Web 2.0
Journalisten im Web freier als offline
Digitalisierung, Internet und Social Web haben den Journalismus radikal verändert. Online-Publizisten sind spätestens seit dem Web 2.0 mit neuen und bei den meisten Offline-Kollegen ungekannten Arbeitsweisen konfrontiert.
Zwar wissen die digitalen Journalisten die damit gewonnene Freiheit zu schätzen, wie die Multimedia-Schule SAE Institute in einer Studie feststellt. Auf Reporter und Medienindustrie rollen im Internet allerdings auch stets neue Herausforderungen, höhere Anforderungen und weitere Aufgabenbereiche zu.
Anders als etwa im Print-Journalismus verfügen die Web-Berichterstatter über vielfältige Publikationsmöglichkeiten. Für eine durchgängige Multichannel-Strategie stehen über Websites und Newsportale hinaus etwa Blogs und Social Networks zur Verfügung, die einzeln genutzt oder je nach Inhalt miteinander kombiniert werden können. Gleichzeitig bietet sich neben Text und Bild digitaler Content in Form von Videos, Podcasts oder ganzen Bildstrecken zur Veröffentlichung an.
Anhand der verschiedenen neuen Kanäle und Publikationsformen offenbaren sich eigenständigere und unabhängigere Arbeitsweisen als bisher - insbesondere im Social Web. Dem SAE Institute zufolge sind Journalisten häufig etwa weniger an Richtlinien von Verlagshäusern und Unternehmen gebunden. Mit der gewonnenen Freiheit gehen allerdings auch steigende Ansprüche einher. Das Aufgabengebiet der digitalen Journalisten hat sich um die Erstellung multimedialer Inhalte deutlich erweitert, technologisches Wissen ist Voraussetzung. Sie stehen vor der Herausforderung, über die unterschiedlichsten Online-Kanäle zu publizieren und dabei auch digitale Inhalte zu nutzen.


