11n-Router für zwei Frequenzen
Netgear WNDR3700 im Test
Der Netgear WNDR 3700 unterstützt den (Vor-)Standard Draft-802.11n. In unserem Tempo-Tests gehörte er zu den schnellsten Routern: Über die kurze Distanz von drei Metern schaffte er über 100 MBit/s. Auch für große Entfernungen lohnt sich der Netgear WNDR3700: Über eine Distanz von 40 Metern lieferte er hervorragende 47 MBit/s. Diese Werte erzielte er in unserem störungsfreien Testumfeld jeweils über die 5-GHz-Frequenz. Die Messungen auf dem 2,4-GHz-Band fielen mit 82 MBit/s für die kurze Entfernung und 24 MBit/s für die lange Distanz schwächer aus. Im gleichzeitigen Betrieb über beide Frequenzen übertrug der Netgear WNDR3700 zwischen 130 und 170 MBit/s.
Die Tempo-Tests konnten wir allerdings nicht mit dem mitgelieferten USB-WLAN-Adapter WNDA3100 durchführen, sondern mussten auf einen Konkurrenz-Adapter sowie ein Notebook mit Intel-WLAN-Modul zurückgreifen: Der WLAN-Router und der Netgear-Adapter brachten nämlich keine stabile Verbindung zustande - nur für wenige Sekunden klappte der Datentransfer, ehe die Verbindung abbrach. Die Treiber-Software des USB-Adapters nervte im Test mit endlos langen WLAN-Scans und brachte unser Vista-Testsystem wiederholt zum Absturz.
Ab Werk ist der Netgear WNDR3700 nicht verschlüsselt. Auch die Einrichtungsassistenten fordern nicht zwingend eine WLAN-Verschlüsselung. Immerhin unterstützt der 11n-WLAN-Router WPS (Wi-Fi- Protected Setup), das eine automatische Verschlüsselung per Knopfdruck oder PIN-Eingabe erlaubt. Außerdem unterstützt er natürlich alle aktuellen Verschlüsselungs-Standards.
Besucher lassen sich sehr flexibel in ein WLAN einbinden, das der Netgear WNDR3700 aufbaut: Über die Funktion "Gastnetzwerk" kann man ihnen einen Internetzugang gewähren - der Zugriff aufs lokale Netzwerk bleibt dagegen verboten. Das Gast-WLAN erhält eine eigene SSID und auf Wunsch eine eigene Verschlüsselung. Weiterer Sicherheitspluspunkt beim Netgear WNDR3700: Das Funknetzwerk lässt sich per Knopfdruck abschalten.
Neben den vier LAN-Anschlüssen mit Gigabit-Tempo bringt der Netgear WNDR3700 einen USB-Port mit. Dort angeschlossene Massenspeicher (FAT32 oder NTFS) bindet der WLAN-Router per Windows-Freigabe, http oder ftp ins Netzwerk ein. Netgear legt dem WNDR3700 ein Tool bei, mit dem sich dem USB-Speicher ein Laufwerksbuchstabe zuweisen lässt. Im Router lässt sich auch der Schreib- und Lesezugriff auf den USB-Speicher regeln: Allerdings kann man kein individuelles Passwort erstellen, sondern nur die gleiche Kombination aus Benutzername und Passwort wählen, die auch Zugriff auf das Router-Menü erlaubt. Der Netgear WNDR3700 hat einen UPnP/DLNA-Medienserver, kann also Multimedia-Inhalte auf dem USB-Speicher an andere Netzwerkgeräte übertragen.
Das Konfigurations-Menü des Netgear WNDR3700 ist trotz der vielen Einstellungsmöglichkeiten übersichtlich und logisch aufgebaut. Die Hilfetexte sind verständlich, waren aber bei unserem Testgerät nicht alle ins Deutsche übersetzt. Auf CD gibt es ein PDF-Handbuch in Deutsch, eine ausführliche Variante findet sich nur im Web und nur auf Englisch. Im Betrieb gönnte sich der Netgear WNDR 3700 über 10 Watt - das ist viel.






