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Patriot Warp SSD V2 PE128GS25SSD

03.03.2009 | 09:09 Uhr |

Nicht ganz so günstig wie die Konkurrenz verkauft Patriot seine Solid State Drive Warp SSD V2 PE128GS25SSD. Unser Test klärt, ob die 128-GB-SSD mehr fürs Geld bietet als die direkten Kontrahenten von G.Skill und Transcend.

Mit der Technik Multi Level Cell (MLC) arbeitet das Solid State Drive Patriot Warp SSD V2 PE128GS25SSD. Die MLC-Technik sichert bis zu vier Bit pro Speicher-Zelle, muss dafür allerdings beim Auslesen unterschiedliche Spannungen anlegen. MLC-Chips erlauben so höhere Speicherkapazitäten pro Fläche und sind deshalb auch deutlich preisgünstiger als ihre SLC-Kollegen (Single Level Cell). Letztere sind dafür leistungsfähiger und grundsätzlich langlebiger.

Preis: Mit einer formatierten Kapazität von 119,4 GB liegt der Gigabyte-Preis der Patriot Warp SSD V2 PE128GS25SSD momentan bei rund 2,55 Euro. Für eine Standard-SSD ohne Pufferspeicher ist das nicht gerade billig - zum Vergleich: Der Transcend-Konkurrent TS128GSSD25S-M kostet nur 1,59 Euro pro Gigabyte.

Ausstattung: Die 128-GB-Festplatte besteht aus insgesamt 16 Speicherbausteinen des Typs Samsung K9HCG08U1M-PCB0, die eine Bruttokapazität von jeweils 8 GB bieten. Der die SATA/300-Controller JMicron JMF602 gehört zur Standardausstattung preisgünstiger MLC-SSDs. Ein Cache-Baustein zur Datenpufferung fehlt dem Patriot-Modell. Die Schockfestigkeit gibt Patriot mit 1500 G an. Der Energieverbrauch soll im Bereitschaftszustand bei 1,3 und beim Zugriff bei 1,7 Watt liegen - das sind nur durchschnittliche Werte.

Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) beträgt laut Hersteller rund 1,5 Millionen Stunden - klasse, denn für klassische Scheibendreher der 2,5-Zollklasse sind 0,6 Millionen Stunden üblich. Das Gehäuse der Patriot-SSD besteht aus schwarzem Hartplastik. Die Flash-Speicher-Platine ist mit vier Schrauben stabil mit dem Gehäuse verbunden. Mit 91 Gramm gehört die Patriot Warp SSD V2 PE128GS25SSD schon zu den Schwergewichten.

Geschwindigkeit: Die sequenziellen Datenraten der Patriot Warp SSD V2 PE128GS25SSD waren - über alle sechs Messungen gemittelt - etwas höher als bei vergleichbaren Konkurrenz-Modellen wie der G.Skill FM-25S2S-128GB und der Transcend TS128GSSD25S-M. Die maximale Datenrate betrug beim Lesen 160 MB/s, verlangsamte sich aber beim Schreiben mit knapp 97 MB/s signifikant. Durchschnittlich erreichte die Warp SSD V2 beim Lesen noch rund 150 MB/s, der Schreibwert fiel mit 82 MB/s wieder spürbar geringer aus. Während die minimale Leserate mit fast 134 MB/s noch passabel war, brach das Patriot-Modell bei der minimalen Schreibtransferrate mit rund 26 MB/s extrem ein. Dieser deutliche Abfall der minimalen sequenziellen Schreibrate ist typisch für SSDs mit MLC-Technik ohne Pufferspeicher.

Praxis-Datenraten: Das Patriot-Modell erreichte im Lesetest 60,9 MB/s - ein ordentliches Ergebnis. Im Kopiertest war die SSD mit 35,7 MB/s ebenfalls recht flott für eine MLC-SSD ohne Cache-Baustein. Ein schwaches Ergebnis förderte hingegen der Schreibtest zutage, der mit 21,0 MB/s etwa 30 Prozent geringer ausfiel als bei herkömmlicher 2,5-Zoll-Laufwerken mit ferromagnetischer Speichertechnik. Die Patriot Warp SSD V2 PE128GS25SSD zeigte sich beim Zugriff reaktionsschnell. Wir ermittelten sowohl durchschnittlich als auch bei Fullstroke eine Zugriffszeit von jeweils 0,2 Millisekunden - ein noch sehr gutes Ergebnis.

Fazit: Sowohl die sequenziellen Datenraten als auch die Transferleistung in der Praxis sind im direkten Vergleich mit anderen Anbietern durchaus konkurrenzfähig - was man vom Preis allerdings nicht behaupten kann.

Alternativen: Unter den baugleichen Solid State Drives ist die Transcend TS128GSSD25S-M zwar einen Wimpernschlag langsamer, dafür aber auch deutlich preisgünstiger.

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