12.02.2011, 14:34

Pressetext

Kreativ

Mit Handy-App auf der Jagd nach Schlaglöchern

Schlaglöcher sind ein Ärgernis für Autofahrer, dem die Stadt Boston nun mithilfe einer Smartphone-App den Kampf ansagt. Ein Lenker muss lediglich während der Fahrt die Software laufen lassen, um der Stadt Straßenschäden zu melden.
Denn der Prototyp setzt auf die Bewegungs- und GPS-Sensoren in modernen Handys, um beispielsweise Schlaglöcher zu bemerken und zu lokalisieren. "Street Bump " startet zwar zunächst nur für den Raum Boston, doch will die Stadt ihre App in weiterer Folge anderen Metropolen zur Verfügung stellen. "Boston ist für seine alten Straßen bekannt, doch wir nutzen modernste Technologie, um sie besser zu machen", sagt der Bürgermeister Thomas M. Menio. Sein Office of New Urban Mechanics hat den App-Prototypen veröffentlicht, um das Melden von Straßenschäden durch Autolenker zu automatisieren. Der Ansatz ist eigentlich einfach. Dank der verbauten Bewegungssensoren kann ein Smartphones beispielsweise die Erschütterung durch ein Schlagloch messen, während dank GPS die genaue Position bekannt ist. Street Bump nimmt einfach während der Fahrt die Daten auf, um sie dann an die Stadt zu übertragen.
Noch hat die App Schwächen. So kann sie laut ihren Entwicklern noch nicht klar unterscheiden, ob ein Auto in Schlagloch gefahren ist oder der Nutzer nur das Handy in die Jackentasche gesteckt hat. Zudem sammelt Street Bump zwar Daten, doch fehlen noch Algorithmen zur sinnvollen Auswertung. Um diese Probleme zu lösen und weitere Verbesserungsvorschläge zu sammeln, plant die Stadt Boston im Frühjahr einen internationalen Wettbewerb auf der Open-Innovation-Plattform Innocentive .
Für Autofahrer verspricht Street Bump den Vorteil, dass eine Stadt dank der freiwilligen Hilfe vieler Lenker schneller und gezielter gegen Straßenschäden vorgehen kann. Das kann dem Einzelnen eine unliebsame Begegnung mit einem Schlagloch, den daraus resultierenden Schäden wie etwa einem verzogenen Fahrwerk und somit hohe Reparaturkosten ersparen. Dementsprechend dürfen die Stadt Boston und etwaige Nachahmer-Gemeinden also auf rege Beteiligung hoffen.
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