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26 Schutzprogramme für Windows 7 geprüft

18.09.2013 | 16:24 Uhr |

In einem zwei Monate dauernden Zertifizierungstest hat AV-Test 25 Schutzprogramme für Heimanwender gegen Microsoft Security Essentials antreten lassen. Jeder der Kandidaten bietet besseren Schutz vor Malware als Microsofts Gratisprogramm.

In diesem Jahr hat das Magdeburger AV-Test Institut das Bewertungsschema bei seinen Zertifizierungstests geändert. Dazu gehört auch, dass Microsoft Security Essentials (MSE) zwar nicht als Testkandidat teilnimmt, jedoch als Maßstab für die übrigen Produkte dient. Die Messlatte hängt damit allerdings sehr niedrig, denn schlechteren Schutz als MSE bietet keines der getesteten und zertifizierten Programme. Dieser Test hat unter Windows 7 (SP1, 64 Bit) stattgefunden, der vorherige unter dessen 32-Bit-Fassung.

Wie üblich sind insgesamt maximal 18 Punkte erreichbar, je sechs in den Kategorien Schutzwirkung, Systembelastung und Benutzbarkeit. Den Schutz vor Malware prüfen die Magdeburger in so genannten Real-World-Tests unter realistischen Bedingungen und mit Schädlingen, die nicht älter als vier Wochen sind. Die Belastung des Systems bemisst sich daran, in welchem Maß ein Schutzprogramm den Windows-Start sowie gängige Dateioperationen wie das Kopieren ausbremst. In der Kategorie Benutzbarkeit werden Fehlalarme bewertet, also Eingriffe der Sicherheits-Software bei nachgewiesenermaßen harmlosen Dateien. Produkte, die insgesamt zehn Punkte sowie in jeder Kategorie zumindest einen Punkt erzielen, erhalten ein Zertifikat.

Ergebnistabelle mit Gewichtungen
Vergrößern Ergebnistabelle mit Gewichtungen

Die Ergebnistabelle bietet zwei unterschiedliche Gewichtungen der Testergebnisse an. Die Reihenfolge resultiert aus der letzten Spalte. Auf den vorderen Plätzen drängen sich die fünf Schutzlösungen der Hersteller Bitdefender, Kaspersky Lab, Symantec/Norton, F-Secure und G Data. Sie liegen mit geringen Unterschieden dicht beisammen und verfehlen nur knapp die Höchstpunktzahl. Zum Teil entscheiden nur ein oder zwei Fehlalarme mehr oder weniger über die Reihenfolge.

Dahinter zieht sich das Feld weiter auseinander, die Unterschiede werden größer. Im Mittelfeld paart sich eine noch gute Schutzwirkung entweder mit zu hoher Systembelastung oder zu vielen Fehlalarmen. Den höchsten Ressourcenverbrauch haben die Tester bei Eset Smart Security und der Norman Security Suite ermittelt. Bei Norman kommen auch noch eine wenig zufrieden stellende Schutzwirkung und viele Fehlalarme hinzu.

Bei den Gratislösungen schneidet Avast Free Antivirus 8.0 am besten ab, bremst jedoch den PC zu stark aus. Es folgen Panda Cloud Antivirus und AVG Anti-Virus Free. Microsoft Security Essentials kann in diesem Test nicht einmal mit einer geringen Zahl an Fehlalarmen so richtig punkten. Der Hersteller hat jedoch die Systembelastung reduzieren können. Ein Zertifikat hätte MSE jedenfalls auch dieses Mal nicht erhalten.

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