07.11.2010, 16:11

Pressetext

Studie

Neue Medien für Kids nicht gefährlicher als alte

Die oft stundenlange Nutzung der neuen Medien und moderner Kommunikationswege durch Kinder und Teenager treibt ihre Erziehungsberechtigten häufig an den Rand der Verzweiflung.
Ihre Sorge über womöglich negative Folgen für den Nachwuchs ist aber weitgehend unbegründet, meinen Experten. So ist der aktuelle Hype um Online-Portale wie Facebook und Co, Videospiele oder Smartphones und SMS an sich weder gefährlicher noch ungefährlicher als etwa das traditionelle Fernsehen. Die Angst der Eltern ist vielmehr Ausdruck eines neuen Generationskonflikts. Für viele Angehörige der Elterngeneration ist es beispielsweise nach wie vor nur schwer vorstellbar und akzeptabel, dass Kinder die Kommunikation per SMS auf dem Handy-Display persönlichen Gesprächen vorziehen. "Das ist nicht Teil ihrer Kultur", erklärt Douglas Gentile, Kinderpsychologe und Professor an der Iowa State University, gegenüber Associated Press. Die ältere Generation bleibt daher skeptisch und baut Widerstände dagegen auf.
Zwar bringen gerade die neuen Online-Medien andere Risiken wie den sprichwörtlich kinderleichten Zugang zu Internet-Pornos, Cyber-Mobbing oder dergleichen mit sich, weiß Gentile. Bei verantwortungsvollem Umgang mit den Inhalten ist die vor Bildschirmen, Screens und Displays verbrachte Zeit aber nicht unbedingt schlecht. Gefahren wie ein zunehmender Hang der Konsumenten zum Zeitvertreib als "Couch-Potatoes" bringt zudem auch das vergleichsweise passive Fernsehen mit sich.
Studien haben bestätigt, dass junge User etwa von Facebook oder Videospielen in der Schule häufig schlechter abschneiden als Kollegen, die im Vergleich mehr Zeit für Hausaufgaben und Lernen aufwenden. "Wenn aber ihre Hausaufgaben gemacht sind, was soll's?", fragt der Psychologe. Gentile zufolge können sich Eltern mit der Situation nicht anfreunden, den Medienkonsum ihrer Kinder nicht mehr kontrollieren zu können. SMS und Videochats sind privater als das geteilte Fernseherlebnis im Wohnzimmer und die ältere Generation darf daran meist nicht teilhaben.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
PC-WELT-Experten lösen Ihr PC-Problem
Immer informiert mit dem PC-WELT Newsletter
Best-of PC-WELT   PC-WELT Apps
PC-WELT Business-IT   PC-WELT Community
Facebook-Freunde empfehlen
3x PC-WELT testen!
Ja, ich teste 3x die PC-WELT mit DVD für nur 11,90 € (19,- Sfr). Den 4 GB USB-Stick erhalte ich gratis dazu.
PC-WELT 6/ 2012
Anrede:
Vorname:
Nachname:
Straße/Nr:
PLZ/Ort:
Land:
E-Mail:
Nur wenn ich innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt der 3. Ausgabe nichts von mir hören lasse, möchte ich die PC-WELT mit DVD zum gleichen Preis weiterbeziehen (D: 55,80 €/Jahr, EU: 64,80 €/Jahr, CH: 103,70 Sfr/Jahr). Nach dem Testzeitraum ist der Bezug jederzeit kündbar.
Ich bin damit einverstanden, dass die IDG Tech Media GmbH und ihre Partner mich per E-Mail über interessante Vorteilsangebote informieren.
738832
Content Management by InterRed