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Die Höllenmaschine 4 im Test

15.10.2012 | 14:49 Uhr |

Auf dem Datenblatt beeindruckt die Höllenmaschine 4 mit teuren und leistungsfähigen Komponenten. Wie schnell der Traumrechner aber wirklich ist, testen wir mit verschiedenen Benchmarks und praktischen Tests. Eins können wir aber vorweg nehmen: Der Gewinner darf sich glücklich schätzen!

Auf den ersten Blick versprechen die teuren Komponenten der Höllenmaschine 4 brachiale Rechenpower und somit schier unerschöpfliche Leistung. Aber kann der Bolide seine Kraft auch in der Praxis auf die Straße bringen? Wir haben uns den Traumrechner 2012 vorgeknöpft und präsentieren Ihnen den schonungslosen und ungeschminkten Test des 13.333-Euro-PCs.

Spiele- und Overall-Leistung: Höllisch schnell

Die technischen Daten der Höllenmaschine 4 beeindrucken bereits auf dem Datenblatt, doch jetzt muss sich der Traum-PC durch eines seiner Haupt-Einsatzgebiete kämpfen: die Spiele-Tests. Wir stellen die Höllenmaschine sowohl mit synthetischen Benchmarks wie 3D Mark 11, als auch mit aktuellen Top-Games wie Battlefield 3 auf die Probe. Damit auch Sie zu Hause einen brauchbaren Vergleichswert haben, testen wir nicht nur auf drei Bildschirmen, sondern unter anderem auch auf einem Display in der Full-HD-Auflösung 1920 x 1080 Pixel.

Video: Höllenmaschine 4 ausführlich getestet

Synthetischer Benchmark: Leistung pur

Die Einstellungen der Extreme-Stufe.
Vergrößern Die Einstellungen der Extreme-Stufe.

Fangen wir gleich an mit dem DirectX-11-Benchmark 3D Mark 11. Wir legen die Einstellungen auf „Extreme“ fest, wie wir es bei jedem PC-Test tun, um die Grafik-Leistung zu beurteilen. Welche Filter und Effekte dabei wie hoch eingestellt sind, erfahren Sie in der Abbildung links. Das Ergebnis ist so hoch wie nie zuvor: Die Punktzahl beträgt 6015 Punkte. Allerdings schafft eine einzelne Geforce GTX 690 bereits 5893 Punkte. Das zeigt, das das Quad-SLI-Gespann in diesem Benschmark sehr schlecht skaliert. Ein Test auf drei Monitoren ist leider nicht möglich, da zum einen die Software die Inhalte fehlerhaft darstellt und wir zum anderen keine Punktzahl erhalten würden, weil wir die voreingestellte Auflösung verändern.

Overall-Performance mit PC Mark 7

Ergebnis der Overall-Performance.
Vergrößern Ergebnis der Overall-Performance.

Dass die Höllenmaschine 4 für alle alltäglichen Aufgaben wie das Surfen im Internet, Bildbearbeitung und Casual-Games reicht, ist wohl klar. Doch wir wollen es genau wissen und schmeißen PC Mark 7 an und testen die „Overall Performance“, die die gängigsten Aufgaben simuliert, die der Anwender auf dem PC ausführt. Darunter fallen auch Multimedia-Anwendungen wie das Transcodieren von Filmen und Musik und die Leistung der Systemfestplatte. Wir erhalten einen Score von 5395. Zum Vergleich: Andere Komplettsysteme kommen im Schnitt auf etwas über 2000 Punkte.

Spiele auf der Höllenmaschine 4

Nun zu den praktischeren Spiele-Tests die auf drei Bildschirmen richtig Spaß machen. Die Auflösung misst 5760 x 1080 Pixel bei vierfachem Multisampling bei der Kantenglättung (MSAA), 16-facher anisotropische Filterung und höchstmögliche Details. Die blaue Linie in der oberen Tabelle zeigt die Werte der getesteten Spiele wie Skyrim, Battlefield 3 oder Max Payne 3. Am meisten ackern muss der PC beim Shooter Battlefield 3, doch die Bildwiederholrate kann sich dennoch sehen lassen und ist stets flüssig mit 58 Bilder pro Sekunde. Rollenspieler dürfen sich bei Skyrim auf ein besonderes Erlebnis einlassen und genießen ruckelfreie 116 Bilder in der Sekunde.

Spiele-Tests auf drei Monitoren: Einmal 3D und einmal ohne.
Vergrößern Spiele-Tests auf drei Monitoren: Einmal 3D und einmal ohne.

Dank Nvidia 3D Vision Surround testen wir vier Games auch im 3D-Modus. Auch hier erweist sich Battlefield 3 als harte Nuss, doch die Höllenmaschine 4 gibt nicht klein bei. Wir kommen auf ein Ergebnis von 38 Bilder pro Sekunde – also ruckelfrei. Besonders schön anzusehen ist Max Payne 3, das mit einer Bildwiederholfrequenz von 53 Bildern in der Sekunde und mit einer fast schon plastischen Darstellung Eindruck macht.

Umwelt und Gesundheit: Große Leistung, großer Stromhunger

Die vielen Komponenten und die brachiale Leistung fordert natürlich auch Ihren Tribut. Im Leerlauf verbraucht die Höllenmaschine rund 240 Watt, unter Volllast steigt der Strommesser auf über 700 Watt! Besonders zurückhaltend ist der Rechner also nicht, doch im Hinblick auf die Leistung und die verbauten Komponenten ist der Verbrauch keine Überraschung.

Auch die Hitzeentwicklung haben wir getestet und messen an der Außenseite der Grafikkarten rund 57 Grad Celsius, der Kühlkörper des CPU-Kühlers kommt auf über 40 Grad. Die Werte sind aber noch im Rahmen, andere PCs arbeiten aber zugegebenermaßen kühler. Doch auch hier gilt wieder: Wo viel gehobelt wird, fallen Späne!
 

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