32628

Sony Alpha 350

04.06.2008 | 12:12 Uhr |

Wir haben die Sony Alpha 350 mit dem Kit-Objektiv DT 18-70mm getestet. Die Kamera arbeitet die einem mechanischen Bildstabilisator, bei dem der CCD-Sensor gegengesteuert wird (CCD-Shift), und verfügt über ein zweifaches Staubschutzsystem.

In der Sony Alpha 350 ensteht das Live-View-Bild nicht - wie bei den meisten DSLRs mit diesem Feature - durch das Hochklappen des Spiegels. Die Spiegelreflexkamera besitzt stattdessen einen zweiter Sensor und einen Satz Spiegel, von dem der vorderste kippbar ist. Dieser kippbare Spiegel lenkt die Lichtstrahlen auf den Live-View-Sensor, während der Hauptspiegel das Licht auf den Autofokussensor leitet. Nachteil dieser Methode: Der Bildausschnitt auf dem Display war deutlich kleiner als das tatsächliche Bild.

Handhabung: Der Autofokus funktionierte auch im Live-View-Modus tadellos - das war bisher nicht bei allen SLRs mit Live-Bild der Fall. Das 2,7-Zoll-Display lässt sich nach oben und vorne aufklappen, was Ihnen das Einfangen eines schwierig positionierten Motivs vereinfachen kann. Sony spendiert der Alpha 350 einen 9-Punkte-Autofokus. Die Serienbildfunktion arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Bildern pro Sekunde, mit Live-View verringert sich das Tempo auf 2 Bilder pro Sekunde. Die DSLR wiegt 944 Gramm mit Objektiv, Akku und Speicherkarte. Damit liegt sie im oberen Mittelfeld. Allerdings wirkt sich das Gewicht positiv auf die Haptik aus - die Kamera liegt sehr gut in der Hand.

Bildqualität: Die Alpha 350 überzeugte uns mit einem sehr hohen Dynamikumfang. Das bedeutet, dass die Kamera viele Blendenstufen und Helligkeitsabstufungen verwendet, wodurch sich selbst kontrastreichere Motive problemlos abbilden lassen. Auch in punkto Bildrauschen schaffte die 14-Megapixel-DSLR hervorragende Ergebnisse. Der 23,5 x 15,6 Millimeter große Chip produzierte erst bei der höchst möglichen Empfindlichkeit - ISO 3200 - ein deutliche Bildfehler. Die Auflösung verlief über den gesamten Brennweitenbereich betrachtet relativ gleichmäßig und war für ein Modell dieser Megapixel-Klasse hoch. Das alles resultierte in einem hohen Wirkungsgrad.

Fazit: Sonys Alpha 350 gefiel uns sehr gut. Sie machte tolle Bilder, war gut ausgestattet und ließ sich super bedienen. Das lag nicht zuletzt daran, dass der Autofokus auch im Live-View-Modus einwandfrei funktionierte.

Alternativen: Wem die Sony Alpha 350 mit ihren 944 Gramm zu schwer ist, kann für knapp 100 Euro weniger die Olympus E-510 mit (nur) 10 Megapixeln bekommen. Allerdings gefiel uns der Live-View-Modus beim Sony-Modell besser.

Vergleichstest: Die besten Spiegelreflexkameras

0 Kommentare zu diesem Artikel
32628