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Im Test: Packard Bell Dot s

05.06.2009 | 10:00 Uhr |

Günstig und schön: Das 10-Zoll-Netbook Dot S von Packard Bell kostet nur 300 Euro. Doch der Test belegt, dass der Hersteller nicht nur beim Preis gespart hat.

Mit 1,1 Kilogramm gehört das Packard Bell Dot s zu den leichtesten Netbooks mit 10-Zoll-Display. Nur der deutlich teurere Netbook-Schönling Asus Eee PC S101 kann da mithalten. So viel Glanz verbreitet das Packard Bell Dot s zwar nicht: Doch mit seinem schwarzlackierten Deckel und seinem recht schmalen Gehäuse muss man es auch nicht verstecken.

Akkulaufzeit: Viel zu kurz
Doch die Leichtigkeit des Packard Bell Dot s hat einen großen Haken: Der Hersteller spendiert dem Netbook nur einen mickrigen 3-Zellen-Akku mit 24Wh: Damit hält das Mini-Notebook nur 2:20 Stunden beim WLAN-Surfen und nicht einmal zwei Stunden beim Abspielen eines Videos durch - enttäuschend.

Display: Hell, aber auch spiegelnd
Dabei könnte das Leichtgewicht unterwegs viel Spaß machen: Das Display spiegelt zwar deutlich, ist aber auch sehr hell. Man kann es zumindest unter bewölktem Himmel einigermaßen problemlos ablesen. Farben stellt es sehr intensiv dar - allerdings mit einem leichten Rotstich. Der stört aber höchstens, wenn man Fotos nicht nur anschauen, sondern auch bearbeiten will.

Tastatur: Gutes Schreibgefühl
Die Tastatur des Packard Bell Dot s ist ein bisschen kleiner als bei anderen 10-Zoll-Netbooks. Daher liegen die Tasten auch nur in einem Abstand von 17 Millimetern - die meisten anderen Netbooks besitzen ein 17,5 Millimeter breites Raster. Doch trotzdem kann man schnell und angenehm tippen: Die Tastatur sitzt stabil im Gehäuse, der Tastenanschlag ist recht deutlich. Der Touchpad fällt ziemlich klein aus, unterstützt aber Mehrfinger-Gesten, etwa zum Zoomen in Bildern und zum Blättern.

Ausstattung: Standard - aber nicht ganz
Bei der Ausstattung unterscheidet sich das Packard Bell Dot S kaum von anderen Netbooks: Es bietet eine 160 GB große Festplatte, drei USB-Anschlüsse, einen VGA-Ausgang sowie Netzwerkanschluss, zwei Audiobuchsen, Web-Cam und einen Kartenleser. Das WLAN-Modul arbeitet aber nur mit dem langsameren 11g-Standard und auch Bluetooth hat das Packard Bell Dot s nicht an Bord. Wer aufrüsten will, kommt mit wenigen Handgriffen an den Arbeitsspeicher und die Festplatte - vorbildlich.

Fazit: Der Preis ist heiß - doch die Akkulaufzeit viel zu kurz
Das Packard Bell ist leicht und günstig. Doch was man bei Gewicht und Preis spart, fehlt bei der Akkulaufzeit - rund zwei Stunden sind für ein Netbook nicht akzeptabel. Dieses Manko verhindert eine bessere Platzierung des Packard Bell Dot s: In allen anderen Kriterien - Display, Tastatur und Ausstattung - schneidet es nämlich ordentlich ab.

Alternativen: Ähnlich günstig bekommen Sie derzeit das Lenovo Ideapad S10e , das rund 200 Gramm schwerer ist, aber im Akkubetrieb doppelt so lange durchhält. Die ideale Kombination aus langer Akkulaufzeit, gutem Display und tippfreundlicher Tastatur bietet das Samsung NC10 .

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