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25 Schutzpakete für Windows XP geprüft

25.11.2013 | 17:04 Uhr |

Das AV-Test Institut hat 24 Sicherheitslösungen für Windows XP mit Microsofts Gratisprogramm Security Essentials verglichen. Alle bieten besseren Schutz als MSE, doch zwei erhalten trotzdem kein Zertifikat. Ein Produkt erreicht die Maximalpunktzahl.

Das Magdeburger AV-Test Institut stellt regelmäßig eine Auswahl der auf dem Markt erhältlichen Antivirusprodukte auf den Prüfstand und testet zwei Monate lang ihre Qualitäten. Nachdem die letzten Tests unter Android und Windows 7 stattfanden, ist nun das betagte Windows XP als Basissystem an der Reihe. Es haben sich 24 Produkte um ein Zertifikat beworben, darunter auch Gratislösungen. Hinzu kommt, wie üblich außer Wertung, Microsoft Security Essentials (MSE).

Die getesteten Programme können alle enthaltenen Schutzfunktionen nutzen, also auch Cloud-Funktionen, soweit vorhanden. Es sind wie immer je sechs Punkte in den drei Kategorien Schutzwirkung, Systembelastung und Benutzbarkeit (Fehlalarme) zu erreichen, also maximal 18 Punkte. Für ein Zertifikat müssen mindestens zehn Punkte erreicht werden, in jeder Kategorie wenigstens einer.

Ergebnistabelle
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Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert, in der die Punktzahlen zugunsten der Schutzwirkung gewichtet sind. AV-Test misst hingegen allen drei Kategorien die gleiche Bedeutung bei (vorletzte Spalte). Während Comodo mit sehr guter Schutzwirkung von unserer Gewichtung profitiert, sackt Avira dadurch deutlich ab.

Die Spitze des Feldes erobert in diesem Test Kaspersky Internet Security 2014, das in allen Kategorien die maximale Punktzahl abräumt. Bitdefender genügen die gewohnten 17 Punkte diesmal nicht für Platz 1. G Data kann mit 16 Punkten ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis einfahren. Außer diesen drei Produkten können noch F-Secure, Trend Micro und Comodo volle sechs Punkte bei der Schutzwirkung vorweisen.

Die Internet-Security-Pakete der Hersteller Avira, McAfee und Norton/Symantec positionieren sich im Mittelfeld. Was für Avira ein Schritt nach vorn ist, stellt für Symantec allerdings einen Abstieg dar, denn im letzten Test unter Windows 7 landete man noch im Spitzentrio. Panda Cloud Antivirus Free geht als bestes Gratisprogramm aus diesem Test hervor, gefolgt von AVG Anti-Virus Free und Avast Free Antivirus. Letzteres landet allerdings in der unteren Tabellenhälfte.

Das außerhalb der Wertung zum Vergleich heran gezogene Gratisprodukt Microsoft Security Essentials hätte kein Zertifikat erhalten, denn die Schutzwirkung ist mittlerweile so gering, dass es dafür keine Punkte mehr gibt. Da tröstet es wenig, dass MSE im Test zumindest auch keine Fehlalarme produziert hat. Kaum besser schneiden die Lösungen der Hersteller AhnLab und K7 Computing ab, deren Leistungen nicht für ein Zertifikat reichen. Kingsoft rettet sich vor allem durch ausbleibende Fehlalarme über die Mindestanforderungen.

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