02.04.2011, 15:35

Pressetext

Handyorder

Smartphones sorgen für Boom bei Online-Lieferdiensten

Sich Pizza, Nudeln oder Sushi per Lieferdienst direkt an die Haustür bringen zu lassen, ist nicht neu. Das immer mehr Kunden nicht zum Telefon greifen, sondern direkt im Web ordern hingegen schon.
Das verdeutlicht eine Analyse des Berliner Food Delivery Service Lieferheld . Der durch die Beliebtheit des mobilen Web ausgelöste "Channel-Switch" hat seinen Ursprung in den USA. Vor allem in der Bundesrepublik besteht enormes Potenzial. Dass sich Internet-Bestellungen mit Lieferservices bei Restaurants für Anbieter lohnen, zeigt sich unter anderem beim US-Marktführer SeamlessWeb, der noch in diesem Jahr einen IPO plant. Die Nummer zwei im US-Markt, GrubHub, konnte bereits zwei Finanzierungsrunden in kurzem zeitlichen Abstand und einem Volumen von elf Mio. Dollar erreichen. Außerdem darf sich GrubHub über eine Finanzierung von 20 Mio. Dollar freuen. Ziel sei weiteres Wachstum.
Wenngleich weniger dynamisch zeichnet sich auch in Europa eine ähnliche Entwicklung ab - Just-Eat, Marktführer aus Großbritannien und Skandinavien, schloss bereits Anfang 2010 eine Finanzierungsrunde ab, die mit 10,5 Mio. Pfund sogar über der von GrubHub lag. Im März des laufenden Geschäftsjahres konnte Just-Eat mit einer weiteren Finanzierungsrunde deutlich unter Beweis stellen, dass der Trend immer schneller in Richtung Online Food Ordering geht.
Branchenkenner gehen angesichts dieses Wachstums davon aus, dass dem Segment eine ganz ähnliche Entwicklung bevorsteht, wie im Bereich der Flug- oder Reisebuchung. Denn auch in diesen Segmenten gab es zunächst keinen nennenswerten Online-Anteil bei den Buchungen. Dieser hat sich jedoch binnen weniger Jahre stark in Richtung 100 Prozent entwickelt. Aber auch in Deutschland hat das Geschäftsmodell gute Erfolgschancen, da es immer populärer wird.
In der Bundesrepublik ordern im Schnitt etwa 40 Mio. Menschen regelmäßig Essen bei einem Lieferservice. Mehr als zwölf Mio. Kunden bestellen einmal im Monat Essen nach Hause und ins Büro, über fünf Mio. sogar mehrmals monatlich. Wie auch das jüngste Beispiel von Rewe zeigt, gehört das Segment Food Ordering zu den beiden Wachstumsmärkten in der deutschen Lebensmittelbranche. Das bestätigt auch der Gastgewerbe-Bundesverband DEHOGA.
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