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Toshiba Satellite P300-17C

04.09.2008 | 11:24 Uhr |

Als schicker und leistungsfähiger Desktop-Ersatz präsentiert sich das Toshiba Satellite P300-17C. Im Test musste das Notebook mit 17-Zoll-Display seine Stärken unter Beweis stellen.

Schon beim ersten Eindruck kann das Toshiba-Notebook Pluspunkte sammeln: Sein Design gefällt mit einer unauffälligen Musterung. Im Betrieb leuchten mehrere weiße LEDs auffällig, die Tasten für die Medienwiedergabe sind als Sensortasten ausgelegt. Auch die Tastenkappen hat Toshiba glänzend schwarz lackiert. Nach dem ersten Einschalten ebbt die Begeisterung aber erst einmal ab: Neben viel nützlicher Software hat Toshiba den Desktop auch mit vielen Programmen und Verknüpfungen versehen, die eher nach Werbung für Software-Hersteller als sinnvolle Beigaben für ein Notebook aussehen. Ebenso nervig: Die beim ersten Start aufpoppenden Lizenzfenster für die installierten Google-Produkte oder die Antiviren-Software. Wie viele andere Hersteller verzichtet auch Toshiba darauf, dem Käufer eine Recovery-DVD mitzuliefern: Die muss man sich selbst brennen – wenig anwenderfreundlich bei einem Notebook für knapp 1200 Euro.

Tempo: Im Satellite P300 arbeitet der Intel Core 2 Duo T8100 mit 2,1 GHz. Der Prozessor mit 3 MB L2-Cache stammt ebenso aus der Mittelklasse wie die Grafikkarte Mobility Radeon HD 3650. Im Sysmark 2007 konnte sich das Toshiba-Notebook mit 112 Punkten recht weit oben einordnen. Die 4 GB RAM bringen nur bei Video- und Bildbearbeitung messbare Tempovorteile. Bei aktuellen Spielen reicht die Leistung der Grafikkarte nicht ganz aus, um mit optimalen Einstellungen in der maximalen Displayauflösung von 1440 x 900 Bildpunkten ruckelfrei spielen zu können. Besser eignet sich die Auflösung 1280 x 800 – bei älteren Spielen à la Far Cry können Sie dann sogar die Kantenglättung aktivieren.

Ausstattung: Mit 500 GB, die sich auf zwei Festplatten aufteilen, bringt das Toshiba-Notebook ordentlich viel Speicherplatz mit. Auch sonst besitzt das Notebook alles, was man in dieser Preisklasse erwarten darf – unter anderem vier USB-Ports und einen HDMI-Ausgang. Nur Kleinigkeiten stören: Das Netzwerk arbeitet nur mit Fast-Ethernet- statt Gigabit-Tempo, einen e-SATA-Anschluss gibt es nicht.

Ergonomie: Beim spiegelnden Display fehlt nicht nur die Full-HD-Auflösung für eine gute Note. Bei fast allen Messkriterien schnitt das Satellite P300 für seine Preisklasse enttäuschen ab: Durchschnittliche maximale Helligkeit, Leuchtdichteverteilung sowie Kontrast lieferten nur mittelmäßige Werte – für den Standardgebrauch reicht's, für den Multimedia-Einsatz gibt's viel Besseres. Der Lüfter ist deutlich hörbar, wenn das System unter Last arbeitet und nervte auch häufig mit wechselnder Geschwindigkeit.

Mobilität: Selbst für ein 17-Zoll-Notebook schneidet das Satellite P300 in dieser Disziplin schwach ab – es hält nicht einmal zwei Stunden ohne Netzstrom durch. Sein Gewicht beträgt 3,56 Kilogramm.

Handhabung: Der Tastatur spendiert Toshiba einen zusätzlichen Ziffernblock. Im Schreibtest kann sie nicht vollkommen überzeugen: Auf der rechten Seite gibt sie beim Tippen spürbar nach, Druckpunkt und Hub der Tasten sind aber okay.

Fazit: Rechentempo und Ausstattung gehen beim Satellite P300 durchaus in Ordnung. Beim Display darf man in dieser Preisklasse aber eigentlich besseres erwarten.

Alternative: Deutlich schneller und mit Blu-Ray-Laufwerk sowie Full-HD-Display ausgestattet ist das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2550 . Mit 1 Terabyte Festplattenplatz protzt das Multimedia-Notebook Asus M70SA .

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