22.01.2011, 14:29

Pressetext

Studie

Videospiele machen Kinder nicht dick

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung machen Videospiele Kinder nicht dick. Das hat eine Studie von Psychologen an der Michigan State University ergeben, die somit auch früheren Untersuchungen widerspricht.
Internet und Handys wirken sich demnach ebenfalls kaum auf Gewicht und Body Mass Index (BMI) aus. Vielmehr sind unter gleichaltrigen US-Kindern jene dicker, die der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe angehören oder aus ärmeren Bevölkerungsschichten stammen. Der in "Computers in Human Behavior" erschienenen Studie zufolge haben Gamer aber schlechtere Schulnoten und ein geringeres Selbstwertgefühl.
In der Vergangenheit gab es bisweilen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Videospielen nahe legen. Doch das Team um die Psychologieprofessorin Linda Jackson hat eine Gruppe von 482 Kindern mit einem Altersschnitt von zwölf Jahren untersucht und widerspricht dem gängigen Klischee dicker Gamer klar. Denn wenn Kinder viel Zeit vor Videospielen springen, hat das den Psychologen zufolge kaum Einfluss auf Gewicht oder BMI der Kinder. Noch weniger wirkt sich eine intensive Internetnutzung aus.
Die Studie bringt für Gamer aber nicht nur gute Nachrichten. Denn während sich gerade die Internetnutzung demnach positiv auf die Schulnoten auswirkt, haben Videospiel-Fans im Schnitt schlechtere Schulnoten. Gerade in Mathematik schneiden sie bei Tests schlechter ab. Außerdem sind Games nicht gut für das Selbstwertgefühl. Denn sie hemmen "die Entwicklung sozialer Fertigkeiten, die für die Entwicklung einer positiven Selbstwahrnehmung nötig sind", so die Psychologen.
Wenig überraschend ist das Studienergebnis, dass ältere Kinder schwerer sind. Allerdings steigt mit dem Alter auch der BMI. Da dieses Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße das ausschlaggebende Kriterium für Fettleibigkeit nach Definition der World Health Organization ist, steigt also mit dem Alter auch das Risiko von Übergewicht.
Für hohes Gewicht und einen hohen BMI ist zudem die Herkunft in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Der Analyse zufolge sind afroamerikanische Kinder deutlich schwerer und stämmiger als gleichaltrige Kaukasier. Außerdem haben die Forscher einen Zusammenhang mit dem Familieneinkommen gefunden. Kinder aus ärmeren Verhältnissen tendieren eher zu Übergewicht.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
PC-WELT-Experten lösen Ihr PC-Problem
Immer informiert mit dem PC-WELT Newsletter
Best-of PC-WELT   PC-WELT Apps
PC-WELT Business-IT   PC-WELT Community
Facebook-Freunde empfehlen
3x PC-WELT testen!
Ja, ich teste 3x die PC-WELT mit DVD für nur 11,90 € (19,- Sfr). Den 4 GB USB-Stick erhalte ich gratis dazu.
PC-WELT 6/ 2012
Anrede:
Vorname:
Nachname:
Straße/Nr:
PLZ/Ort:
Land:
E-Mail:
Nur wenn ich innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt der 3. Ausgabe nichts von mir hören lasse, möchte ich die PC-WELT mit DVD zum gleichen Preis weiterbeziehen (D: 55,80 €/Jahr, EU: 64,80 €/Jahr, CH: 103,70 Sfr/Jahr). Nach dem Testzeitraum ist der Bezug jederzeit kündbar.
Ich bin damit einverstanden, dass die IDG Tech Media GmbH und ihre Partner mich per E-Mail über interessante Vorteilsangebote informieren.
782165
Content Management by InterRed