29.01.2011, 15:09

Pressetext

Wirtschaft

Mehr Jobs in deutscher Games-Branche erwartet

Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung zeigt sich auch in der Games-Industrie. So rechnet der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) für 2011 mit einem deutlichen Wachstum der Beschäftigtenzahlen in der deutschen Games-Branche.
Eine Herausforderung bleibt langfristig jedoch die Rekrutierung qualifizierten Personals. Laut Schätzungen des BIU sind in der Bundesrepublik aktuell bereits rund 10.000 Menschen in der Branche festangestellt oder freiberuflich tätig. Diese Zahl könnte jedoch bald ansteigen. "Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Games-Industrie in den kommenden zwei Jahren um etwa zehn Prozent wachsen wird", unterstreicht Wolters.
Im Rahmen des 5. Game Forum Germany in Hannover kommen die rund 400 teilnehmenden Branchenvertreter zu dem Schluss, dass bereits heute schon Engpässe auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu spüren sind. Allen voran der Bereich Online- und Browser-Games. Dieses Segment gilt als besonders wachstumsstark und wird von den Marktplayern hart umkämpft.
Entsprechend hoch fällt der Run auf kluge Köpfe aus. Die kontinuierlich steigende Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften führt BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters einerseits auf die allgemeine Erholung der Konjunktur und andererseits auf den Strukturwandel der Games-Industrie der vergangenen Jahre zurück. Die Konsolidierungsphase sei zum Großteil beendet.
Besonders entwickelt haben sich vor allem Online- und Browser-Games "Made in Germany". Konnten bisher deutsche Studios und Games-Anbieter nur vereinzelt von sich reden machen, wandelt sich der Geschäftsbereich zum erfolgreichen Exportschlager. Die aktuelle Zahl von derzeit rund 1.000 offenen Stellen in diesem zukunftsträchtigen Segment zeigen die Dynamik.
Gefragt sind neben Arbeitskräften für die Webprogrammierung und Serverentwicklung auch Spezialisten für Online-Marketing. Um an High Potentials zu gelangen, suchen viele Firmen auch in anderen Zweigen der Internetwirtschaft, die an der Produktion und dem Vertrieb von Online-Games beteiligt sind - ähnlich wie Anbieter von Online-Payment-Systemen dies tun.
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