39348

Canon Powershot G10

16.12.2008 | 10:06 Uhr |

Die Canon Powershot G10 kommt mit 14,6 Megapixeln, optischem 5fach-Zoom und Weitwinkel-Brennweite. Im Test überrraschte die Digitalkamera mit einem neuen praktischen Element.

Canon legt der Powershot G10 keine Speicherkarte bei, und auch ein interner Speicher ist nicht vorhanden. Falls Sie sich die Kamera zulegen, müssen Sie sich also vor Ihrem ersten Fototrip eine SD(HC)-Karte besorgen.

Handhabung: Canon hat sich bei der Bedienung der Powershot G10 einen besonderen Clou einfallen lassen. Auf dem bereits von den Vorgängerinnen G7 und G9 bekannten Wählrad für die Lichtempfindlichkeit sitzt der Drehregler für die Belichtungsprogramme. Zusätzlich gibts ein drittes, separat positioniertes Wählrad, über das Sie die Belichtungskorrektur steuern. Die Canon Powershot G10 besitzt ferner einen Blitzschuh, einen optischen Sucher und eine Gesichtserkennungsfunktion.

Ausstattung: Canons 14,6-Megapixel-Kamera Powershot G10 ist mit einem optischen Bildstabilisator bestückt, der über ein bewegliches Linsensystem im Objektiv arbeitet. Zusätzlich können Sie Ihre Bilder über eine automatisch erhöhte Lichtempfindlichkeit vor Unschärfen schützen. Wer mehr Einfluss auf die Belichtung wünscht, dem stehen bei der Canon Powershot G10 Halbautomatiken sowie zahlreiche Motivprogramme zur Verfügung. Kreative Köpfe dürfen sich zudem über die "My Colours"-Funktion freuen, die Bilder mit verschiedenen Farbfiltern versieht.

Bildqualität: Die Canon Powershot G10 beeindruckte uns mit einer hohen Auflösung, die über alle Messbereiche hinweg nahezu konstant verlief und zum Bildrand nur minimal abfiel. Dieses super Ergebnis bescherte der Kamera einen sehr guten Wirkungsgrad. Der ebenfalls hohe Dynamikumfang kommt Ihnen besonders bei Motiven mit hohem Kontrast und vielen Details zugute - dank vieler Blenden- und Helligkeitsstufen gibt die Canon Powershot G10 diese schwierigeren Situationen optimal wieder. Zu bemängeln hatten wir jedoch das Rauschverhalten der G10. Bereits bei ISO 100 waren die Messwerte nur ausreichend, ab ISO 800 ungenügend. Verantwortlich für die Bildfehler ist vor allem die Größe des Bildsensors. So ist der CCD-Chip der Canon Powershot G10 mit 1/1,7 Zoll genauso groß wie der Sensor in der Powershot G9 - die jedoch dank der geringeren Auflösung (10 statt 14,6 Megapixel) deutlich weniger Bildrauschen produzierte.

Fazit: Canons 14,6-Megapixel-Bolide hält nicht ganz, was die technischen Daten versprechen. Zwar lieferte die Powershot G10 im Test Spitzenwerte hinsichtlich Auflösung und Dynamikumfang. In Sachen Bildrauschen sind die Nachteile eines zu kleinen Sensors jedoch deutlich zu spüren - bereits bei ISO 100 fanden wir vereinzelt Bildfehler. Nichts desto trotz können wir die Canon Powershot G10 aufgrund seiner tollen Ausstattung, des durchdachten Bedienkonzepts und des schnellen Arbeitstempos empfehlen.

Alternative: In der gleichen Megapixelklasse wie die Canon Powershot G10 spielen die Nikon Coolpix S710 und die Samsung NV100HD , die auch beide ein Weitwinkel-Objektiv besitzen. Die Kameras schnitten in punkto Bildrauschen deutlich besser ab und kosten dabei gut 150 Euro weniger als die Canon Powershot G10. Allerdings hatte beide Geräte Probleme bei der Auflösung und dem Dynamikumfang.

Einkaufsratgeber Digitalkameras - darauf müssen Sie achten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
39348