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10-Zoll-Tablets unter 300 Euro

18.12.2013 | 14:20 Uhr |

Dort, wo noch nie ein iPad gewesen ist - finden Sie empfehlenswerte und günstige Tablets: Sieben Android-Tablets unter 300 Euro hatten wir im Test.

Ein großes Tablet ist ideal für die Couch – zum Surfen, Filme und Fotos schauen und für Spiele. Dann wiederum stellt sich die Frage, ob Sie für ein solches Spaß-Gerät wirklich viel Geld ausgeben wollen. Wenn Sie ein iPad im Auge haben, geht es nicht anders: Das aktuelle iPad Air gibt es ab rund 470 Euro. Selbst das über zwei Jahre alte iPad 2 kostet mindestens rund 360 Euro.

Im Test müssen deshalb sieben große Tablets unter 300 Euro zeigen, ob sie als Unterhaltungsgeräte für zu Hause überzeugen: Knapp unter dieser Preisgrenze liegen das Lenovo Yoga Tablet 10 , das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 mit 16 GB und WLAN sowie das Toshiba Excite Pure . Zwischen 200 und 250 Euro müssen Sie für das Asus Memopad 10 , das Acer Iconia A3-A10 oder das Technisat Technipad10 ausgeben. Das günstigste Tablet im Test ist das Hannspree SN97T41W , das Sie schon für rund 150 Euro bekommen.

Ausstattung

Am meisten Speicher bringt das Technisat-Tablet mit: Es besitzt 32 GB. Das Hannspree-Tablet hat nur 8 GB, alle anderen Tablets kommen mit 16 GB. Mehr Speicher lässt sich bei allen Tablets per Micro-SD-Karte nachrüsten. Den Tablets von Lenovo und Samsung fehlt ein HDMI-Ausgang, um das Tablet mit einem großen Monitor oder Fernseher zu verbinden.

Das günstigste Modell des Galaxy Tab 3 10.1 mit 16 GB und WLAN kostet derzeit rund 280 Euro
Vergrößern Das günstigste Modell des Galaxy Tab 3 10.1 mit 16 GB und WLAN kostet derzeit rund 280 Euro
© Samsung

Gut für eine schnelle WLAN-Verbindung: Das Toshiba Excite, das Galaxy Tab 3, und das Asus-Tablet funken auch über 5 GHz – das sorgt in der Praxis für schnellere Datentransfers, weil dieses Frequenzband weniger überlaufen ist als 2,4 GHz – vorausgesetzt  Ihr Router arbeitet auch über diese Frequenz. Im Test empfahl sich vor allem das Galaxy Tab 3 als Client fürs Streaming von HD-Videos, gute Transferraten zeigten außerdem das Acer Iconia A3 und das Asus Memopad. Bei allen anderen Tablet müssen die Funkbedingungen fürs Streaming optimal sein, fürs Websurfen ist das WLAN bei allen Tablets schnell genug. Ein Mobilfunk-Modem mit 3G oder 4G besitzt kein Test-Tablet: Das ist aber kein großer Nachteil bei einem Gerät, das vor allem im heimischen WLAN zum Einsatz kommt.

Um das Lenovo-Tablet aufzustellen, brauchen Sie kein Zubehör: Es hat einen ausklappbaren Standfuß
Vergrößern Um das Lenovo-Tablet aufzustellen, brauchen Sie kein Zubehör: Es hat einen ausklappbaren Standfuß

Design

Das Lenovo-Tablet besitzt nicht nur das auffälligste Gehäuse: Es hat eine zylinderförmige Verdickung an der Seite, an der Sie es bequem halten können. Außerdem bringt es einen Standfuß mit, sodass Sie das Tablet ohne Zubehör aufstellen können. Es sitzt außerdem in einem stabilen Aluminiumgehäuse. Die anderen Tablets haben nur Plastikgehäuse: Das ist weniger schick, aber durchaus funktional.

Akkulaufzeit

Aufgrund der Gehäuseform kann Lenovo einen dicken Akku ins Yoga-Tablet setzen. Damit hält es im Test neun bis elf Stunden durch und überflügelt die Konkurrenz deutlich. Das Acer Iconia A3 hält sieben bis acht Stunden durch, die anderen Tablets rund eine Stunde weniger.

Das Lenovo Yoga zeigt die größte Ausdauer
Vergrößern Das Lenovo Yoga zeigt die größte Ausdauer

Bedienung und Geschwindigkeit

Außerdem den Tablets von Hannspree und Technisat, auf denen Android 4.1 installiert war, arbeiten alle Test-Tablets mit Android 4.2. Fast alle lassen sich schnell bedienen und setzen Fingergesten rasch um: Hin und wieder ruckelt’s etwas, zum Beispiel beim Scrollen und Zoomen auf Webseiten mit vielen Bildern. Doch die Arbeitsgeschwindigkeit ist sehr ordentlich. Nur bei den Tablets von Technisat und Hannspree begegnen sie öfter einem Ruckeln oder müssen kleine Wartezeiten ertragen.

Für effektstarke Spiele ist nur das Samsung Galaxy Tab 3 geeignet
Vergrößern Für effektstarke Spiele ist nur das Samsung Galaxy Tab 3 geeignet

Auch Tempo-Tests wie der Browser-Benchmark Sunspider belegen, dass in diesen beiden Tablets die schwächsten Prozessoren stecken. Mit aktuellen Dual- oder Quad-Core-CPUs wie Sie etwa in den aktuellen iPads, dem Samsung Galaxy Note 10.1 2014 oder dem Nexus 7 stecken, können sich aber auch die anderen Tablets nicht messen. Für leistungshungrige Apps und Spiele ist am ehesten noch das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 mit seinem Intel-Atom-Prozessor geeignet. Die anderen Tablets packen höchstens Standard-Spiele, die auf aufwändige Texturen und Effekte verzichten. Full-HD-Filme spielen aber alle Tablets weitgehend ohne Ruckeln ab und eigen sich daher als mobile Movie-Station.

Bildschirm

Auf großen Tablets sollen natürlich vor allem Fotos und Filme eindrucksvoller aussehen als auf Mini-Tablets mit kleineren Bildschirmen. Allerdings dürfen Sie bei den 300-Euro-Tablets keine Bildqualität wie auf Top-Tablets erwarten: Alle Tablets im Test zeigen 1280 x 800 Bildpunkte während teurere Tablets schon Full-HD- oder noch höhere Auflösungen vorweisen können. Das Hannspree-Tablet hat mit 1024 x 768 die gleiche Auflösung wie das iPad 2. Deshalb wirken auf den Testkandidaten Buchstaben bei genauem Hinschauen pixelig und stufig, während sie auf hochauflösenden Tablets wie gedruckt scheinen.

Die beste Bildqualität zeigen das Lenovo Yoga 10 und das Samsung Galaxy Tab 3. Ihre Displays leuchten angenehm hell, und vor allem das Galaxy Tab 3 zeigt kräftige und satte Farben, die besonders Fotos und Filme verschönern.

Die anderen Tablets sind noch hell genug, um sich bei normaler Zimmerbeleuchtung gut ablesen zu lassen. Unter freiem Himmel oder im Sonnenlicht müssen Sie die Augen dafür aber schon kräftig anstrengen. Außerdem stört bei ihnen häufig ein begrenzter Blickwinkel: Wenn Sie schräg aufs Tablet schauen, wirken Farben matt und der Kontrast geht deutlich zurück. Sie müssen daher im Gegensatz zu den Displays bei Lenovo und Samsung das Tablet für den optimalen Bildeindruck immer im richtigen Winkel halten.

Große, günstige Tablets im Test: Fazit

Die großen Mittelklasse-Tablets sind für Basis-Aufgaben wie Websurfen, Mails und Filmwiedergabe eigentlich alle geeignet. Bei allem, was darüber hinausgeht müssen Sie Abstriche machen: Eindrucksvolle Bildqualität mit hoher Auflösung, sehr schnelles WLAN oder genug 3D-Leistung für aktuelle Grafik-Kracher bietet kein Tablet im Test.

Kaufempfehlung: Lenovo Yoga Tablet 10
Vergrößern Kaufempfehlung: Lenovo Yoga Tablet 10
© Lenovo

Den besten Eindruck macht das Lenovo Yoga Tablet 10: Es sitzt nicht nur in einem auffälligen Gehäuse, sondern überzeugt auch mit einer langen Akkulaufzeit und einer ordentlichen Bildqualität. Auch das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 bringt einen sehr guten Bildschirm mit. Seine Akkulaufzeit fällt magerer aus, dafür bietet es einige Zusatzfunktionen, die die anderen Tablets nicht bieten: zum Beispiel können Sie es mit seinem Infrarot-Sender als TV-Fernbedienung einsetzen.

Preis-Leistungs-Empfehlung: Acer Iconia A3-A10
Vergrößern Preis-Leistungs-Empfehlung: Acer Iconia A3-A10
© Acer

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Acer Iconia A3-A10: Das Tablet kostet derzeit rund 230 Euro mit 16 GB und rund 250 Euro mit 32 GB. Design und Display lösen keine Begeisterung aus. Dafür lässt es sich verzögerungsfrei bedienen und auch die Akkulaufzeit geht in Ordnung.

 

 

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