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Western Digital Caviar GP WD10EACS

02.04.2008 | 11:11 Uhr |

Mit lediglich 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet Western Digitals Terabyte-Festplatte Caviar GP WD10EACS. Das macht die 3,5-Zoll-Laufwerk traumhaft leise. Wie unser Test zeigt, wirkt sich das allerdings auch negativ auf die Geschwindigkeit aus.

Platz satt: 1000 GB Bruttokapazität bietet die Caviar GP WD10EACS von Western Digital. Aktuell ist die 3,5-Zoll-Festplatte bereits ab 165 Euro zu haben. Mit einer formatierten Kapazität von 932 GB ergibt sich somit ein günstiger GB-Preis von 17 Cent. Der Datenpuffer hat eine Größe von 16 MB - ein magerer Wert für hochkapazitive 3,5-Zoll-Laufwerke.

Zu den Besonderheiten der SATA/300-Festplatte gehört die ungewöhnlich niedrige Rotationsgeschwindigkeit, mit der die Laufwerkselektronik die insgesamt vier Datenscheiben bewegt: sie liegt in der Spitze bei lediglich 5400 Umdrehungen pro Sekunde. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Datentransferraten:

Lediglich rund 80 MB/s konnte die Western Digital Caviar GP WD10EACS maximal über die SATA/300-Schnittstelle schicken. Damit entpuppte sich das Caviar-Laufwerk als langsamste 1000-GB-Festplatte des Terabyte-Quartetts im Testcenter - die Modelle von Hitachi, Samsung und Seagate waren zwischen 8 und 50 Prozent schneller.

Durchschnittlich erreichte das Western-Digital-Laufwerk ebenfalls schwache 62 MB/s. Auch die minimalen Datenraten, die bei den Terabyte-Monstern von Samsung und Seagate durch die Bank über 50 MB/s lagen, waren bei der Western Digital Caviar GP WD10EACS nicht berauschend: Nur schwache 39 MB/s beim Lesen und 40 MB/s beim Schreiben schaffte das 3,5-Zoll-Laufwerk von Western Digital.

Ebenfalls der - für 3,5-Zoll-Festplatten - gemächlichen Drehzahl von maximal 5400 Rotationen pro Minute geschuldet waren die miserablen Zugriffszeiten: Die Western Digital Caviar GP WD10EACS benötigte für den Fullstroke-Zugriff 14,9 Millisekunden, mit aktiviertem automatischem Akustik-Management (AAM) verdoppelte sich nahezu die Zugriffszeit auf indiskutable 21,8 Millisekunden. Noch akzeptabel war hingegen die durchschnittliche Zugriffszeit: sie betrug 7,4 Millisekunden und erhöhte sich mit AAM lediglich um 0,1 Millisekunden.

Während die niedrige Rotationsgeschwindigkeit sich negativ bei den Tempomessungen auswirkt, ist sie für die Laufruhe ein Segen: Wir ermittelten für die Western Digital Caviar GP WD10EACS flüsterleise 21,2 dB(A) respektive 0,3 Sone im Leerlauf. Beim Zugriff arbeitete die Caviar GP WD10EACS mit 25,3 dB(A) beziehungsweise 0,7 Sone unauffällig und konnte dank AAM die Geräuschkulisse auf sagenhafte 22,9 dB(A) respektive 0,3 Sone absenken - sehr gut!

Fazit: Wir können der Western Digital Caviar GP WD10EACS die schwachen Transferraten und behäbigen Zugriffszeiten nicht zum Vorwurf machen - sie sind der niedrigen Rotationsgeschwindigkeit geschuldet. Trotzdem: Suchen Sie eine schnelle 3,5-Zoll-Festplatte, sind Sie mit dem Caviar-Modell schlecht beraten. Wer hingegen eine große Platte für seinen Media-Server oder Wohnzimmer-PC sucht, liegt mit der WD10EACS richtig: Hier kann sie ihre - teuer erkauften - Vorteile ausspielen: flüsterleise und stromsparend. Und mit 17 Cent pro GB hat die Terabyte-Festplatte einen noch fairen Preis.

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