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24-Zoll-Flachbildschirme für Gamer

14.07.2008 | 13:54 Uhr |

Mit großen Bildflächen und hohen Auflösungen versprechen 24-Zoll-TFTs ein völlig neues Spielerlebnis. Wir haben für Sie vier Modelle zwischen 340 bis 450 Euro unter die Lupe genommen.

Dass 24 Zoll große Flachbildschirme mit rund 61 Zentimetern sichtbarer Bildschirmdiagonale einen Größenvorteil gegenüber 22-Zoll-Geräten haben, liegt auf der Hand. Die kleineren Brüder zeigen in der Diagonale nur ein Bild mit um die 56 Zentimeter an. Neben den Maßen wartet die 24-Zoll-Klasse aber auch mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten auf. Die kleineren Verwandten schaffen 1.680 x 1.050 Pixel. So können die 24-Zoll-Flachmänner beispielsweise zwei DIN-A4-Seiten in Originalgröße nebeneinander darstellen. Außerdem lassen sich hochauflösende Filme in voller High-Definition-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln wiedergeben. Voraussetzung dafür ist der HDCP-Kopierschutz, den alle Testkandidaten beherrschen. Ohne ihn würde der Bildschirm bei der Wiedergabe dunkel bleiben.

Bildqualität
Für eine möglichst hohe Bildqualität ist eine digitale Signalübertragung ohne Analog-Digital-Wandlung Pflicht – das beherzigen alle Hersteller bei ihren Geräten im Testfeld. Ob die LC-Displays mit einem DVI-Anschluss oder einer HDMI-Schnittstelle ausgestattet sind, spielt für die Bildqualität keine Rolle, zumal stets ein passendes Kabel beiliegt. Wichtig für die Bildqualität ist dagegen die Helligkeit des Panels. Je nach Display-Größe liegen die Höchstgrenzen zwischen rund 300 bis 500 Candela pro m². Entscheidender ist jedoch die Helligkeitsverteilung. Vor allem Billiggeräte sind in der Bildmitte meist heller als am Rand. Dadurch tritt schlimmstenfalls ein störender Dunkle-Ecken-Effekt auf. Aber auch dieses Testkriterium bewältigten einige Kandidaten mit Bravour – erstaunlicherweise gelang dies sogar dem preiswertesten Gerät in der Riege.

Von der Helligkeit eines Displays hängt der Kontrastwert ab. Damit wird grob der Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen ausgedrückt. Grundsätzlich gilt: Je höher, desto besser. Spitzenmodelle mit Werten über 1.000:1 ermöglichen sogar die Nutzung bei starkem Sonnenlicht. Ansonsten muss für ein ausreichend brillantes Bild gegebenenfalls das Zimmer abgedunkelt werden – das dürfte Gamern aus Gewohnheit jedoch nicht schwerfallen. Verlassen Sie sich nicht auf die technischen Angaben der Hersteller, sondern unterziehen Sie das Gerät Ihrer Wahl vor dem Kauf einem Sichttest. So können Sie auch gleich feststellen, ob schnelle Bewegungen auf dem Monitor schlierenfrei und mit scharfen Konturen dargestellt werden.

Testaufbau
Die Bildqualität der Testkandidaten haben wir gemeinsam mit unseren Schwestermagazinen GameStar und Macwelt geprüft. Dabei ermittelten wir zum Beispiel die Helligkeitsverteilung mit dem Eye-One von Gretag MacBeth. An jedem Display wurden Messungen an zwölf verschiedenen Punkten durchgeführt. Sie ergeben kombiniert mit der maximalen Helligkeit die durchschnittliche Helligkeitsschwankung. Die minimale Helligkeit steht für den Schwarzwert. Zusätzlich untersuchen wir die Farbtreue. Das Optimum wäre eine diagonal verlaufende Linie ohne Kurven und anderen Abweichungen.

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