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Canon Powershot G11 im Test

21.01.2010 | 13:41 Uhr |

Die Canon Powershot G11 ist eine sehr kompakte Bridge-Kamera mit vielen manuellen Einstellmöglichkeiten. In unserem Test haben wir die Kamera hinsichtlich Bildqualität, Ausstattung und Handhabung untersucht. Nicht alles hat uns gefallen.

Die Canon Powershot G11 ist eine Kamera für anspruchsvolle Anwender: Wer seine Bilder beispielsweise gerne selbst bearbeitet, bekommt mit dem integrierten RAW-Modus die Rohdaten seiner Bilder. Außerdem gibt's einen Mini-HDMI-Anschluss. Ein optischer Bildstabilisator soll gegen ungewollte Wackler helfen.

Bildqualität: Die Canon Powershot G11 arbeitete mit einer sehr gleichmäßigen Auflösung, die zum Bildrand hin nur minimal nachließ. Allerdings waren die Messwerte für eine 10-Megapixel-Kamera etwas zu niedrig, weswegen wir einen nur befriedigenden Wirkungsgrad feststellten. Grundsätzlich ist jedoch eine gleichmäßig verlaufende, aber zu niedrige Auflösung besser als eine Auflösung, die in der Bildmitte sehr hoch ist und zum Bildrand hin abfällt.

In Sachen Bildrauschen schnitt die Canon Powershot G11 überwiegend befriedigend ab. Bei ISO 200 und 800 stellten wir sogar gute Ergebnisse fest. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, was bedeutet, die Kamera hat selbst mit kontrastreichen Motiven keine Probleme und gibt sie ohne zugelaufene Schatten und ausbrennende Lichter wieder. Die Ausgangsdynamik, also die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereiche, war befriedigend.

Ausstattung: Das 2,8-Zoll-Display der Canon Powershot G11 lässt sich um 180 Grad nach links aufklappen und um 270 Grad drehen. Somit sind auch Aufnahmen aus schwierigen Positionen heraus bequem möglich. Dank des Brennweitenbereichs von 28 bis 140 Millimeter ist ein sehr breiter Bildausschnitt möglich, was sich vor allem bei Landschaftsaufnahmen und Gruppenbildern bezahlt macht. Über die Funktion "i-Contrast" können Sie dunkle Bereiche eines Bildes aufhellen, ohne dass helle Teile überstrahlen.

Merkwürdig: Obwohl die Canon Powershot G11 über eine Mini-HDMI-Buchse verfügt, macht sie nur Videos mit 640 x 480 Pixel und 30 Bildern pro Sekunde. Eine HD-Videofunktion wäre hier sinnvoller.

Handhabung: Wie schon das Vorgängermodell Canon Powershot G10 besitzt auch die Canon Powershot G11 drei Wählräder auf der Gehäuseoberseite, über die sich Lichtempfindlichkeit, Belichtungsprogramme und Belichtungskorrektur steuern lassen - ein umständliches Menügehangel entfällt hier also.

Weniger geglückt ist unserer Meinung nach jedoch die Rückseite der Kamera: Da sie nicht genügend Platz zum Ablegen des Daumens bietet, landet dieser oft ungewollt auf dem Abblendknopf. Auch die Tasten für die Belichtungsmessung beziehungsweise zum Verschieben des Fokusfelds sind schnell versehentlich erwischt. Positiv fiel uns jedoch die Arbeitsgeschwindigkeit der Canon Powershot G11 auf.

Fazit: Canon bleibt bei der technischen Ausstattung der Powershot G11 - 10 Megapixel, 5fach-Zoomobjektiv, Videofunktion mit 640 x 480 Pixeln - hinter den aktuellen Spitzenwerten zurück. Auch der Bildqualität konnten wir größtenteils nur ein "befriedigend" bescheinigen. Lediglich die Eingangsdynamik war überdurchschnittlich hoch.

Alternative: Das Vorgängermodell Canon Powershot G10 kostet derzeit etwa 110 Euro weniger als die G11, obwohl sie besser ausgestattet ist. So arbeitet die G10 mit 14,4 Megapixeln und besitzt ein 3-Zoll-Display. Die Canon Powershot G11 hat dafür den leistungsstärkeren Blitz, einen Mini-HDMI-Anschluss und eine zusätzliche manuelle ISO-Stufe (ISO 3200). Bei der Auflösung und der Ausgangsdynamik erzielte die G10 bessere Ergebnisse. Dafür hatte die G11 hinsichtlich des Bildrauschens bessere Messwerte.

Varianten: Canon Powershot G11 schwarz

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