Innovation
Handy-App für die Malaria-Diagnose
Ein US-Studententeam hat eine Smartphone-App für die Malariadiagonse entwickelt. Das Projekt Lifelens nutzt dabei einen Linsenaufsatz für die Handykamera, um ein Windows-Phone-Gerät praktisch zum Mikroskop zu machen. Mithilfe von Aufnahmen macht die App dann ersichtlich, ob und wie viele Malariaerreger sich in einer Blutprobe befinden.
Da dazu nicht einmal eine Internetverbindung nötig ist, kann das nach Ansicht der Entwickler helfen, die Krankheit speziell in Entwicklungsregionen zu bekämpfen. Im Lifelens-Team haben Studenten verschiedener Fachrichtungen und Universitäten zusammengearbeitet, um ein möglichst einfaches Hilfsmittel für den Kampf gegen Malaria zu entwickeln. Der Pathologe Wilson von der University of California, Davis hat dabei den diagnostischen Ansatz ersonnen, der vom Informatiker Tristan Gibeau von der University of Central Florida in Algorithmen umgesetzt wurde. Das Ergebnis ist eine App für Windows Phone 7, welche die Zellen auf einem Foto einer Blutprobe auf typische Zeichen einer Malariainfektion untersucht.
Die Idee, ein Handy für solche Zwecke zum Mikroskop zu machen, ist nicht neu. Doch Systeme wie das "CellScope" der University of California in Berkeley sind teils sehr klobig. Lifelens kommt für die Aufnahme mit einem relativ kompakten Linsenaufsatz aus, der beim Prototypen auf einem handelsüblichen Samsung "Focus" befestigt ist. Die Nutzung des Systems erfordert laut Lifelens-Team keinerlei spezielle Ausbildung, sodass es auch leicht vor Ort in Regionen mit hohen Malariainfektionsraten zum Einsatz kommen kann.
Lifelens hat aktuell mit seinem System den zweiten Platz beim diesjährigen US-Finale des Microsofts-Innovationswettbewerbs Imagine Cup errungen. Dieser steht 2011 unter dem Motto "Technologie für eine bessere Welt". Das haben international auch andere Teams zum Anlass genommen, gegen Malaria vorzugehen. So sind im neuseeländischen Landeswettbewerb gleich die ersten beiden Plätze an Anti-Malaria-Projekte der Universität Auckland gegangen.
Das "Team OneBuzz" will die Verbreitung und Ausbrüche von Malaria effizienter verfolgen, damit Hilfsmaßnahmen gezielter gesetzt werden können. Dazu zählt auch, medizinischem Personal in betroffenen Regionen per Handy Informationen bereitzustellen. "The Sentinel" wiederum setzt auf Laserstrahlen, um Mosiktos zu eliminieren. Beide Systeme dienen somit ebenso wie Lifelens dem Kampf gegen eine Krankheit, die nach Angaben der World Health Organizations fast die Hälfte der Weltbevölkerung bedroht und jährlich über eine Mio. Todesopfer fordert.
Top-Apps fürs mobile Büro
OFFICE 2 HD
Unter den Office-Apps ist dies der Billigheimer. Dafür muss man bei der Funktionalität in erster Linie in Kauf nehmen, keine „.xlsx“-Tabellen öffnen zu können. Leider blieb es nicht dabei, denn unseren Testtext würfelte Office 2 HD etwas durcheinander: Bilder fehlten, Kommentare und Fußnoten wurden in richtigen Text verwandelt, auch das Layout geriet etwas aus der Form und wurde leider auch so gespeichert. Beschränkt man sich auf reine Texte und einfache Tabellen, hat man diese Probleme nicht und kann sich an die gelungene Bedienung für einfachere Dokumente sehr gut gewöhnen. 5,99 Euro
Unter den Office-Apps ist dies der Billigheimer. Dafür muss man bei der Funktionalität in erster Linie in Kauf nehmen, keine „.xlsx“-Tabellen öffnen zu können. Leider blieb es nicht dabei, denn unseren Testtext würfelte Office 2 HD etwas durcheinander: Bilder fehlten, Kommentare und Fußnoten wurden in richtigen Text verwandelt, auch das Layout geriet etwas aus der Form und wurde leider auch so gespeichert. Beschränkt man sich auf reine Texte und einfache Tabellen, hat man diese Probleme nicht und kann sich an die gelungene Bedienung für einfachere Dokumente sehr gut gewöhnen. 5,99 Euro
DOCUMENTS TO GO PREMIUM
Keine andere App kann Texte, Tabellen und Präsentationen gleichermaßen bearbeiten. Die Präsentationen entfallen bei der sechs Euro günstigeren Normalversion, ebenso wie die Fähigkeit, Dokumente auch online bei Dropbox, Google Docs und Co zu speichern. Für Leute, die gern mal zu Hause auf dem Balkon arbeiten, ist das für Mac und Windows verfügbare Zusatzprogramm, das Dokumente automatisch mit dem Rechner auf dem Schreibtisch synchronisiert, eine sehr komfortable Lösung. Die sparsamen Bedienelemente erinnern stark daran, dass die App ihre Anfänge auf dem iPhone nahm, und machen den Umgang mit dem Programm leider etwas zäher als bei den anderen Kandidaten.
Keine andere App kann Texte, Tabellen und Präsentationen gleichermaßen bearbeiten. Die Präsentationen entfallen bei der sechs Euro günstigeren Normalversion, ebenso wie die Fähigkeit, Dokumente auch online bei Dropbox, Google Docs und Co zu speichern. Für Leute, die gern mal zu Hause auf dem Balkon arbeiten, ist das für Mac und Windows verfügbare Zusatzprogramm, das Dokumente automatisch mit dem Rechner auf dem Schreibtisch synchronisiert, eine sehr komfortable Lösung. Die sparsamen Bedienelemente erinnern stark daran, dass die App ihre Anfänge auf dem iPhone nahm, und machen den Umgang mit dem Programm leider etwas zäher als bei den anderen Kandidaten.
Documents To Go
Documents To Go ist nichts für Leute, die auf akkurates Layout Wert legen, denn Bilder, Grafiken und Diagramme werden teils gar nicht erst mit angezeigt, und Textformatierungen stimmen in der Anzeige oft nicht mit dem Ursprungsdokument überein. Doch die App erhält all diese Elemente, kommt mit Fußnoten und Kommentaren zurecht und fügt alle Änderungen akkurat ein, sodass beim Empfänger dann doch wieder alles stimmt. Insofern empfiehlt sich die App vor allem für die Überarbeitung vorhandener Dokumente. 11,99 Euro (Premium-Version)
Documents To Go ist nichts für Leute, die auf akkurates Layout Wert legen, denn Bilder, Grafiken und Diagramme werden teils gar nicht erst mit angezeigt, und Textformatierungen stimmen in der Anzeige oft nicht mit dem Ursprungsdokument überein. Doch die App erhält all diese Elemente, kommt mit Fußnoten und Kommentaren zurecht und fügt alle Änderungen akkurat ein, sodass beim Empfänger dann doch wieder alles stimmt. Insofern empfiehlt sich die App vor allem für die Überarbeitung vorhandener Dokumente. 11,99 Euro (Premium-Version)
QUICKOFFICE
Diese noch recht neue App beschränkt sich auf Word-Texte und Excel-Tabellen, stellt deren Layout aber recht akkurat auf dem Schirm dar, wenngleich manches Bild verrutschte. Dank der übersichtlichen Bedienung ist auch das Verändern der Dokumente komfortabel möglich.
Diese noch recht neue App beschränkt sich auf Word-Texte und Excel-Tabellen, stellt deren Layout aber recht akkurat auf dem Schirm dar, wenngleich manches Bild verrutschte. Dank der übersichtlichen Bedienung ist auch das Verändern der Dokumente komfortabel möglich.
QUICKOFFICE
Die englische Programmsprache dürfte manchen vor allem bei der Suche nach Excel-Formeln nerven. Die Textverarbeitung zeigte weder Fußnoten noch Kommentare und ließ Letztere beim Sichern kommentarlos weg, ließ die Dokumentenstruktur aber ansonsten meist intakt. Wenn man um diese Schwächen weiß, lässt sich Quickoffice aber sehr gut nutzen, um Dokumente zu kontrollieren und kleinere Korrekturen vorzunehmen, denn die Bedienung macht durchaus Spaß. 15,99 Euro
Die englische Programmsprache dürfte manchen vor allem bei der Suche nach Excel-Formeln nerven. Die Textverarbeitung zeigte weder Fußnoten noch Kommentare und ließ Letztere beim Sichern kommentarlos weg, ließ die Dokumentenstruktur aber ansonsten meist intakt. Wenn man um diese Schwächen weiß, lässt sich Quickoffice aber sehr gut nutzen, um Dokumente zu kontrollieren und kleinere Korrekturen vorzunehmen, denn die Bedienung macht durchaus Spaß. 15,99 Euro
APPLE IWORK
Fürs iPad muss man Pages für Texte, Numbers für Tabellen und Keynote für Präsentationen für jeweils 7,99 Euro getrennt erwerben. Alle Apps entsprechen ihren Gegenstücken auf dem Mac und unterstützen auch deren Dateiformate. Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien können also nur im- und exportiert werden, doch dafür sind die Apple-Apps die einzigen, die wenigstens dabei anzeigen, welche Eigenschaften den Dokumenten verloren gehen, statt sie wie manch andere App einfach wegzulassen. Die ganz große Stärke von iWork ist, dass jedes Programm unzählige und sehr schicke Vorlagen mitbringt, die sich als Ausgangspunkt für neue Dokumente eignen und sich dank der gelungenen Bedienung gut mit Leben füllen lassen.
Fürs iPad muss man Pages für Texte, Numbers für Tabellen und Keynote für Präsentationen für jeweils 7,99 Euro getrennt erwerben. Alle Apps entsprechen ihren Gegenstücken auf dem Mac und unterstützen auch deren Dateiformate. Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien können also nur im- und exportiert werden, doch dafür sind die Apple-Apps die einzigen, die wenigstens dabei anzeigen, welche Eigenschaften den Dokumenten verloren gehen, statt sie wie manch andere App einfach wegzulassen. Die ganz große Stärke von iWork ist, dass jedes Programm unzählige und sehr schicke Vorlagen mitbringt, die sich als Ausgangspunkt für neue Dokumente eignen und sich dank der gelungenen Bedienung gut mit Leben füllen lassen.
Numbers
Numbers war das einzige Programm im Test, mit dem wir ein Diagramm erzeugen konnten, wenngleich die Möglichkeiten auf ein sinnvolles Minimum begrenzt sind. Mit Keynote lässt sich im Flieger noch eine Präsentation entwerfen, die man mit etwas gutem Willen danach sogar jemandem auf dem iPad zeigen würde - das gelingt mit Documents To Go eher nicht. Spätestens beim Dateiaustausch stolpert Apple allerdings über die eigenen Füße, denn hier hängen die iWork-Apps meilenweit hinter der Konkurrenz zurück: Lokaler Dateiaustausch, lediglich verkabelt per iTunes, und als einziger Cloud-Dienst Mobile Me sind vollkommen unzureichend - leider. Je 7,99 Euro
Numbers war das einzige Programm im Test, mit dem wir ein Diagramm erzeugen konnten, wenngleich die Möglichkeiten auf ein sinnvolles Minimum begrenzt sind. Mit Keynote lässt sich im Flieger noch eine Präsentation entwerfen, die man mit etwas gutem Willen danach sogar jemandem auf dem iPad zeigen würde - das gelingt mit Documents To Go eher nicht. Spätestens beim Dateiaustausch stolpert Apple allerdings über die eigenen Füße, denn hier hängen die iWork-Apps meilenweit hinter der Konkurrenz zurück: Lokaler Dateiaustausch, lediglich verkabelt per iTunes, und als einziger Cloud-Dienst Mobile Me sind vollkommen unzureichend - leider. Je 7,99 Euro


