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Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA im Test

16.09.2009 | 15:11 Uhr |

20 Euro sind nicht viel Geld für ein Festplattengehäuse. Wie wohl sich eine Festplatte im Sharkoon Rapid-Case fühlt, wie heiß sie wird und wie flott Daten zwischen PC und Festplatte hin- und herwandern, sagt unser Test.

Das Festplattengehäuse Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA bietet einer 3,5-Zoll-Festplatte mit S-ATA-Schnittstelle Platz. Außen ist eine USB-Schnittstelle zu sehen – hier stecken Sie das mitgelieferte USB-Kabel an, um die externe Festplatte mit dem PC zu verbinden. Im Lieferumfang ist zudem ein Steckernetzteil enthalten sowie ein kleiner Zettel, auf dem eine nur sehr rudimentäre Installationsanleitung zu erkennen ist. Im Karton zum 3,5-Zoll-Festplattengehäuse liegt noch ein Schraubendreher, ein Tütchen mit Schrauben sowie ein kleines Schaumgummiplättchen.

Lieferumfang des Festplattengehäuses Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA
Vergrößern Lieferumfang des Festplattengehäuses Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA
© 2014

Installation: Zuerst müssen Sie das Gehäuse auseinanderschrauben. Die Festplatte fixieren Sie auf einer Grundplatte – das Gehäuse wirkt robust. Die Installation geht recht schnell vonstatten – rechnen Sie mit einer Dauer von etwa 10 bis 15 Minuten. Wollen Sie die Festplatte hinstellen, sollten Sie zur Stabilisierung den Standfuß anbringen. Wahlweise lässt sich das Festplattengehäuse auch hinlegen, dann lassen Sie den Standfuß weg. Das USB-Kabel ist mit einem Meter Länge etwas kurz, das Kabel des Steckernetzteils mit 1,5 Meter Länge gerade richtig.

Tempo: Wir kopieren 10 GB Musikdateien auf die externe Festplatte, um zu sehen, wie schnell der Festplatten-Controller im Gehäuse arbeitet. Dieser Brückenchip, der zwischen USB- und S-ATA-Schnittstelle vermittelt, ist nämlich das Nadelöhr. Beim Lesen erlaubte er ein Datentransfertempo von 24,2 MB/s – ein guter Wert. Beim Schreiben kam das 3,5-Zoll-Festplattengehäuse auf 24,5 MB/s – ebenfalls okay. Das Duplizieren der Daten erledigte das Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA nur mit einem Tempo von 13,3 MB/s. Insgesamt waren wir mit der Geschwindigkeit des 3,5-Zoll-Festplattengehäuses zufrieden. Wollen Sie mehr Tempo, müssen Sie zu einem Gehäuse mit eSATA-Schnittstelle greifen – aktuelle PCs warten mit entsprechenden Anschlüssen auf, sie sitzen meist direkt neben den USB-Anschlüssen an der PC-Rückseite.

Kühlung: Ein Festplattengehäuse muss dafür sorgen, dass die verbaute Festplatte nicht den Hitzetod stirbt. Wie gut das ein Festplattengehäuse schafft, prüfen wir mit zweierlei Temperaturmessungen. Bevor wir messen, lassen wir die Festplatte eine Stunde laufen. Im ersten Schritt platzieren wir einen Temperatursensor im Gehäuse und messen so, wie heiß die Luft im Festplattengehäuse wird. Im zweiten Schritt nehmen wir ein Infrarotthermometer zur Hand – dieses arbeitete berührungslos. Wir messen die Gehäusetemperatur von außen. Dann öffnen wir es und prüfen, wie heiß die Festplatte selbst sowie deren Elektronik geworden ist.
Das Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA kühlt die verbaute Festplatte relativ schlecht. Nach einer Stunde war die Luft im Gehäuse schon 39 Grad heiß. So kann die verbaute 7200er-Festplatte Western Digital Caviar Black WD2001FASS ihre Verlustleistung kaum noch abgeben. Sie heizte sich im Test auf 49 Grad auf (bei einer Außentemperatur von 22 Grad) – das ist schon grenzwertig, denn eine Festplatte sollte immer kühler als 60 Grad bleiben. Und beim Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA bleiben einfach zu wenig Reserven: Scheint mal etwas Sonne auf das Gehäuse oder an einem besonders heißen Sommertag kann die 60-Grad-Grenze schnell überschritten werden, was der Lebensdauer der Festplatte schadet.

Mit USB-Schnittstelle: Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA
Vergrößern Mit USB-Schnittstelle: Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll SATA
© 2014

Fazit: Robustes und für ein USB-Modell flottes Festplattengehäuse, das mit einem Preis von 20 Euro sehr günstig zu haben ist. Aufgrund der nur ausreichenden Festplattenkühlung sollten Sie in das Gehäuse nur 5400er-Platten verbauen, 7200er könnten durchaus Schaden nehmen und einen Datencrash verursachen.

Varianten:
Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll (mit interner EIDE-Schnittstelle und USB-Anschluss)
Sharkoon Rapid-Case 3,5 Zoll eSATA (mit interner S-ATA-Schnittstelle und USB- sowie eSATA-Anschlüssen)
Sharkoon Rapid-Case 2,5 Zoll (für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit EIDE-Schnittstelle)
Sharkoon Rapid-Case 2,5 Zoll SATA (für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit S-ATA-Schnittstelle und USB-Anschluss)
Sharkoon Rapid-Case 2,5 Zoll eSATA (für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit S-ATA-Schnittstelle und USB- sowie eSATA-Anschlüssen)

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