04.12.2010, 15:56

Pressetext

Internet

Virtuelle 3D-Welten erobern den Browser

Das von Forschern gegründete Unternehmen Katalabs hat ein quelloffenes Framework veröffentlicht, das virtuelle 3D-Welten ganz ohne Plug-ins in den Browser bringt. Dazu setzt "KataSpace" auf aufkommende Webstandards wie HTML5 und WebGL.
Das Projekt zeigt somit, wie dank neuen Technologien die Zukunft von Massiv-Mehrspieler-Onlinegames (MMOs) und virtuellen Welten allgemein aussehen kann. Noch ist die Zeit aber nicht ganz reif - erst die nächste Browser-Generation wie etwa Firefox 4 unterstützt alle notwendigen Technologien.
Das Projekt setzt auf die ebenfalls quelloffene Plattform Sirikata  zum erstellen virtueller Umgebungen auf. Als Frontend dazu ermöglicht KataSpace einen Zugriff auf Multiuser-3D-Umgebungen direkt aus dem Webbrowser heraus. Im Gegensatz zu virtuellen Welten wie Second Life oder MMOs wie World of Warcraft ist also weder ein lokal installierter Client noch irgendweine Browsr-Erweiterung erforderlich. Um das zu ermöglichen, macht sich KataSpace modernste Web-Technologien zunutze.
Das umfasst beispielsweise HTML5-WebSockets, die für den bidirektionalen Datenaustausch zwischen Browser und einem Server, der die virtuelle Welt hostet, erforderlich sind. Diese Technologie wird bisher nur von WebKit-Browsern (Chrome und Safari) unterstützt, wenngleich Firefox 4 und Opera 11 nachziehen werden. Für die Darstellung von 3D-Inhalten wiederum setzt KataSpace auf den Grafikstandard WebGL, den außer Microsoft alle wichtigen Browserhersteller unterstützen. Allerdings ist die Lösung bislang nur in Entwickler- oder Vorabversionen der nächsten Browser-Generation umgesetzt.
Die bereits umgesetzte KataSpace-Demo  funktioniert somit unter keiner gegenwärtigen Browser-Releaseversion. Usern, die einen Blick in die Zukunft der 3D-Welten werfen wollen, empfehlen die Macher die Nutzung der aktuellsten Firefox-4-Beta für Linux, Mac oder Windows. Das wiederum unterstreicht einen Vorteil, den der Browser-basierte Zugang insbesondere gegenüber Client-basierten virtuellen Welten und MMOs verspricht.
Grundsätzlich wird es möglich, mit einem geeigneten Browser unter jedem beliebigen Betriebssystem und somit von jedem Gerät aus auf die virtuellen Welten zuzugreifen. In bisherigen Tests hat sich die Demo auch gut bewährt, so Henrik Bennetsen, stellvertretender Direktor des Standford Humanities Lab http://shl.stanford.edu , gegenüber ArsTechnica. Größtes Problem waren demnach fallweise Probleme mit dem Rendering virtueller Avatare unter Windows.
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