22.02.2009, 10:00

Thomas Rau

17-Zoll-Notebook mit 64-Bit-Vista

HP Pavilion DV7-1280EG

Das HP Pavilion DV7-1280EG ist ein schickes 17-Zoll-Notebook, das als PC-Ersatz in Frage kommt. HP installiert auf dem Laptop die 64-Bit-Version von Vista Home Premium. Ob das Vorteile bringt, klärt unser Test.
HP verbaut 4 GB Arbeitsspeicher im Pavilion DV7-1280EG: Die kann das 64-Bit-Betriebssystem vollständig nutzen. Allerdings brachte der größere Arbeitsspeicher dem HP-Notebook selbst bei speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung kein Tempoplus gegenüber Notebooks, die mit 3 GB RAM arbeiten oder 4 GB unter einem 32-Bit-Vista nutzen. Insgesamt erreichte das DV7-1280EG im Leistungstest Sysmark 2007 ordentliche 102 Punkte. Viele Notebooks dieser Preisklasse sind zwar rechenstärker und schaffen rund 120 Punkte im Sysmark, bringen aber nur ein 15,4-Zoll-Display mit. Beim HP-Notebook bezahlen Sie also mehr für die Displaygröße als fürs Tempo.

Auch bei den Festplatten geht Größe vor Tempo: HP baut zwei 320-GB-Platten von Hitachi ein, die für viel Plattenspeicher sorgen. Besonders schnell sind sie allerdings nicht: Daher schneidet das HP-Notebook bei Office-Programmen, die besonders von einer flotten Platte profitieren, unterdurchschnittlich ab.

Tempo: Ordentlichte Rechenleistung, teilweise spieletauglich
Als Grafikchip kommt beim Pavilion DV7-1280EG ein Geforce 9600M GT zum Einsatz: Der Mittelklasse-Chip fühlt sich bei einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten besonders wohl - hier schaffte er auch bei aktuellen DirectX9-Spielen ruckelfreie Bildraten. In der maximalen Auflösung des spiegelnden Displays von 1440 x 900 Bildpunkten (WXGA+) tut er sich dagegen mit effektreichen Spielen schwerer.

Für ein 17-Zoll-Display ist die WXGA+-Auflösung nicht besonders hoch - sie entspricht 1280 x 800 Bildpunkten auf einem 15,4-Zoll-Display. Auch bei der Bildqualität überragt das HP-Notebook nicht: Besonders bei Kontrast und Farbdarstellung enttäuschten Messwerte und subjektiver Eindruck - als Film- und Fernseh-Notebook ist das Pavilion daher nicht erste Wahl. Daran ändert auch die Fernbedienung im Expresscard-Format nichts, die HP dem Notebook beilegt.

Ausstattung: Große Platten, viele Anschlüsse
Neben den großen Festplatten bringt das HP-Notebook auch sehr viele Schnittstellen mit - wie es sich für einen mobilen PC-Ersatz gehört. Auch aktuelle Anschlüsse wie e-SATA - als kombinierte Buchse mit USB ausgeführt - und HDMI sind mit dabei, ebenso wie eine Web-Cam, drei Audiobuchsen, Firewire und ein Speicherkarten-Leser. Zusätzliche Schnittstellen stellt ein optionaler Port-Replikator bereit (rund 100 Euro), der sich links am Pavilion DV7-1280EG anschließen lässt. Hinten am Gehäuse hat HP allerdings keine Anschlussmöglichkeiten vorgesehen - so füllt sich der Schreibtisch links und rechts vom Notebook mit Kabelsalat, wenn man viele Peripheriegeräte anschließt. Unter anderem eine externe Maus ist empfehlenswert: Der silberlackierte Touchpad bremst den Finger bei der Maussteuerung nämlich sehr und außerdem liegen seine Tasten unbequem tief im Gehäuse.

Auf der recht stabilen Tastatur lässt sich dagegen gut tippen. HP nutzt das breite Gehäuse klug aus und spendiert der Tastatur einen vierspaltigen Ziffernblock. Blu-Ray-Laufwerk bietet das Pavilion DV7 keines, dafür aber einen DVD-Brenner mit Lightscribe-Funktion, der spezielle Rohlinge bedrucken kann.

Mobilität: Schwer, aber ausdauernd
Das HP-Notebook wiegt 3,48 Kilogramm: Für unterwegs ist das viel zu schwer, aber man kann den Mobilrechner wenigstens in der Wohnung herumtragen. Außerdem muss man nicht ständig nach der nächsten Steckdose spechten, denn das Pavilion DV7-1280EG hielt im Akkutest fast vier Stunden durch - sehr gut.

Im Praxiseinsatz störte der Lüfter, der fast ununterbrochen drehte - er war zwar nicht besonders laut, aber hörbar. Ebenfalls nervig: HP legt dem Notebook keine Recovery-DVD bei. Ein Backup-Medium muss man sich über das Tool HP Recovery Manager selbst brennen - das sollten Sie auch nicht versäumen: Denn nachträglich bekommen Sie nicht mehr alle Treiber für das Notebook zusammen. Auf der HP-Downloadseite für das Pavilion DV7-1280EG fehlen beispielsweise die 64-Bit-Treiber für Chipsatz und Netzwerkkarte.
Fazit: Auf den ersten Blick überzeugt das HP Pavilion DV7-1280EG mit üppiger Ausstattung und einem großen Display. Dessen Bildqualität ist zwar einer der Schwachpunkte des HP-Notebooks. Unterem Strich steht für das Pavilion DV7 trotzdem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und unsere Empfehlung für 17-Zoll-Notebooks.
Alternativen: Das Sony VGN-FW11M bringt ein 16,4-Zoll-Display mit 16:9-Seitenformat und ein Blu-Ray-Laufwerk mit. Mit einem sehr hellen 16-Zoll-Display überrascht das günstige Toshiba Satellite A350D-10O - sein Nachteil ist die maue Rechenleistung.
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