24.04.2011, 16:03

Pressetext

Google Maps

User dürfen Karten editieren

Google hat seinen Online-Kartendienst Google Maps um eine neue Funktion erweitert, die die Genauigkeit und Aktualität des Geodaten-Services deutlich verbessern soll. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Unternehmen in den USA ein Tool namens "Google Map Maker" freigeschaltet, das auf Basis eines Wikipedia-ähnlichen Prinzips die User zum Mitmachen einlädt.
Diese haben ab sofort die Möglichkeit, das Kartenmaterial des Suchmaschinenbetreibers selbst zu bearbeiten, um so zum Beispiel aktuelle Veränderungen in ihrer näheren Nachbarschaft darzustellen oder Fehler zu korrigieren."Heute öffnen wir die Karte der USA für den Google Map Maker, um es euch zu ermöglichen, euer lokales Expertenwissen direkt einzubringen", schreiben die beiden verantwortlichen Google-Softwareingenieure Lalitesh Katragadda und Manik Gupta auf dem offiziellen Unternehmensblog. Mithilfe der User werde man die Vollständigkeit und Aktualität des Kartenmaterials wesentlich verbessern können. "Niemand kennt eure Nachbarschaft oder Heimatstadt besser als ihr. Von der kollektiven Expertise der Map-Maker-Community profitieren Millionen von Menschen, die den Kartendienst weltweit nutzen", so Katragadda und Gupta.
Ganz neu ist das Mitmach-Tool für den Google-Kartendienst allerdings nicht. "Vor dem Start in den USA kam es bereits in insgesamt 183 Ländern und Regionen der Welt zum Einsatz - vor allem in sehr abgelegenen Gegenden, wo zuvor noch kein brauchbares Kartenmaterial existierte", erklärt Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext. In Deutschland sei hingegen bereits sehr gutes Kartenmaterial vorhanden. "Deshalb gibt es auch keine konkreten Pläne, dieses Tool hierzulande zu starten", erläutert Keuchel.
Der Google Map Maker stellt die ausgewählte Karte zunächst so dar, wie man es aus dem herkömmlichen Kartendienst kennt. Der Unterschied liegt darin, dass man selbst Gebäude, Straßen, Geschäfte, Bahnstrecken oder Fahrradwege einzeichnen und editieren kann. Damit eine Änderung wirksam werden kann, muss sie allerdings zunächst eine Kontrolle durchlaufen, bevor sie von Google für seinen Kartendienst freigegeben wird.
Angaben Googles zufolge stehen nur 15 Prozent der Weltbevölkerung detaillierte Online-Karteninformationen ihrer Nachbarschaften zur Verfügung. Mithilfe des Map-Maker-Tools und der tatkräftigen Unterstützung der User sei dieser Wert mittlerweile auf 30 Prozent verdoppelt worden. "Map-Maker-User haben ganze Städte, Straßennetze und Universitäten kartografiert, die noch niemals zuvor online erfasst worden sind", betonen Katragadda und Gupta. Ihre Beiträge seien sowohl in das Datenmaterial von Google Maps als auch von Google Earth integriert worden.
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