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Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2550

14.02.2008 | 11:00 Uhr |

Top-aktuelle CPU-Technik findet sich im 17-Zoll-Notebook Amilo Xi 2550 von Fujitsu-Siemens: Der Core 2 Duo T9300 aus der im Januar vorgestellten Penryn-Familie von Intel. Weiteres Highlight: Der Grafikchip HD2700 von AMD.

Geschwindigkeit: Der Core 2 Duo T9300 (Codename Penryn) taktet mit 2,5 GHz und verfügt über 6 MB L2-Cache – 2 MB mehr als die Vorgänger mit Merom-Kern. Trotz der geringeren Taktrate schlägt der Penryn den Core 2 Duo T7800 (2,6 GHz) im prozessorlastigen Benchmark Cinebench um rund fünf Prozent. Auch in den Tests des Sysmark 2007 liegt das Amilo Xi 2550 durchweg in der Spitzengruppe – besonders stark schnitt es bei Office-Aufgaben ab. Der Mobility Radeon HD2700 ist ein DirectX10-Chip aus der oberen Mittelklasse: Er ist in 65-Nanometer-Architektur gefertigt und besitzt 120 Shader-Einheiten. Bei älteren Spielen wie Far Cry genügt seine Leistung auch in der maximalen Auflösung 1920 x 1200für ruckelfreies Spielen. Bei F.E.A.R. liegt er etwas hinter dem Konkurrenten Geforce 8600M GT von Nvidia – schaffte aber immerhin 32 Bilder pro Sekunde bei 1680 x 1050 ohne Kantenglättung. In Company of Heroes (DX9) schneidet er etwas besser ab als der Geforce 8600M GT: Das Amilo Xi 2550 liefert bei hohen Details bis zur Auflösung 1280 x 800 flüssige Bildraten. Für DirectX 10 ist der HD2700 aber zu langsam: Bei hohen Details reicht es selbst bei XGA-Auflösung nur zu 17 Bildern pro Sekunde.

Ausstattung: Zwei 250-GB-Festplatten baut Fujitsu-Siemens ins Amilo Xi 2550 – massig Speicherplatz. Da auf der Platine außerdem der Raid-Chip JMB36X sitzt, lassen sich die Platten für Tempo oder Sicherheit zu einem Raid-0- oder Raid-1-Verbund zusammenschließen. Im Kampf um die DVD-Nachfolge hat sich Fujitsu-Siemens für Blu-Ray entschieden: Im Amilo Xi 2550 sitzt ein entsprechendes Leselaufwerk, das auch alle DVD-Formate beschreibt. Ins Netzwerk kommt das Notebook per Gigabit-LAN, 11n-WLAN oder Bluetooth. Das Schnittstellen-Angebot glänzt ebenfalls mit aktueller Technik – zum Beispiel einem HDMI-Ausgang oder einem e-SATA-Port. Eine der drei USB-Buchsen liefert auch bei ausgeschaltetem Notebook Strom – dort lässt sich beispielsweise ein MP3-Player aufladen.

Ergonomie: Das spiegelnde Display des Amilo XI 2550 hat zwar keine TV-Qualität, schneidet bei den wichtigsten Messwerten aber gut ab. Die durchschnittliche Helligkeit lag bei ordentlichen 171 cd/m2, der Kontrast war mit 371:1 sehr hoch, Farbdarstellung und Graustufenauflösung gefielen ebenso wie der weite stabile Blickwinkel. Nur die Ausleuchtung des Bildschirms war nicht besonders gleichmäßig – wie bei den meisten 17-Zoll-Displays. Der Lüfter ist häufig im Einsatz, störte mit maximal 1 Sone aber kaum, weil der Lüfter sehr gleichmäßig dreht und die Luft aus einem Schlitz an der Gehäuserückseite bläst. Besonders geräuschempfindliche Anwender können das Amilo Xi 2550 in einen Silent-Modus versetzen, in dem der Lüfter mit maximal 0,6 Sone läuft, aber auch die CPU gebremst wird.

Handhabung: Der Tastatur spendiert Fujitsu-Siemens einen vierspaltigen Ziffernblock. Allerdings müssen dafür andere Tasten schrumpfen, zum Beispiel die Umlaute. Im Schreibtest zeigte sich die Tastatur recht stabil mit einem sehr deutlichen Druckpunkt. Beim schnellen Tippen war sie allerdings sehr laut.

Mobilität: Im Akkubetrieb bremst Fujitsu-Siemens den Prozessor auf maximal 1,6 GHz. Eine effektive Sparmaßnahme ist das allerdings nicht, weil das Amilo Xi 2550 trotzdem nicht einmal zwei Stunden ohne Netzstrom läuft. Beim 17-Zoll-Notebook mit 3,72 Kilogramm Gewicht steht der mobile Einsatz aber ohnehin nicht an erster Stelle.

Verarbeitung: Optisch gibt sich das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2550 unauffällig mit matt-schwarzem Displaydeckel, schwarzem Gehäuse und plastikgrauer Handballenablage. Ins Auge fällt allerdings die Reihe mit blau leuchtenden Sensortasten oberhalb der Tastatur: Mit diesen Shortcuts lässt sich beispielsweise das Abspielen von Filmen und Musik steuern. Die Verarbeitung ist insgesamt okay.

Fazit: Das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2550 vereint sehr hohe System- und ordentliche 3D-Leistung mit umfangreicher Ausstattung. Eine klare Empfehlung als Desktop-Ersatz für Anwender mit hohen Ansprüchen.

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