderer 3D-Software bietet iClone 3 eine extrem steile Lernkurve. Kreative, die schon immer ihren eigenen Animationsfilm drehen wollten, werden hier zum Taschengeldpreis bestens bedient.

Alternative: Poser Pro ( http://my.smithmicro.com ) bietet ähnliche Funktionen, ist aber erheblich teurer.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 1,9

Anbieter:
S.A.D.
Weblink:
www.s-a-d.de oder http://www.reallusion.com/de
Preis:
80,- Euro
Betriebssysteme:
Windows XP, Vista
Plattenplatz:
ca. 1000 MB
Freitag, 13.02.2009 | 08:30 von Dirk Bongardt
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