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Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT

07.04.2009 | 08:08 Uhr |

Die Mischung macht’s: Sie ist nicht die schnellste, leiseste und preisgünstigste 2,5-Zoll-Festplatte, aber in der Summe aller Teile der beste Kompromiss. Unser Test legt die Stärken und Schwächen des 500-GB-Laufwerks offen.

Blick ins Innere der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT
Vergrößern Blick ins Innere der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT
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Mehr geht nicht: 500 Gigabyte packt Western Digital in sein 2,5-Zoll-Laufwerk Scorpio Blue WD5000BEVT. Damit reizt der Hersteller die derzeit maximal mögliche Datendichte innerhalb der 2,5-Zoll-Klasse aus. Zudem soll die SATA/300-Festplatte sparsam mit Strom umgehen. Laut Western Digital liegt der Verbrauch im Leerlauf bei 0,85 und beim Zugriff bei 2,5 Watt - das sind ordentliche Werte für ein Notebook-Laufwerk.

Ausstattung: Insgesamt vier Schreib-Lese-Köpfe bewegen sich über den zwei Datenscheibe der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT. Die Rotationsgeschwindigkeit liegt bei 5400 Umdrehungen pro Minute - das gängige Tempo für 2,5-Zoll-Laufwerke. Der Pufferspeicher der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVTbeträgt 8 MB. Das ist typisch in der 5400er-Klasse. Nur die aktuellen Modelle von Samsung und Seagate, die mit 7200 Umdrehungen pro Minute arbeiten, statten die Hersteller mit doppelt so viel Pufferspeicher aus. Die Stoßfestigkeit des SATA/300-Laufwerks fällt im ausgeschalteten Zustand mit 900 G im Vergleich zum Wettbewerb etwas niedriger aus. Dies gilt auch für die 250 G im Betrieb, die Konkurrenz bietet hier mit bis zu 400 G eine meist deutlich widerstandsfähigere Stoßfestigkeit.

Der nutzbare Speicherplatz des 500-GB-Laufwerks reduziert sich nach NTFS-Formatierung auf rund 466 GB. Der Straßenpreis für die Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT beträgt aktuell rund 85 Euro. Damit liegt der Gigabyte-Preis bei sehr günstigen 18 Cent - nur Seagate offeriert mit der Momentus 5400.6 ST9500325AS ein noch günstigeres Laufwerk zum Preis von 17 Cent pro Gigabyte.

Geschwindigkeit: Das viertschnellste Laufwerk im Test bot sehr gute sequenzielle Transferraten. Die maximale Datenrate der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT betrug beim Lesen 83,2 MB/s und beim Schreiben 81,9 MB/s. Nur ein Laufwerk im Test, das ebenfalls 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet, war noch einen Tick schneller: die Seagate Momentus 5400.6 ST9500325AS.

Die durchschnittliche Datenrate der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT lag bei gut 61 MB/s. Hier setzte sich die Seagate-Rivalin, die rund 64 MB/s erreichte, schon um fünf Prozent ab. Bei den minimalen Lese- und Schreibtransferrate der WD5000BEVT, die sich bei knapp 38 MB/s einpendelten, schmolz der Rückstand zum Momentus-Modell allerdings wieder auf knapp 3 Prozent zusammen.

Ein uneinheitliches Bild förderten die Praxis-Tests zu Tage: Beim Lesen auf den innersten Datenspuren kam die Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT auf gute 18,7 MB/s, auf den äußeren Spuren waren es sehr gute 32 MB/s. Beim Schreiben auf den inneren Spuren erreichte die Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT eine Praxisdatenrate von 18,6 MB/s. Hier war nur die Samsung Spinpoint MP2 HM251JJ mit 22,7 MB/s noch besser - allerdings lässt das Samsung-Laufwerk seine Datenscheiben auch mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotieren. Beim Schreiben auf den äußeren Datenspuren landete die Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT mit 27,1 MB/s trotz der beachtlichen Transferrate nur auf Platz 6. Hier sind Samsungs Spinpoint-Modell sehr stark. Ebenfalls schnell unterwegs war das Western-Digital-Laufwerk beim Kopiertest: Innen maßen wir 17,1 und außen 25,6 MB/s.

Für einen guten sechsten Platz genügten die Zugriffszeiten der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT: 16,3 Millisekunden für den Fullstroke sowie 7,35 Millisekunden bei der durchschnittlichen Zugriffszeit sind reaktionsschnell. Nachdem wir das automatische Akustik-Management (AAM) anschalteten, erhöhte sich die durchschnittliche Zugriffszeit der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT nur unwesentlich auf 7,41 Millisekunden. Vorbildlich! Der Fullstroke-Zugriff mit AAM geriet hingegen zum Geduldsspiel: Wir ermittelten lange 21,3 Millisekunden - der zweitschlechteste Wert aller bisher getesteten 2,5-Zoll-Laufwerke.

Ergonomie: Im Bereitschaftszustand arbeitete die Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT mit 20,4 dB(A) respektive 0,2 Sone sehr leise. Unter Volllast stieg der Geräuschpegel des 500-GB-Modells auf unauffällige 22,9 dB(A) beziehungsweise 0,4 Sone. Bei aktiviertem AAM sank der Pegel der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT auf sehr gute 22,0 dB(A) respektive 0,3 Sone - tadellos für ein 2,5-Zoll-Laufwerk.

Fazit: Die Stärken der Western Digital Scorpio Blue WD5000BEVT liegen in den schnellen Datenraten und kurzen Zugriffszeiten sowie dem sehr leisen Betriebsgeräusch. Die einzige Schwäche leistet sich das 500-GB-Laufwerk beim Fullstroke-Zugriff mit aktiviertem automatische Akustik-Management. Zudem fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr günstig aus - mit aktuell 18 Cent pro Gigabyte bekommen Sie viel Festplatte fürs Geld.

Alternativen: Suchen Sie vor allem eine schnelle 2,5-Zoll-Festplatte, sollten Sie den Kauf unserer Tempo-Empfehlung Samsung Spinpoint MP2 HM251JJ in Erwägung ziehen. Spielt Geld dabei keine Rolle, greifen Sie am besten gleich zu einer Solid State Drive .

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