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Razer Naga & Razer Megasoma

03.09.2009 | 17:12 Uhr |

Razer hat für Spieler die 17-Tasten-Maus Naga und das Hybrid-Mauspad Megasoma entwickelt. Wir haben die Hardware-Exoten getestet.

Test: Ausstattung
Unter dem Motto "Get Imba" stellte Razer auf der Gamescom sein neuestes Gespann aus der Gaming-Maus Naga und dem Mauspad Megasoma (Test auf der nächsten Seite) vor. "Get Imba" steht für "Get Imbalanced", was eine Verschiebung des Spielegleichgewichts zugunsten des Razer-Hardware-Nutzers implizieren soll. Die Razer Naga ist als MMOG-Maus konzipiert, also für Spieler von Massive Multiplayer Online Games wie World of Warcraft, und verfügt über satte 17 Tasten. Neben der rechten und linken Maustaste, einem mittigen Mausrad und zwei schmalen Tasten zum Blättern im Browser befinden sich 12 nummerierte und blau leuchtende Tasten an der linken Seite der Razer Naga. Standardmäßig geben Sie damit die Zahlen von 0 bis 9 ein sowie - je nach Stand des Num-Schalters auf der Unterseite - "ß" und "´" oder "+" und "-". Die Razer Naga gleitet auf Teflon-Füßen mit bis zu 5600 dpi über ihren Untergrund und misst 116 x 69 x 41,6 mm.

Test: Software
Nach der Treiberinstallation, die im Test ohne Neustart auskam, finden Sie ein chic designtes Options-Fenster hinter dem Startmenü-Eintrag. Dort passen Sie die dpi-Zahl nach Geschmack in 100er-Schritten an, beginnend bei 100, endend bei 5600. Leider gibt es an der Razer Naga selbst keine Möglichkeit dazu. Wer will nimmt die Einstellung unabhängig für X- und Y-Achse vor und wählt eine andere Abfragerate: 125 Hz, 500 Hz oder 1000 Hz. Außerdem stellen Sie hier die Beleuchtung für die Maustasten oder das Logo an oder ab. Das Software-Highlight der Razer Naga: Im letzten Reiter ergänzen Sie die Naga um Addons für Online-Spiele. Momentan stehen aufwendige Addons, die sich grafisch in die Spiele integrieren, für Warhammer Online und World of Warcraft zur Verfügung. Weitere sollen folgen. Im Spiel legen Sie dann nach Wunsch komfortabel Zauber und Flüche auf die Naga-Tasten und erhalten so Schnellzugriff auf eine breite Palette an Fähigkeiten Ihres Online-Charakters.

Update: Seit dem Treiber-Update im Januar sind alle 17 Tasten auch abseits der unterstützen Spiele frei konfigurierbar.

Test: Handhabung
Die Razer Naga liegt gut in der Hand und eignet sich auch für längere Partien vor dem Monitor. Linke und rechte Maustaste und das Mausrad reagieren tadellos und sind gut erreichbar. Bequem ist auch die Ablage für den Ringfinger. Die obersten sechs der zwölf seitlichen Tasten sind selbst für kleine Hände gut erreichbar, ab Nummer Sieben wird es etwas schwieriger aber nicht unmöglich. Die letzte Reihe dürften aber längst nicht alle Spieler nutzen. Immerhin legt Razer der Naga Gummi-Aufkleber zum Tastentraining bei, die beim blinden Treffen der erfühlten Tasten helfen sollen. Was fehlt ist die Möglichkeit die seitlichen Tasten bei Nichtgebrauch zu Deaktivieren, um unbeabsichtigte Klicks zu vermeiden. Bei angeschalteter Beleuchtung erwärmen sich die Seitentasten leicht.

Razer Naga: Test-Fazit
Für MMOG-Spieler ist die Razer Naga empfehlenswert, da sie sehr gut in der Hand liegt und die Zusatztasten sich im Test als sinnvoll erwiesen. Einzig die noch geringe Anzahl von Addons und der Preis von rund 80 Euro werfen leichte Schatten auf die Empfehlung. Shooter-Spieler und Strategen könnten sich an den Tasten eher stören, da ihr Daumen dort nach mehr Grifffestigkeit verlangt. Für Office-Nutzer ist die Maus ohnehin nicht tauglich. Die Razer Naga ist ab September erhältlich.

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