1888456

25 Antivirusprogramme unter Windows 8.1 geprüft

21.01.2014 | 13:42 Uhr |

Beim ersten Zertifizierungstest unter Windows 8.1 hat das AV-Test Institut 24 Antivirusprogramme mit Microsofts Gratislösung verglichen. Zwar bieten alle Produkte mehr Schutz als Windows Defender, zwei sind jedoch trotzdem durchgefallen.

Seit Windows 8 liefert Microsoft mit dem Betriebssystem eine vollwertige Antivirus-Software mit. Der Windows Defender entspricht dem frühere Windows-Versionen kostenlos erhältlichen Programm Security Essentials. Microsoft bietet jedoch bewusst nur einen Basisschutz – wer mehr will, sollte zu Produkten renommierter Antivirushersteller greifen. Das AV-Test Institut testet die Microsoft-Lösungen zum Vergleich, aber außer Konkurrenz mit. Den jüngsten Zertifizierungstest haben die Magdeburger unter Windows 8.1 durchgeführt, davor war Windows XP an der Reihe.

Geprüft werden alle Produkte zwei Monate lang unter realistischen Bedingungen in drei Kategorien: Schutzwirkung, Systembelastung und Benutzbarkeit. In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte. Für zehn Punkte oder mehr sowie mindestens einen Punkt in jeder Kategorie gibt es ein Zertifikat. Diese an sich nicht zu hohen Anforderungen haben die Lösungen der Anbieter AhnLab und Kingsoft nicht erfüllt, K7 Computing und Norman nur knapp.

Ergebnistabelle
Vergrößern Ergebnistabelle

Bitdefender und Kaspersky Lab haben volle 18 Punkte erreicht und teilen sich die Tabellenspitze. Avira arbeitet sich wieder nach oben und folgt nur knapp dahinter. Bei F-Secure und G Data wirkt sich der Einsatz zweier Scan-Module ein wenig auf die Systembelastung aus. Vor allem leisten sie sich jedoch etwas zu viele Fehlalarme, die in der Kategorie Benutzbarkeit Punkte kosten. Pandas kostenloser Cloud-Scanner und Trend Micros Premium-Suite belasten hingegen das System recht stark.

Panda stellt mit nahezu optimaler Schutzwirkung und ohne Fehlalarme die beste Gratislösung im Testfeld. AVG Anti-Virus Free und Avast Free AntiVirus landen im unteren Mittelfeld – sie bieten zu wenig Schutz für eine Platzierung in oberen Tabellenhälfte. Der in Windows 8.1 integrierte Defender punktet zwar mit recht geringer Systembelastung und leistet sich keine Fehlalarme, doch die Schutzwirkung ist vor allem bei sehr frischer Malware so gering, dass Sie sich darauf nicht verlassen sollten.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert, die eine stärkere Gewichtung der Schutzwirkung (60 Prozent) vornimmt. AV-Test misst hingegen allen drei Kriterien die gleiche Bedeutung bei (vorletzte Spalte). Dadurch ergeben sich einige wenige, eher geringfügige Verschiebungen in der Reihenfolge. Wenn Sie auf der Suche nach einer Alternative zu Windows Defender sind, beziehen Sie auch frühere Testergebnisse ein. Hersteller, die regelmäßig Spitzenplätze belegen, werden wahrscheinlich auch in näherer Zukunft gut abschneiden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1888456